06.09.2014

{Gelesen}: Die Stimme des Vergessens | S. Kornbichler

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Sabine Kornbichler
Die Stimme des Vergessens
Kristina Mahlow (2)
Piper, 11.08.2014
TB, 416 Seiten, 12,99 €
als ungekürztes HB bei audible erhältlich
Kindle-Edition: 9,99 €
ASIN: B00GZL7BMS
gelesen auf dem Kindle Paperwhite

Bewertung:

Inhaltsangabe (Amazon):

Als Kristina Mahlo das Haus des verstorbenen Albert Schettler betritt, sind die Zeichen seiner Paranoia unübersehbar. Die Türen sind mehrfach gesichert, alle Fenster vergittert. In einem Brief, den er hinterlassen hat, steht, jemand werde versuchen, an den brisanten Inhalt seines Bankschließfachs zu gelangen. Kristina hält das für Verfolgungswahn, doch dann werden die Unterlagen tatsächlich gestohlen. War Schettlers Angst begründet? Kristinas Recherchen bringen ungeahnte Wahrheiten ans Licht …

Meine Meinung:

Die Twitter-Leserunde, die sich für dieses Buch unter dem Hashtag #dsdv seit dem 01.09.2014 zusammengefunden hat, ist nun für mich beendet. Eine schöne Sache, und bestimmt nicht die letzte Leserunde, bei der ich teilgenommen habe.

Auch Sabine Kornbichlers zweiter Kriminalroman um die Nachlassverwalterin Kristina Mahlow dreht sich um einen spannenden Fall, bei welchem eine nicht alltägliche Ermittlerin nicht alltägliche Methoden anwendet, um hinter Geheimnisse zu kommen, die mit ihrem Aufgabengebiet eigentlich nichts mehr zu tun haben, die aber Verbrechen aufklären und für das gute Gefühl sorgen, den Fragen auf den Grund gegangen zu sein und sie gelöst zu haben.

Auch andere Eckpunkte des Romans sind nicht überall zu finden, denn auch die seltsamen Beziehungen und Leben der Menschen, die auf dem Hof leben und eine Gemeinschaft bilden, die ich in der Form noch in keinem anderen Krimi gefunden habe, sind etwas Besonderes und lassen Raum für noch so manchen Folgeroman.

Da das Buch wiederum in der Ich-Form als Kristina Mahlow geschrieben ist, fällt es dem Leser leicht, sich in die Nachlassverwalterin einzufühlen und ihre Gedankengänge und Beweggründe nachvollziehen zu können, wenn ich selbst mich auch nicht immer so verhalten hätte, wie sie es tat.

Bei der Leserunde stellte die Autorin die Frage, ob wir den Anweisungen des Verstorbenen an seine Nachlassverwalterin Folge geleistet oder wie Kris darüber hinweg gegangen wären. Nicht viele von uns hätten anders entschieden, ich war jedoch eine von ihnen. Und auch gegen Ende hätte ich als gebranntes Kind spätestens auf dem Waldparkplatz anders gehandelt.

Was den Täter betrifft hatte ich schon relativ früh einen Riecher, der sich dann auf dramatische Weise bestätigte. Auch was den auslösenden Moment angeht, hatte ich die richtige Ahnung, wenn ich auch nicht nachvollziehen kann, wie jemand dies zum Anlass nehmen und Menschen ermorden kann. Bei Mördern allerdings geht nicht immer alles logisch zu, denn in dem Fall würden sie von ihrem Vorhaben ablassen.

Zitat:

»Und das genügt Ihnen als Rechtfertigung, hier einzubrechen?« Er zog seine buschigen Brauen zusammen, vergrub die Fäuste in den Hosentaschen und drückte die Arme durch, wobei sich seine Schultern hoben. Er wirkte hin- und hergerissen zwischen dem Bedürfnis, uns davonzujagen, und seiner Sorge, dabei zu unterliegen.

Ein rundum gelungenes Krimi-Vergnügen. Auf den dritten Band, der 2015 erscheinen soll, freue ich mich jetzt schon.

Für mich 09/10 Punkte wert. Vielen Dank für das Lesevergnügen!

1. Das Verstummen der Krähe – 11/10 Punkte
2. Die Stimme des Vergessens – 09/10 Punkte

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