05.01.2014

Kurzrezi: An einem Tag im Winter – J. Lennox

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Judith Lennox
An einem Tag im Winter
Gesellschaftsroman
Piper ebooks, 2012
TB, 552 Seiten, 9,99 €
Kindle-Edition: 8,49 €
ASIN: B009DN5LTK
Spiegel-Bestseller Belletristik – Platz 8
gelesen auf dem Kindle Paperwhite

Bewertung: 

Inhaltsangabe (Amazon):

Die junge Ellen stößt in ihrer ersten Stelle auf einen Chef, den ein dunkles Rätsel umgibt. Dann kreuzt India, die sie aus Kindertagen kennt, ihren Weg – und ausgerechnet sie gibt Ellen den Schlüssel zur Lösung an die Hand …
Im Cambridgeshire der frühen 1950er-Jahre tritt die junge Chemikerin Ellen Kingsley ihre erste Stelle an. Nach dem dubiosen Tod eines Kollegen fällt ihr Verdacht auf ihren ebenso charismatischen wie undurchsichtigen Vorgesetzten Marcus Pharoah. Ellen wird prompt entlassen, der junge Detective John Riley in seinen Ermittlungen gestoppt. Ellen geht nach London und trifft ihre flatterhafte Schulkameradin India wieder. Beide Frauen suchen nach ihrem Platz im Leben – India verbringt Jahre in Neuengland, Ellen beginnt an der Uni Karriere zu machen. Doch es dauert, bis sie sich ihre Gefühle für John eingestehen kann. Und als ihre Freundin India ausgerechnet dem Werben Marcus Pharoahs nachgibt, werden endlich auch die Schatten gelüftet, die viel zu lange schon auf ihm und seiner Familie lasten.

Dies ist ein gesellschaftskritischer Roman der 50er Jahre des 20. JH, in England, Schottland und teilweise sogar in Amerika spielend. Protagonistin ist in erster Linie Ellen, eine junge Wissenschaftlerin mit analytischem Verstand, auf der Suche nach sich selbst, der Liebe und dem Glück, dabei ehrlich und sich selbst treu bleibend. Mehrere Handlungsstränge, ein Unglücksfall, sogar Morde, Detektivarbeit und menschliche Abgründe, die Liebe zum Land und mehr finden in diesem Roman ihren Platz.

Bisher hatte ich noch keinen Roman von Judith Lennox gelesen, dies wird sich aber nach der Lektüre dieses Buches ändern. Die Autorin schreibt sehr einfühlsam und teilweise detailliert, erhält die Spannung, indem sie immer an Momenten die Erzählstränge wechselt, in denen eine Entscheidung ansteht oder etwas Dramatisches geschieht und schreibt in der dritten Person. Sehr anschaulich und nachvollziehbar habe ich die Situation der einzelnen Menschen empfunden. Und wenn dies auch ein Roman ist, so erzählt er doch einen Teil der damaligen Verhältnisse sehr gekonnt. Menschen mit psychischen Erkrankungen z.B. hat es auch damals bereits gegeben, nur umgegangen ist man zu diesen Zeiten damit noch anders als heute.

Ich gebe 08/10 Punkte.

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