29.12.2013

Kurzrezi: Deathbook – Andreas Winkelmann

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Andreas Winkelmann
Deathbook – Episoden 1-10
interaktiver Thriller
Rowohlt E-Book, 6.12.2013, 448 Seiten
Kindle-Edition: 12,99 €
oder in Episoden zu je 1,49 €
ASIN: B00G9OV2WG
gelesen auf dem iPad mini

Bewertung: 

Inhaltsangabe (Amazon):

Auf den Gleisen liegt ein Mädchen. Das jämmerliche Kreischen von Metall auf Metall. Ein zerstörter Körper. Unmengen an Blut. Ein Selbstmord?
Die 15-jährige Kathi war Andreas Winkelmanns Lieblingsnichte. Der Thrillerautor kann nicht glauben, dass sich das lebenslustige Mädchen das Leben genommen hat, und macht sich auf die Suche nach Hinweisen.
Auf ihrem Computer findet er seltsame Videos. Videos, die zeigen, dass Kathi verfolgt wurde. Die Spur führt immer tiefer ins Netz hinein, zu immer grausameren Videos. Worauf hat sich Kathi da eingelassen? Und in wessen Hände ist sie dabei geraten? Als Andreas Hinweise auf eine Webseite namens Deathbook entdeckt, ahnt er, dass Kathi ein tödliches Spiel gespielt hat – und dass sie nicht die Einzige war. Denn wer einmal in die Fänge des Deathbook geraten ist, den lässt es nicht mehr los …
«Deathbook» erschien zuerst als digitaler, interaktiver Serien-Thriller in 10 Episoden. Dieses E-Book ist eine vom Autor ergänzte reine Textfassung, mit zahlreichen neuen Passagen. Hochspannung garantiert!

Obwohl ich hier die Gesamtausgabe verlinkt habe, habe ich die Episoden gelesen. Und nein, ich habe mich nicht getraut, mich online zu registrieren und interaktiv daran beteiligt zu sein. Es gibt Dinge, da lasse ich lieber meine Finger von. Ich bin jetzt auch kein Fan von grauenvollen Videos, ich bin eher eine, die dann die Augen zukneift oder das Zimmer verlässt. Ein Schisshase also. Doch wenn ich “nur” lese, dann kann ich mir alles vorstellen, dann haben womöglich die Akteure keine Gesichter, dann sehe ich schwarz/weiß, das Blut leuchtet dann nicht so und ich rieche auch den metallischen Geruch nicht. Nur, wenn die Vorstellung zu realistisch, zu grauenhaft wird wie bei Jack Ketchum, dann gebe ich auf, dann breche ich ab.

Beim Deathbook musste ich nicht abbrechen. Auf der einen Seite sehr modern mit der Interaktion und den eingebetteten Videos und Audiodateien, der Verflechtung von realer und digitaler Welt, auf der anderen Seite nicht so ganz realistisch, wenn man an die Polizistin und den mit ihr zusammen ermittelnden Schriftsteller denkt, während die Polizei ansonsten schlecht weg kommt. Auf jeden Fall aber sehr spannend, wenn auch die Sprache eine eher einfache war.

Teilweise in der ersten Person als der Schriftsteller Andreas Winkelmann geschrieben, teilweise in der dritten, wenn es um die Protagonisten des zweiten Kreises ging, sind die Akteure recht gut skizziert. Vor allem die Sprache der Jugendlichen im Chat klang sehr authentisch. Und was lernen wir aus diesem Buch? Nicht nur, dass es gefährlich sein kann, QR-Codes zu scannen, sondern auch, dass wir mit dem, was wir ins Netz stellen, vorsichtig sein sollten. Denn das Internet weiß alles über uns, zumindest aber das, was wir dort angeben…

Im Ganzen haben mir die Episoden gut gefallen. Ich gebe 08/10 Punkte.

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