11.09.2009

Ausgehört: Ohne ein Wort - L. Barklay

Linwood Barklay
Ohne ein Wort
Thriller
ungekürzt: 11 Std, 19 min
Sprecher: Frank Arnold
Bewertung:

Inhaltsangabe (Audible):

Als Cynthia am Morgen nach einem Zechgelage mit dröhnendem Schädel erwacht, gilt ihre größte Sorge zunächst dem Papierkorb, in den sie sich offenbar während der Nacht erbrochen hat. Bevor die Eltern den Alkoholexzess des Teenagers bemerken, muss das Ding schleunigst gereinigt werden. Doch schon während sie sich im Bad zu schaffen macht, ist ihr, als sei es irgendwie viel zu still im Haus. Ihre Eltern und auch ihr Bruder haben ganz offensichtlich das Haus heute schon weit vor der Zeit verlassen. Doch warum? Und: wohin?

Tatsächlich bleiben die Drei auf Dauer wie vom Erdboden verschluckt. Und Cynthia plagen Selbstvorwürfe. Aber sollte das Verschwinden tatsächlich mit ihrem im Streit herausgebrüllten Wunsch "Ich wollte, ihr wäret tot" zu tun haben? Das wäre doch vollkommen absurd! Oder? Ein Vierteljahrhundert lang bleibt das Verschwinden ihrer Familie für Cynthia ein dunkles Rätsel, da holt sie die rätselhafte Vergangenheit mit einem Mal wieder ein und lässt die Ereignisse in einem äußerst gruseligen Licht erscheinen.

>> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Die Idee für das Buch, das Thema an sich, ist super. Die Umsetzung hat mir nicht ganz so gut gefallen. Bei so manchem Buch habe ich bemängelt, dass zu wenig wörtliche Rede enthalten war und es dadurch langweilig wurde - hier ist schon fast das Gegenteil der Fall, denn es besteht vorwiegend aus Gesprächen. Und weil das so ist, fiel mir besonders negativ auf, dass Frank Arnold die Frauen so merkwürdig spricht; ich würde die Stimme “spröde” nennen. Irgendwie klang jede Frau entweder genervt und alt oder hysterisch, zickig und unfair. So eine Frau jedenfalls würde auf mich persönlich nicht den Eindruck erwecken, meine Freundin werden zu können...

Außerdem hat der Autor zwischen den einzelnen Bemerkungen der Gespräche gefühlte 1.000.000 Mal “sagte sie” bzw. “sagte er” verwandt. Davon hätte ich dann doch Abstand genommen. Aber gut. Die Spannung stieg, und wenn man die Stimmen ausblenden kann und sich die eigene Vorstellung manifestiert, dann wird das HB noch richtig gut. Das Ende jedenfalls hatte ich so nicht vorher gesehen, wenn ich auch von Anfang an das Gefühl hatte, dass da jemand Bestimmtes noch involviert sein müsste ;) - und ich habe mich nicht getäuscht, wie ich dann feststellte. Deshalb kann ich nun auch 7/10 Punkten geben, also eine 2- .

Auf dem Rückweg nach Hause (natürlich war ich wieder in einem ellenlangen Stau... *seufz*) habe ich mir dann Riptide angestellt.

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