14.01.2014

Kurzrezi: Das Schicksal ist ein mieser Verräter – J. Green

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John Green
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
”kein Krebsbuch”
Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, 2012
HC, 288 Seiten, 16,90 €
TB: 9,95 €
Kindle-Edition: 12,99 €
ASIN: B008MAUR2Q
Spiegel-Bestseller Jugendbuch Platz 5
gelesen auf dem Kindle Paperwhite


Bewertung: 
Inhaltsangabe (Amazon):
„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.
Es gibt nicht viele Bücher, die von Krankheit und sogar Tod handeln, die ich freiwillig lese. Normalerweise mache ich um derartige Themen einen großen Bogen und versuche lieber in Welten abzutauchen, die zumindest von Hoffnung durchflutet werden, und sei es von einer Art Hoffnung, den Täter zu schnappen. Doch in diesem Buch ist von Anfang an klar, dass es keine Zukunft für die beiden geben wird, dass sie nur die Unendlichkeit der Gegenwart, des Jetzt, des Augenblicks haben. Schuld daran, dass auch ich dieses Buch lese, sind unzählige Bewertungen meiner Bücherfreunde bei Twitter und Facebook, und Freunde, ich danke euch! Eure Rezensionen werde ich mir nach und nach zu Gemüte führen, wenn meine steht, denn bevor ich ein Buch lese, sehe ich mir lediglich die Bewertungen anderer an, um völlig unvoreingenommen zu sein.

Die beiden Protagonisten sind Hazel (16) und Augustus = Gus (17), beide an unterschiedlichen Krebsleiden erkrankt. Und obwohl Hazel sich dagegen wehrt, sich zu binden, um anderen nicht das Leben schwer zu machen, wenn sie geht, verliebt sie sich so absolut und total, dass es mir jetzt noch die Tränen in die Augen treibt, während ich dies schreibe.

Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes, sehr tief, intellektuell, manchmal sogar philosophisch und hat mich nachhaltig berührt. Geschrieben hat der Autor in der ersten Person aus Sicht Hazels. Mit teilweise sarkastischem Humor liest sich das Buch sehr flüssig, geht mit Sicherheit an keinem Leser einfach so vorbei, nein, klingt stellenweise nachhaltig nach. Manche Sätze werden wir wohl nie vergessen…

An dieser Stelle möchte ich auch die Übersetzerin erwähnen: Sophie Zeitz, welche hier eine hervorragende Arbeit geleistet hat. Nicht immer passt die Übersetzung so haargenau wie hier. Niemals hat man das Gefühl, nicht die Originalsprache zu lesen. Hier passen auch Mehrdeutigkeiten und Witze, die auf Redewendungen der Sprache beruhen. Daumen hoch!

Dies wird mit Sicherheit eins meiner Highlights von 2014 bleiben. Ich gebe 11/10 Punkte.

http://influenza-bookosa.de/das-schicksal-ist-ein-mieser-verraeter-john-green/

1 Kommentar:

  1. Ich habe dich getaggt und hoffe, du machst mit: http://cogitosbuecherkiste.blog.de/2014/01/15/200-follower-tag-17596052/

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