21.10.2013

Ausgehört: Robinson Crusoe – Daniel Defoe

Daniel Defoe
Robinson Crusoe
Klassiker
Audible GmbH, 29.01.2009
Dauer: 12 Std., 28 Min (ungekürzt)
gelesen von Wolfgang Condrus
Download: 4,60 € oder 1/2 Guthaben
hier: am 22.07.2011 kostenlos

Bewertung: 

Inhaltsangabe (Audible):

Der Kaufmann und Seefahrer Robinson Crusoe wird nach einem Schiffbruch als einziger Überlebender auf eine unbewohnte Insel verschlagen. Er schildert, wie er sein Leben auf der Insel meistert - vom Errichten seiner Hütte bis zu seinem Zusammentreffen mit einem Eingeborenen, den er Freitag nennt und zu seinem Diener erzieht. Doch wird er die Insel wieder verlassen können?

Defoes packender Weltklassiker gibt ein zeitloses Beispiel dafür, dass sich selbst aussichtslos scheinende Situationen mit Mut und Einfallsreichtum meistern lassen.

>> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung ist ausschließlich im Download erhältlich.

Es war mal wieder Zeit für einen Klassiker, und weil in meinem Fundus noch der eine oder andere damals kostenlos verfügbare Titel schlummert, habe ich mich dieses Mal für Robinson Crusoe entschieden. Wer hat als Kind nicht das Buch gelesen oder wenigstens einen der zahlreichen Verfilmungen gesehen? So habe ich mich auf die Zeit auf der einsamen Insel und auf Freitag gefreut.

Dieses ist die ungekürzte übersetzte Originalvorgabe. Dementsprechend sind Schreibstil (nämlich zeitgemäß, sehr gehoben und ausgefeilt) und Schilderungen vor allem des Gedankenwirrwarrs allgegenwärtig. Zuvor kannte ich nur die gekürzte Ausgabe für Schüler, in welcher nach meiner Erinnerung auf den letzten Seiten die Errettung und Besteigung des Schiffes heimwärts geschildert wurde. Und an die Passagen, in denen Robinson sehr ausführliche religiöse Betrachtungen anstellte, konnte ich mich gar nicht erinnern. Nun störten mich diese teilweise erheblich. Vielleicht hätte ich in diesem Fall eine gekürzte Fassung bevorzugt, ausnahmsweise.

Defoe hat mit Robinson Crusoe den ersten in England erschienenen Roman geschrieben und ist mit diesem berühmt geworden. Verstehen kann ich das natürlich, denn im frühen 18. Jahrhundert müssen nicht nur die Schilderungen der Abenteuer ein Straßenfeger gewesen sein, auch die Erkenntnisse aus der Heiligen Schrift, die Defoe hier fast wie ein Prediger einfließen lässt, dürften damals als erbauliche Lektüre, vielleicht gar eine Art Ratgeber enthalten haben. Überhaupt schildert er sehr einprägsam das Leben auf der Insel, das Miteinander mit Tieren und später Menschen und seine Überlegungen über den Wert von Menschenleben.

Sicherlich ist dieser erste englische Roman etwas ganz Besonderes, das will ich nicht bestreiten, und es war durchaus spannend, Näheres über die Urbarmachung des Landes zu erfahren und wie Robinson langsam zu einem Meister vieler Berufe wurde. Aber die ständigen religiösen Betrachtungen gingen mir mit der Zeit ziemlich “auf den Keks”.

Der Sprecher Wolfgang Condrus hat das Beste aus dem Buch herausgeholt. Er las diesen alten Schreibstil einfach gut. Mit der Zeit begann ich sogar selbst Überlegungen anzustellen, wie ich manches stilvoller ausdrücken könnte.

Alles in Allem gebe ich 07/10 Punkte. Ein guter erster Roman mit Schwächen und einer guten Lesung.

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