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03.07.2017

{Gelesen}: Trophäe | Steffen Jacobsen

170702 Trophäe
Autor: Steffen Jacobsen
Titel: Trophäe
Reihe: Lene Jensen & Michael Sander (1)
Übersetzerin: Maike Dörries
Genre: Skandinavischer Thriller
Verlag: Heyne, TB, 544 Seiten, [10.11.2014]
ISBN: 3453437624
auch als Kindle-Edition verfügbar
im Skoobe-Katalog enthalten

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Klappentext:

Mordlust
Als Elisabeth Caspersen im Nachlass ihres Vaters einen Amateurfilm findet, der eine perfide Menschenjagd zeigt, ist sie zutiefst bestürzt. Sie heuert den Privatdetektiv Michael Sander an, um der Sache auf den Grund zu gehen. Was Sander zutage fördert, ist an Grausamkeit nicht zu überbieten. Wenig später wird er selbst zum Gejagten.

Meine Meinung:

erschreckend, spannend, brutal

Eine einsame skandinavische Landschaft mit einem kleinen leeren Boot zeigend, passt das Cover absolut zu anderen skandinavischen Krimis und Thrillern anderer Autoren und schafft gleich die richtige Atmosphäre zum Lesen, noch bevor man damit anfängt. Es ist kalt dort und bringt bei den sommerlichen Temperaturen eine andere Art von Abkühlung.

Das Thema ist allerdings eines, das nicht für sanfte Gemüter geeignet ist, denn es geht um Menschenjagd. Da werden willkürlich Menschen ausgesucht, die damit nichts zu tun, sogar Familie haben und nur Urlaub machen wollen, werden gekidnappt, sogar gut ausgerüstet und dann nach einem Vorsprung gesucht, gejagt und zur Strecke gebracht. Durch Zufall kommt Elisabeth Caspersen an eine DVD mit einem kurzen Film, wie jemand ermordet wird und engagiert kurzerhand den ihr empfohlenen Privatdetektiv Michael Sander, der mit seiner Familie in England lebt und eigenständig brisante Aufträge übernimmt, um sie unter Lebensgefahr und bei hohem Honorar zu erledigen.

Steffen Jacobsens Schreibstil ist leicht, in der dritten Person gehalten und zeigt die Unterschiede der einzelnen Charaktere sehr gut auf. Da ich eine deutsche Übersetzung gelesen habe, kann es an der Übersetzerin liegen, dass mindestens 3 Ausdrücke nicht ganz richtig in den deutschen Sprachgebrauch bzw. Grammatik übersetzt wurden, aber da ich dies für mich nachfühlen konnte, ist dies kein wesentlicher Kritikpunkt. Der Plotaufbau ist sehr gut gelungen, der Spannungsbogen sinkt nie unter ein bestimmtes Level und steigt manchmal durch drastische Wendungen noch an. Manches ist dennoch vorhersehbar.

In diesem ersten Band der Reihe treffen der Privatdetektiv Michael Sander und die Kriminalkommissarin Lene Jensen aufeinander und ermitteln schließlich gemeinsam. Wenn ich mir auch manchmal gewünscht habe, sie mögen sehen, was ich als Leser bereits vor Augen hatte und die richtigen Schlüsse ziehen, sind sie dann doch trotz ihrer speziellen Aufgabengebiete recht einfache, normale Menschen, was sie mir trotz allem auch wieder sympathisch erscheinen ließen. Wir haben es mit keinen Übermenschen zu tun, sondern Menschen, die auch Fehler machen können.

Ein sehr spannendes Buch, das in der Konstellation der beiden Ermittler noch Spannendes erwarten lässt, und sicherlich auch eine Weiteentwicklung der Charaktere. Mir hat das Buch richtig gut gefallen, so dass ich dann doch 09/10 Punkte gebe.

