15.08.2015

{Gelesen}: Bird Box | Josh Malerman

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Autor: Josh Malerman
Titel: Bird Box – Schließe deine Augen
Übersetzer: Fred Kinzel
Genre: Horror, Thriller
Verlag: Penhaligon Verlag, [16.03.2015]
HC, 320 Seiten, 19,99 €
ISBN: 3764531215
Kindle-Edition: 321 Seiten, 15,99 €
ASIN: B00R6TYC8Y
Whispersync verfügbar, HB dazu nur 5,95 €
ungekürzte HB-Version bei Audible: 17,95 €/16,71 €/9,95€
gelesen [via Skoobe auf dem iPad mini]

Bewertung: 

Inhaltsangabe (Amazon):

Ich sehe was, das du nicht siehst - und es ist tödlich...
Malorie ist hochschwanger, als immer mehr Menschen aus aller Welt von einem schrecklichen Wahnsinn befallen werden und sterben. Gleichzeitig häufen sich die Meldungen von etwas Unheimlichem, dessen bloßer Anblick die Raserei auslösen soll. Schon bald herrscht überall gespenstische Ruhe. Die wenigen Überlebenden haben sich in kleinen versprengten Gruppen zusammengefunden und verbarrikadieren sich in ihren Häusern. Malorie versucht alles, um die Menschen, die sie liebt, zu beschützen – in einer Welt, die von vier Wänden und verdunkelten Fenstern begrenzt wird. Und in der man den Tod erblickt, sobald man nur die Augen öffnet …

Meine Meinung:

Es fängt ganz sachte an. Malorie, eine junge Frau mit zwei vierjährigen Kindern lebt allein in einem heruntergekommenen, verdreckten Haus, völlig abgeschnitten von der Außenwelt. Sie hat im Haus alles abgedunkelt und geht nur mit Augenbinde heraus. Nun beschließt sie, das Wagnis einzugehen und zusammen mit ihren Kindern in einem kleinen Kahn 20 Meilen den Fluss hinunter zu rudern, mit verbundenen Augen, hinein in eine unbekannte Zukunft.

Es wird die Geschichte von Malorie erzählt, beginnend mit der Erkenntnis, dass sie schwanger ist. Wir wechseln immer zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart während des “Umzugs” auf dem Fluss und erfahren so langsam, was geschehen ist, ohne jedoch jemals nähere Angaben zu den “Wesen” zu erhalten.

Die ersten etwa 45 % des Buches lesen sich noch wie eine spannende Erzählung, für mich jedoch nicht so spannend, dass ich nicht hätte aufhören können, zu lesen. Auch der Horror hielt sich noch entspannt zurück. Aber dann nimmt das Buch an Fahrt auf, denn die Zustände spitzen sich zu, und es fällt schwer, das Buch zur Seite zu legen.

Ganz besonders der Umstand, dass wir die ganze Zeit im Unklaren gelassen werden, wer oder was diese “Wesen” sind, wie sie aussehen und was sie wollen, macht diese Story so erschreckend, denn wie soll man sich wehren und schützen, wenn man nicht genau weiß, wogegen – und vor allem, wenn man noch nicht einmal sieht, gegen wen man kämpft? Und anders herum war genau das der Punkt, der mich daran hinderte, das Buch in vollen Zügen zu genießen, denn mir fehlte da das Visuelle für das Kopfkino.

Die Vielschichtigkeit der vergleichsweise wenigen Charaktere ist hervorragend skizziert – so unterschiedlich sind die Menschen, so verschieden ihre Gedanken, Gefühle und Taten. Alle Personen bekamen ein Gesicht, und das obwohl sie größtenteils mit Augenbinden herumliefen.

Nach reiflicher Überlegung gebe ich 08/10 Punkte, eine 2+, denn letzten Endes hat mir das Buch doch richtig gut gefallen. Hätte ich bei 39 % noch nicht gedacht Zwinkerndes Smiley

Birdbox

Der erste Absatz:

Malorie steht in der Küche und überlegt.
Ihre Hände sind feucht. Sie zittert und tippt mit dem großen Zeh nervös auf den rissigen Fliesenboden. Es ist noch früh, die Sonne lugt wahrscheinlich gerade eben über den Horizont. Sie beobachtet, wie ihr dürftiges Licht die schweren Vorhänge vor dem Fenster in eine weichere Schattierung von Schwarz verwandelt, und denkt:
Das war Nebel.

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