26.04.2009

Kurzrezi: Die Töchter der Familie Faraday

Nicht eine einzige Masche habe ich heute gestrickt… ja bis auf eine Maschine Wäsche habe ich eigentlich nur auf dem Balkon gesessen und gelesen, die letzten 400 Seiten um genau zu sein. Und ich konnte nicht aufhören.

Dieses Buch ist der Hammer und war meine beste spontane Entscheidung in der letzten Zeit. Und dabei habe ich das Buch hauptsächlich gekauft, weil auf dem Cover so viele schöne Tassen zu sehen waren und ein Label mit dem britischen Bestseller # 1 auf gepappt war. Da sieht man mal wieder, welch tolle Zufälle das Leben bereit hält, wenn frau sie nur geschehen lässt.


Monica McInerney
Die Töchter der Familie Faraday
Familiensaga 
Goldmann
TB, 640 Seiten
ISBN: 3442468116

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Inhaltsangabe 

Die zwanzigjährige Maggie Faraday bekommt überraschend Besuch von ihrem Großvater Henry, der sie um Hilfe bittet: Sie soll ihn dabei unterstützen, ein Treffen mit seinen fünf Töchtern zu arrangieren. Doch als die Faraday-Schwestern aus allen Ecken der Welt anreisen, merkt Maggie schnell, dass etwas nicht stimmt. Maggie kommt einem langgehegten Geheimnis auf die Spur, das das Leben der Familie Faraday von Grund auf verändern wird...

Wenn ich jetzt so die Beschreibung lese, komme ich ein bisschen durcheinander. Mir war nämlich, als wäre Maggie 26 gewesen. Und wieso heißt ihr Großvater Henry? Er heißt doch Leo… Aber das ist ja auch letzten Endes egal. Es geht um eine große Familie, um Geheimnisse, um das Miteinander, Notlügen, um anderen nicht weh zu tun oder lang aufrecht erhaltene Lügen, die fast zur Realität werden. Es geht um Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die trotz allem alle eines gemeinsam haben: Sie haben Probleme mit ihren Leben, ihren Partnerschaften und ihnen fehlt mitunter der Mut, offen zu sagen, was sie wirklich wollen und was sie tatsächlich fühlen.

Ein sehr gefühlvolles Buch mit viel Würze und Humor, das mich einfach nicht mehr losgelassen hat. Ich habe mit dem Leo “Tollpatsch” gelacht, mir die glamouröse Miranda vorgestellt, die mütterliche Juliet, die disziplinierte Eliza, die trostlose Sadie und die ruhige Clementine und fand mich in jedem Leben zurecht. Und der Engel ohne Flügel Gabriel, ich war hin und weg…

Monica McInerney hat alle Charakter so blendend beschrieben, jede Situation so gut ausgebaut, mit witzigen Dialogen gespickt, dass ich alles um mich her vergessen konnte und hemmungslos an mehreren Stellen schluchzen und die Taschentücher zücken musste.

Dieses Buch ist mehr als pure 10 Punkte wert. Dieses ist wieder eine meiner besonderen Empfehlungen:

Im Moment bin ich noch so voller Eindrücke, muss erst mal alles verarbeiten, werde vielleicht auch noch ein paar Maschen stricken (der Socken würde sich anbieten, es ist nur noch der Abschluss zu stricken und er wäre ein fröhlicher Single) und dann morgen mit einem neuen Schmöker beginnen. Aber mit welchem, das weiß ich noch nicht…

                                                                           

Slaínte!

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