Zitat (Erster Satz):

Als sie ihn fanden, sah er gerade die Sonne hinter dem Fjell westlich des Porsangerfjordes untergehen.
Prolog

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Bücher der Reihe:

1. Trophäe – gelesen 02.07.2017 – 09/10 Punkte
2. Bestrafung
3. Lüge (erscheint am 24.07.2017)

16.04.2017

{Gelesen}: Die Ahnen von Avalon | MZB / Diana L. Paxson

170416 Avalon2

Autorinnen: Marion Zimmer Bradley, Diana L. Paxson
Titel: Die Ahnen von Avalon
Reihe: Avalon (2)
Übersetzerinnen: Irene Gärtner, Irene Holicki
Genre: Mystery
Verlag: Diana, [Feb. 2006]
TB: 608 Seiten, ISBN: 3453350022
zur Zeit nur gebraucht erhältlich, keine eBook-Version
gelesen im Lesesessel, vom SuB 

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Klappentext:

Die Geschichte der ersten Tage von Avalon beginnt mit Tiriki, Priesterin und Prinzessin von Atlantis. Sie und die letzten Überlebenden ihres Volkes sind an der Küste Britanniens gestrandet. Tiriki weiß um ihre Aufgabe, ein Heiligtum für den alten Glauben an die Große Mutter zu errichten. Während dieser magische Ort unter großen Gefahren entsteht, erfüllen sich die Schicksale der Vorfahren von König Artus und dessen Schwester Morgaine.

Meine Meinung:

Erst viel später als der in der richtigen chronologischen Abfolge erschienene Erfolgsband “Die Nebel von Avalon” erschienen ist dieser zweite Band, als die Insel Avalon von den Ahnen König Artus’ entdeckt und besiedelt wurde. Lt. der Vorstellung von MZB waren dies Überlebende des Inselreiches Atlantis. In diesem Band haben sie und ihre Nachfolgerin Diana L. Paxson eine Welt geschaffen, die von Magie, Liebe, Gier und Schicksal zeugt.

Die Idee, den Steinkreisen, die noch immer Fragen über ihre Funktionalität offen lassen, eine machtvolle Bedeutung durch akustische Schwingungen zu geben, hat mich beeindruckt. Die beiden Protagonisten Tiriki, Priesterin des Lichts, und Micail, Hüter des Lichts, einst ein Herrscherpaar auf einer der Inseln Atlantis’, überleben den Untergang der Insel, werden jedoch getrennt und beginnen in Britannien an verschiedenen Orten mit weiteren Überlebenden ein neues Leben, immer die Prophezeiung im Hinterkopf, sie beide würden gemeinsam an einem neuen Ort für den Fortbestand der alten Magie sorgen.

Die Autorinnen schildern mit einfachen Worten anschaulich den Werdegang der Überlebenden und Ureinwohner Britanniens. Die Geschichte plätschert so dahin, ohne besondere Höhen und Tiefen, Spannung ist kaum vorhanden und nicht immer konnte ich tatsächlich die Handlungen der einzelnen Personen nachvollziehen. Dennoch ist dieser Band für mich eine interessante Idee zu der Vorgeschichte der Artus-Sage.

Ich gebe 06/10 Punkte.

Zitat:

Er wollte die Augen öffnen, aber auf seinem Gesicht lag ein kühles, graues Tuch.
Bin ich etwa krank? Er spürte einen dumpfen Druck in der Brust und hinter den Augen, seine Arme waren kraftlos und heiß, er konnte nicht einmal die Hand heben, um sich das feuchte Tuch abzunehmen.
Seite 145, Kapitel 6

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Bücher der Reihe:

1. Das Licht von Atlantis – beendet 06.03.2006 – 10/10 Punkte
2. Die Ahnen von Avalon – beendet 16.04.2017 – 06/10 Punkte
3. Das Schwert von Avalon
4. Die Hüterin von Avalon
5. Die Wälder von Albion
6. Die Herrin von Avalon
7. Die Priesterin von Avalon
8. Die Nebel von Avalon

