01.08.2006

Rezi zu "Killashandra" - Anne McCaffrey




Anne McCaffrey - Killashandra (2)
SciFi
Heyne, TB, 397 Seiten
ISBN: 3453043146

Klappentext falsch

Wieder einmal stimmt der Klappentext in keiner Weise mit dem Inhalt überein. Derjenige, der dafür zuständig ist, sollte das Buch doch gelesen haben, möchte man meinen. Dies scheint aber nicht der Fall zu sein.

Killashandra hat zum einen weder eine schwere Jugend gehabt, noch diese auf dem Planeten Ballybran verbracht, bevor sie sich dazu entschloss, Kristall-Sängerin zu werden. Sie ist auf dem Planeten Fuerte aufgewachsen und hat 10 Jahre lang Musik studiert. Da ihre Stimme aber nicht absolut rein ist, könnte sie höchstens immer die zweite Geige spielen. Damit absolut unzufrieden beginnt sie ihre Laufbahn auf dem Planeten Ballybran und wird zur Kristall-Sängerin ausgebildet. – Soweit die Vorgeschichte aus dem ersten Buch „Die Kristall-Sängerin“.

Während der Klappentext davon spricht, ihr geschnittener kostbarer schwarzer Kristall würde bei einem Orkan zerstört werden, sie würde entdecken, an der tödlichen Kristallkrankheit zu leiden und müsse ihren Geliebten verlassen, um ihn zu retten... bekommt sie stattdessen den Auftrag auf dem Planeten Ophteria eine Festivalorgel zu reparieren, die mit weißen Kristallen agiert und nebenbei Erkundigungen einzuziehen, da es eine Beschwerde der Bevölkerung gegeben hat. Bevor sie jedoch ihren Auftrag ausführen kann, wird sie entführt und auf einer einsamen Insel ausgesetzt, nur mit einem Messer, einem Beil und einem Handbuch ausgerüstet, wie man den Brotbaum der Insel nutzen kann. Sie schafft es, zu einer bewohnten Insel zu schwimmen und findet dort den Mann, der die Kristalle in ihrem Blut zum Klingen bringt. Die beiden scheinen für einander bestimmt. Und als dann tatsächlich ein Orkan tobt und die Bewohner der Inseln evakuiert werden müssen, unterstützt sie die Inselbewohner. Sie fahren zum Festland zurück und Killashandra Ree kann zusammen mit Lars Dahl an ihrem Auftrag arbeiten. Sie entdecken die Ungeheuerlichkeit, wie die Ältesten Ophterias die Bevölkerung manipulieren und kommen mit Hilfe ihrer Freunde und Verbündeten und einigen Tricks von dem Planeten weg. Doch dann werden Lars und Killashandra getrennt... Nichts scheint mehr von Wert zu sein, noch nicht einmal die schwarzen Kristalle, deren Ader Killa wieder findet, und die ihr die Möglichkeit bringen, ein ganzes Jahr Urlaub zu machen...

Inselidylle und Untergrund

Ein wundervoll geschildertes SciFi-Fantasy-Epos mit Witz, Spannung, Insel-Idylle und interessanten Dialogen. Die Autorin skizziert eine Welt, in der die Menschen verschiedene Planeten bewohnen. Man wird seinen Fähigkeiten gemäß eingesetzt und untersteht der jeweiligen Charta des Planeten. Wo es Gesetze gibt, gibt es immer auch Übertretungen, und so existiert auch hier eine Art Untergrund-Bewegung.

Kristall-Sänger gehen eine Verbindung mit einem Symbionten ein, der Verletzungen schneller heilt und auch das Leben verlängert (da erinnert man sich doch an T-Alc von Stargate), nur dass der Symbiont in dem Fall eine Spore ist. Nachteil der Symbiose ist der meist auftretende Gedächtnisverlust in späteren Jahren. Manchmal ein wenig langatmig, im letzten Drittel nimmt der Spannungsbogen jedoch zu, so dass es sehr schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen.

Déjà-vu?

Die Konzerthalle mit der Festivalorgel und der hinter einer Wand verborgenen Apparatur, um die Menschen systematisch zu manipulieren, während sie mit allen Sinnen einer Musikdarbietung lauschen, hatte etwas von einem Déjà-vu, als hätte ich diese Szene mal in einem Film oder einer Serie gesehen... Und irgendwie hatte ich vor meinem inneren Auge immer konische Köpfe vor mir, wenn ich mir die Ältesten Ophterias vorstellte (dabei wurden sie überhaupt nicht so beschrieben). Da spielte mir meine Fantasie wohl einen Streich.

Diese 2 Bücher waren die ersten, die ich von Anne McCaffrey gelesen habe. Auf meinen Lese-Wunschzettel schreibe ich nun „Die Drachenreiter von Pern“.

1 Kommentar:

  1. Hallo liebe Sunsy!

    Also das wäre mir noch nie bewußt aufgefallen, dass ein Klappentext nicht mit dem Inhalt eines Buches überein stimmt. Woran das liegt, weiß ich nicht. Wahrscheilich, weil ich Bücher meistens nach dem Coverbild kaufe. Klappentexte spielen nur eine untergeordnete Rolle bei mir. Wenn ich mich nicht vom Cover ansprechen lasse, dann kaufe ich entweder von Autoren die ich schon kenne, oder befolge den Rat einer anderen Leseratte.
    Da muß ich wohl mal mehr auf die Klappentexte achten...

    Ganz liebe Grüße,
    Vanessa ;)

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