01.06.2014

{Gelesen} Verneig dich vor dem Tod | P. Tremayne

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Peter Tremayne
Verneig dich vor dem Tod
Schwester Fidelma (11)
Historischer Kriminalroman
Aufbau Taschenbuch, 15.12.2004
TB, 419 Seiten, z.Z. nur gebraucht erhältlich
von meinem SuB
diesmal nicht in der Leselotte gelesen
Kindle-Edition: 7,99 €
ISBN: 3746621054

Bewertung:  

Klappentext:

Schwester Fidelma – eine Hexe?
7. JH: Es ist kurz vor dem Fest der Geburt Christi und der Winter ist dieses Jahr besonders hart in Bruder Eadulfs Heimat. Mit Mühe und Not erreichen er und Schwester Fidelma Aldreds Abtei. Doch dort will man das seit kurzem verheiratete Paar trotz des heftigen Schneesturms nicht aufnehmen. Und der Freund, der Bruder Eadulf herbeigerufen hat, wurde ermordet. Seltsame Dinge gehen vor in der Abtei, und schließlich wirft der Abt Fidelma auch noch vor, eine Hexe zu sein.
Ein neuer Keltenkrimi mit Schwester Fidelma, die zu einer Zeit agiert, in der es in Irland noch kein Zölibat gab.

Meine Meinung:

Auch wenn dieser Band als Band 12 gehandelt wird, halte ich mich an die Auflistung bei der Histo-Couch, denn die Bücher mit Kurzgeschichten wurden hier ausgespart. Und danach ist “Verneig dich vor dem Tod” Band 11 der Reihe.

In den vorangegangenen Bänden ist viel geschehen, auch in der Beziehung zwischen Schwester Fidelma und Bruder Eadulf, und der Leser, der von Anfang an dabei ist, hat nicht nur umfassende Kenntnisse über die keltische Kultur Irlands des 7. JH bekommen, sondern auch manche Begriffe und Redewendungen gelesen. Die Mischung aus Historie und Fiktion ist für mich gerade in den Schwester Fidelma-Bänden hervorragend verarbeitet. Verbrechen hat es schon immer gegeben, viele wurden nie aufgeklärt, so mancher Unschuldige verurteilt. Wie nun das Ermittlerduo vorgeht, um die Wahrheit herauszufinden und Gerechtigkeit walten zu lassen, ist bemerkenswert.

War bisher Schwester Fidelma die Leiterin der Ermittlungen, liegt sie in diesem Buch zunächst flach, so dass Bruder Eadulf mit den Befragungen beginnt und herauszufinden versucht, was eigentlich wirklich geschehen ist. Plötzlich wird die immer noch im Fieber daliegende Schwester der Hexerei bezichtigt und alles spitzt sich in rasantem Tempo zu.

Da wir in diesem Roman nicht in Irland sind, sondern in der Nähe von Sexmund’s Ham (heute Seaxmundham in Suffolk), also Bruder Eadulfs Heimat weilen, erfahren wir hier mehr vor allem über das Rechtssystem und Glaubensvorstellungen der Sachsen und welche Steine den Ermittlern in den Weg gelegt werden.

Sehr spannend in der auktorialen Erzählweise geschrieben. Mit einer kurzen Vorausschau auf den nächsten Roman am Ende:

“Danach?” Fidelmas Mundwinkel umspielte eine Andeutung ihres alten Humors. “Danach möchte ich in das Königreich meines Bruders zurückkehren. Mein Baby soll in Cashel geboren werden.”

Ich gebe 09/10 Punkte. Mir hat wieder die gewohnte Karte gefehlt, um sich leichter im Buch zurecht zu finden. Ein Personenregister ist allerdings gleich am Anfang vorhanden.

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