21.03.2017

{Gelesen}: Das Vermächtnis der Wanderhure | Iny Lorentz

170319 Wanderhure3

Autoren: Iny Lorentz
Titel: Das Vermächtnis der Wanderhure
Reihe: Die Wanderhure (3)
Genre: Historischer Roman
Verlag: Knaur, [12.05.2006]
HC, 715 Seiten, gebraucht erhältlich, ISBN: 3426662027
TB, 728 Seiten, 9,99 €, ISBN: 3426513889
Kindle-Edition: 720 Seiten, 9,99 €, ASIN: B004X2X436
auch als gekürztes Hörbuch zu haben
gelesen vom SuB

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Inhaltsangabe (Amazon):

Marie lebt ein glückliches Leben mit Mann und Kind. Doch ihre Feinde haben die ehemalige Wanderhure nicht vergessen …
Als Maries Todfeindin Hulda erfährt, dass ihre Rivalin wieder schwanger ist, schmiedet sie einen perfiden Plan: Marie soll entführt und für tot erklärt werden. Zunächst scheint der Plan zu gelingen, und Michel, Maries Mann, trauert tief um die Liebe seines Lebens. Bald bedrängen ihn Hulda und ihre Verbündeten, sich wieder zu verheiraten. Marie ist währenddessen als Sklavin verkauft und verschleppt worden. Nur unter großen Gefahren für sich und ihr Kind und unter Einsatz ihres Lebens gelingt es ihr, den Weg in die Heimat zurück zu finden. Dort muss sie entdecken, dass Michel nicht mehr frei ist.

Meine Meinung:

Das Autorenpaar Iny Lorentz versteht es, Bestseller zu schreiben. Vor gut recherchiertem historischen Hintergrund haben sie eine Geschichte um die Kaufmannstochter Marie geschrieben und in mehreren Büchern fortgesetzt.

Sieht man einmal davon ab, dass die Protagonisten ziemlich unrealistisch schier Unmenschliches erleben und überleben und gerade für die Zeit des Mittelalters ein erstaunliches Alter erreichen, wird man gut und spannend unterhalten. Zog Marie im ersten Band noch als Wanderhure durch die deutschen Lande, wurde ihr Mann Michel im zweiten Band nach Böhmen verschleppt und sie nun im dritten nach Russland verkauft.

Doch auch hier gelingt es Marie nicht nur zu überleben, sondern zusammen mit neu gefundenen Freunden zu fliehen und über viele Hundert Kilometer und mehrere Länder nach Deutschland zurück zu kommen. 

Wir treffen hier auf engelsgleiche Gutmenschen wie Marie, aber auch auf das genaue Gegenteil, wir beobachten die Mächtigen beim Intrigieren und wie sie ohne Nachzudenken Hab und Gut, ja sogar das Leben verlieren. Immer mal wieder spricht jemand einen Satz laut aus und erschrickt über seine eigene Stimme.

Die Figur des Michel hat mich in diesem Buch enttäuscht. Nach Maries angeblichem Tod verfällt er in eine Art Depression, lässt sich ohne jeden Widerstand wieder verheiraten und sich von seiner neuen Frau das Zepter aus der Hand nehmen. Der Michel, den ich aus den vorigen Büchern kannte, war ein feuriger Mann, der wusste, was er wollte und dafür einstand.

Der Schreibstil allerdings ist der Zeit angemessen und äußerst anschaulich, geizt aber auch nicht mit schlüpfrigen Passagen und wirklich grausamen Szenen, mit vielleicht ein bisschen zu viel Gewalt.

Ich gebe 08/10 Punkte.

Zitat:

Frau Hulda stieß einen Schrei aus, als wolle ihr jemand einen Dolch ins Herz stoßen. “Nein! Nein! Dieser Hexe will ich nicht begegnen. Die ist schuld am Tod meines Gemahls!”
Seite 34, 4. Kapitel, 1. Buch

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Bücher der Reihe (Histo-Couch):

1. Die Wanderhure – beendet 24.01.2017 – 08/10 Punkte
2. Die Kastellanin – beendet 16.02.2017 – 08/10 Punkte
3. Das Vermächtnis der Wanderhure – beendet 21.03.2017 – 08/10 Punkte
4. Die Tochter der Wanderhure
5. Töchter der Sünde
6. Die Rache der Wanderhure
7. Die List der Wanderhure

