19.05.2014

{Gelesen} Wir haben schon immer im Schloss gelebt | Shirley Jackson

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Shirley Jackson
Wir haben schon immer im Schloss gelebt
Psychothriller
Psychothriller GmbH E-Book, 25.07.2013
Übersetzer: Anette Grube
HC, 16,95 €
TB, z.Z. nur gebraucht erhältlich, 221 Seiten
Kindle-Edition: 4,99 €
ASIN: B00E5KXLEI
gelesen auf dem Kindle Paperwhite

Bewertung: 

Inhaltsangabe (Psychothriller GmbH):

“Ich heiße Mary Katherine Blackwood. Ich bin achtzehn Jahre alt, und ich lebe zusammen mit meiner Schwester Constance. Ich habe oft gedacht, dass ich mit ein bisschen Glück als Werwolf auf die Welt gekommen wäre, weil Mittel- und Ringfinger an beiden Händen gleich lang sind, aber ich muss mich mit dem zufriedengeben, was ich nun einmal bin. Ich wasche mich nicht gern und mag weder Hunde noch Lärm. Ich mag meine Schwester Constance, Richard Plantagenet und Amanita phalloides, den grünen Knollenblätterpilz. Sonst lebt niemand mehr von meiner Familie.”

Meine Meinung:

Als Fan von Ivar Leon Mengers Psychothriller GmbH (“Darkside Park”, “Porterville”, “Ondragon” etc.) und Besucher der Website weiß ich natürlich, dass der junge eBook-Verlag nicht nur eigene Werke publiziert, sondern auch Horror-Klassiker wie z.B. “Rosemarys Baby” – oder eben diese recht kurze Geschichte einer mir bis dahin unbekannten Autorin.

Handlungsort ist bis auf eine Szene am Anfang im Dorf, als Mary Katherine Lebensmittel einkauft, und gelegentliches Stromern auf dem Grundstück ein uraltes Haus am Rande des Dorfes, ein großes herrschaftliches Haus, und es bedarf eigentlich kaum großer Fantasie, sich so ein etwas heruntergekommenes Haus mit spitzem Dach im Dunkeln vorzustellen, vielleicht mit dem Hintergrundgeräusch eines Uhus… und Gänsehaut lässt grüßen.

Protagonistin ist in erster Linie Mary Katherine, ein 18jähriges Mädchen, das nicht nur in ihrer Fantasie-Welt lebt, sondern auch unfähig zum sozialen Leben zu sein scheint. Völlig zurückgezogen lebt sie in dem Herrenhaus zusammen mit ihrer Schwester und ihrem an den Rollstuhl gefesselten Onkel mit Demenz. Dann erscheint aus heiterem Himmel ein Vetter, das Leben im Haus gerät durcheinander und der Leser schwankt zwischen Sympathie, beginnender Erkenntnis und leichtem Grauen.

Shirley Jackson schreibt in der ersten Person als Mary Katherine. Die unterschwellige Spannung wird nicht nur durch Mary Katherine getragen, die so ganz anders ist als andere 18jährige Mädchen, sondern auch dem Giftmord der vor Jahren fast ihre gesamte Familie dahin gerafft hat und der nie aufgeklärt wurde…

Diese Geschichte ist kurz und “anders”, genau richtig für zwischendurch.

Ich gebe 07/10 Punkte.


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