16.02.2017

{Gelesen}: Die Kastellanin | Iny Lorentz

170216 Kastellanin

Autoren: Iny Lorentz
Titel: Die Kastellanin
Reihe: Die Wanderhure (2)
Genre: Historischer Roman
Verlag: Knaur, [01.04.2006]
HC, 608 Seiten, 19,99 €, ISBN: 3426661136
TB: 589 Seiten, 10,99 €, ISBN: 3426631709
(ich habe vor Jahren noch 8,95 € dafür bezahlt)
Kindle-Edition: 608 Seiten, 9,99 €, ASIN: B004X2X4J0
auch als gekürztes Hörbuch bei Audible erhältlich
gelesen im Lesesessel vom SuB

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Klappentext:

Marie lebt zufrieden mit ihrem Ehemann Michel Adler, den sie innig liebt. Ihr Glück scheint vollkommen, als sie ein Kind erwartet. Doch dann muss Michel in den Kampf gegen die aufständischen Hussiten ziehen. Er beweist so viel Mut, dass er zum Ritter geschlagen wird – und verschwindet nach einem grausamen Gemetzel spurlos. Nachdem Michel für tot erklärt wird, ist Marie ganz allein auf sich gestellt und sieht sich täglich neuen Demütigungen ausgesetzt. Schließlich bleibt ihr nur ein Ausweg: Sie muss von ihrer Burg fliehen. Voller Hoffnung, dass ihr Mann noch leben könnte, schließt sie sich als Marketenderin einem neuen Heerzug an. Es beginnt das Abenteuer ihres Lebens. Wird sie den geliebten Mann jemals wieder finden?

Meine Meinung:

Fast schon ein Markenzeichen des Autoren-Ehepaars ist es, dass vor historischem Hintergrund die Geschichte einer fiktiven Frau geschildert wird, die allen Widrigkeiten zum Trotz mit einer erstaunlich modernen Einstellung überlebt, und nicht selten geht es in deren Büchern auch mehrmals “zur Sache”.

Dieses ist der zweite Band der Wanderhuren-Reihe. Ein Umstand, der im Mittelalter äußerst selten vorkam war, dass ein Bürgerlicher sogar vom Kaiser selbst zum Ritter geschlagen wurde, und das auch noch ohne jemals Knappe gewesen zu sein. Michel, der von seinen Feinden oft “Wirtsbalg” genannt wird, weil er ein späterer Sohn eines Gastwirts ist, schafft es jedoch nicht nur, eine Burg als Kastellan zu erhalten, sondern wird, weil er dem Kaiser das Leben rettet, später gar zum Reichsritter geschlagen. Ein Aufstieg, den ihm viele neiden. Doch damit nicht genug hat auch Marie immer noch unter ihrer Vergangenheit zu leiden und wird von den neuen Burgherren furchtbar schikaniert, als es heißt, ihr Mann sei im Krieg gefallen.

Wir begegnen einer bunten Mischung der verschiedensten Menschen und treffen auch Hiltrud, Maries Retterin aus dem ersten Band wieder. Grausame, kaum geschönte Abschnitte über das Kriegsgeschehen wechseln sich mit den wundersamen Überlebenskünsten der Protagonisten ab, die letzten Endes fast unbeschadet diesen Abschnitt ihres Lebens überstehen. Auch ein bisschen Übersinnliches spielt hier mit, denn Marie als auch Michel sehen einander in den Träumen.

Alles in allem ist dies ein gewohnter “Iny Lorentz”: spannend, mit guten und bösen Menschen, Neidern und Hilfsbedürftigen, in jeder Weise lüsternen Männern und gewitzten Frauen, und ein bisschen zu blank poliert.

Ich gebe 08/10 Punkte.

Zitat:

Frau Kunigunde funkelte sie zornig an. “Hör mir doch richtig zu, Weib! Mein Mann will, dass du meinen Vetter Götz von Perchtenstein heiratest, und damit basta.”
Seite 149, 2. Teil, Kapitel 5

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Bücher der Reihe (Histo-Couch):

1. Die Wanderhure – beendet 24.01.2017 – 08/10 Punkte
2. Die Kastellanin – beendet 16.02.2017 – 08/10 Punkte
3. Das Vermächtnis der Wanderhure
4. Die Tochter der Wanderhure
5. Töchter der Sünde
6. Die Rache der Wanderhure
7. Die List der Wanderhure

25.01.2017

{Gelesen}: Die Wanderhure | Iny Lorentz

170124 Wanderhure

Autoren: Iny Lorentz
Titel: Die Wanderhure
Reihe: Die Wanderhure (1)
Genre: Historischer Roman
Verlag: Knaur [ April 2005]
TB: 607 Seiten, 10,99 €, ISBN: 3426629348
(ich habe vor Jahren noch 8,95 € dafür bezahlt)
HC: 608 Seiten, 19,99 €, ISBN: 3426661128
Kindle-Edition: 608 Seiten, 9,99 €, ASIN: B004WPHQUQ
auch als ungekürztes Hörbuch bei Audible erhältlich
gelesen im Lesesessel vom SuB

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Klappentext:

Die grausame Welt des Mittelalters und der Kampf einer Frau um ihr persönliches Glück.

Konstanz im Jahre 1410: Als Graf Ruppert um die Hand der schönen Bürgerstochter Marie anhält, kann ihr Vater sein Glück kaum fassen. Er ahnt nicht, dass es dem adeligen Bewerber nur um das Vermögen seiner künftigen Frau geht und dass er dafür vor keinem Verbrechen zurückschreckt. Marie und ihr Vater werden Opfer einer gemeinen Intrige, die das Mädchen zur Stadt hinaus treibt. Um zu überleben, muss sie ihren Körper verkaufen. Aber Marie gibt nicht auf…

Meine Meinung:

Wir schreiben das Jahr 1410, eine finstere Zeit, nicht nur in Deutschland. Frauen hatten damals absolut keine Rechte, waren auf einen Mann angewiesen und ohne einen solchen Beschützer Freiwild. Wie man in diesem Buch erfahren kann, gab es einige Schurken, die sich mit List und Tücke, Intrigen und Verrat an keusche Bürgerstöchter heranmachten und sie so ins Verderben stürzten.

Was mich besonders schockiert hat ist, dass niemand der Aussage einer Frau Glauben schenkte, sondern einfach Hörensagen hinnahm und aufgrund von falschen Indizien endgültige Urteile gesprochen wurden, die nicht selten die Menschen ins Unglück stürzten. Man freute sich, einen Mord möglichst rasch aufzuklären, egal, ob der vermeintliche Mörder ein unbescholtener Bürger war oder nicht. Hauptsache, man hatte einen Schuldigen. Außerdem war sich jeder selbst der Nächste und suchte, andere zu Fall zu bringen, um sich deren Güter zu bemächtigen. Selbst Kirchenmänner waren auf ihren eigenen Vorteil bedacht, und das älteste Gewerbe der Welt florierte.

Als Marie angeklagt, vergewaltigt und misshandelt wird, bleibt ihr nach dem Urteilsspruch nichts anderes übrig, als ihren Körper zu verkaufen, um zu überleben. In diesem Buch erfahren wir viel über ihre Gefühlswelt, ihren Werdegang und ihren Hass, ihre Pläne und auch ihre Großherzigkeit.

Dass sich am Ende plötzlich alles zum Guten wendet und sogar aus Marie wieder eine ehrbare Frau macht, kam mir denn doch etwas zu holterdipolter und ein bisschen märchenhaft vor.

Alles in allem las sich das Buch gut. Teilweise konnte ich in die Geschehnisse eintauchen und die Zeit vergessen. Der Schreibstil ist dem Mittelalter angemessen, die Eckdaten wurden gut recherchiert und in die Geschehnisse eingewoben. Wer Historische Romane ohne Beschönigungen mag, liegt bei dem Autoren-Ehepaar auf jeden Fall nicht falsch.

Ich gebe 08/10 Punkte für den ersten Band der Reihe.

Zitat:

Erwartungsvolles Raunen begrüßte den Richter, seine Beisitzer und den Gerichtsschreiber. Den vier Mönchen folgte Magister Ruppertus mit seinen Zeugen. Die meiste Aufmerksamkeit aber lenkte Hunold auf sich, der Marie wie ein Kalb am Strick hinter sich herzog.
Kapitel VII, Seite 67

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Bücher der Reihe (Histo-Couch):

1. Die Wanderhure – beendet 24.01.2017 – 08/10 Punkte
2. Die Kastellanin
3. Das Vermächtnis der Wanderhure
4. Die Tochter der Wanderhure
5. Töchter der Sünde
6. Die Rache der Wanderhure
7. Die List der Wanderhure

11.09.2016

{Gelesen}: Killmore … was niemand wissen darf | N. Jamet & M.-A. Le Pezennec

160911 Killmore

Autorinnen: Nicole Jamet & Marie-Anne Le Pezennec
Titel: Killmore … was niemand wissen darf
Reihe: Fortsetzung von Dolmen…
Übersetzerin: Susanne Schmitz
Genre: Thriller, Mystery
Verlag: Knaur, [2008]
HC: 512 Seiten, ab 9,90 €, ISBN: 3426663023
TB: 512 Seiten, ab 0,67 €, ISBN: 342663984X
keine Kindle-Edition
als Audio-CD erhältlich

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Klappentext:

Der neue Spannende Thriller der französischen Bestsellerautorinnen

Gebrandmarkte Leichen, rätselhafte Runensteine, keltische Gräber… Ist die legendäre scharlachrote Königin auf die Insel Killmore zurückgekehrt? Oder spielt jemand mit den Dämonen der Vergangenheit?

Die Polizistin Marie Kermeur fährt nach Irland, um die Familie ihrer Mutter kennenzulernen und ihren Kollegen Lucas Fersen zu heiraten. Maries Glück ist jedoch nur von kurzer Dauer, denn jemand scheint es auf ihre Familie abgesehen zu haben, und für Marie beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod…

Meine Meinung:

Erinnert ihr euch noch an die (ich glaube, es waren 3) Folgen der französischen Kurzreihe “Dolmen – Das Sakrileg der Steine”, die vor einigen Jahren ausgestrahlt wurden? Ich weiß noch, dass ich mir alle Folgen angesehen habe, dass mich das Ganze sehr fasziniert hat.

Und dann finde ich auf der Düsseldorfer Büchermeile dieses gebundene Buch zu einem Schnäppchenpreis und hab es in meinen SuB gestellt. Jetzt endlich bin ich dazu gekommen, es zu lesen, aber wenn ich ganz ehrlich sein soll, hätten sich die Autorinnen diese Fortsetzung sparen können, denn irgendwie ist dies ein Abklatsch des ersten Buchs, wenn hier auch die Steine nicht geblutet haben. Dafür gab es andere “Zeichen” und jede Menge Verwicklungen.

Der Schreibstil ist flüssig, Vieles wird erst mit der Zeit aufgedeckt und demaskiert, Spannung ist vorhanden, und doch war ich mehrmals versucht, das Buch wieder ins Regal zurück zu stellen, denn ich empfand es als “zu viel” – zu viele Verwicklungen, zu viele Geheimnisse, zu viele Gefühle und zu viel Gesülze.

War Marie im Buch der Dolmen noch mit Christian zusammen und verliebte sich dann in ihren Kollegen Lucas, so dass sie mit Christian Schluss machte, so taucht in diesem Buch Christian gleich zu Anfang wieder auf, weil Marie ihren Lucas heiraten will. Und nun glaubt es oder nicht, aber dieser Mann ist immer noch völlig vernarrt in sie, und sie trifft sich ständig weiter mit ihm… Gut, er will sie beschützen, und sie hat allen Schutz nötig, und doch. Ich kann dieses Hin und Her nicht begreifen.

Und noch eins: Ein Mann, der als tot gilt, taucht nicht nur auf, sondern nimmt die Stelle eines anderen Mannes ein – und niemand merkt etwas? Dass auch er sich um Marie kümmert, ist wirklich von Vorteil, aber dennoch (hä?).

Letzten Endes hat mich die Auflösung nicht mehr vom Hocker gehauen, denn inzwischen hätte ich alles geglaubt. In diesem Buch wird mit Effekten nicht gegeizt.

Schade. Da habe ich eindeutig mehr erwartet. Dennoch, wenn ich von der Story, dem Potential, dem Keltischen und den Finten ausgehe, so ist das Buch zumindest nicht schlecht. Nicht unbedingt mehr meins, weil ich die “Dolmen” schon kenne, aber vielleicht das absolut Richtige für jemand anderen. Ich gebe 06/10 Punkte.

Zitat:

An dem Tag, als sie mir den Weg zur Erlösung zeigten, begann ich an die Macht der Oghamsteine zu glauben.
1. Satz

Bücher der Autorinnen:

1. Dolmen … vergessen sollst du nie
2. Killmore … was niemand wissen darf – beendet 11.09.2016 – 06/10 Punkte

27.08.2016

{Gelesen}: Märchenwald | Martin Krist

160827 Märchenwald

Autor: Martin Krist
Titel: Märchenwald
Reihe: Paul Kalkbrenner (5)
Genre: Thriller
Verlag: Ullstein [12.08.2016]
TB: 416 Seiten, 9,99 €, ISBN: 3548287646
Kindle-Edition: 416 Seiten, 8,99 €, ASIN: B0187AFGWG
hier: Rezensionsexemplar vom Autor – DANKE !!!
gelesen im Liegestuhl auf dem Balkon im Schatten bei 32 Grad
mit Blaubeermilchshake Smile

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Klappentext:

Zwei verlassene Kinder.
Eine verängstigte Frau.
Eine furchtbare Enthüllung.

Mitten in der Nacht werden Max und Ellie von ihrer Mutter geweckt. “Geht zu Opa…”, hören die Kinder sie noch flüstern, als sie sie in den Wandschrank sperrt, dann fliegt krachend die Haustür auf. Ihre Mutter schreit. Um Ellie zu beruhigen, erzählt Max ihr die Geschichte vom Märchenwald.
Während die beiden auf dem Weg zu ihrem Großvater sind, erwacht auf dem Alexanderplatz eine junge Frau blutüberströmt und ohne Gedächtnis. Im Wedding stehen die Mordermittler Paul Kalkbrenner und Sera Muth vor dem rätselhaftesten Fall ihrer Karriere. Und der Märchenwald birgt nichts Gutes.

Meine Meinung:

Boah, wo fang ich an? Irgendwie habe ich es ja immer noch nicht geschafft, alle Bücher, die der Autor unter diesem Pseudonym geschrieben hat, zu lesen. Es gibt einfach viel zu viele Bücher auf meiner langen “Want-to-read-Liste”, aber ich glaube, es macht überhaupt nichts, dass ich aus der Paul Kalkbrenner-Reihe bisher nur Band 4 und 5 gelesen habe, mir fehlt rein gar nichts, und ich wurde auch nicht mit ellenlangen Rückblenden aus den vorher gehenden Romanen gelangweilt – das schon mal vorweg (soll aber nicht heißen, dass ich die Bände 1-3 nicht noch lesen werde… sie sind irgendwo auf meinem Kindle und kommen auch noch dran – versprochen Winking smile )

Fakt ist, Martin Krist ist ein wirklich “harter Bursche”. Er nimmt sich Themen vor, die es in sich haben und den Thrill die ganze Zeit aufrecht erhalten, was nicht zuletzt auch seinen sehr kurzen Kapiteln geschuldet ist, die jeweils Szenenwechsel in den verschiedenen Handlungssträngen beinhalten. Ein Markenzeichen des Autors, will mir scheinen. Mir gefallen die kurzen Kapitel sehr gut, dies macht es für mich leichter, zwischendurch einmal eine Pause einzulegen, wenn ich auch letzte Nacht nach 40 minütigem Herumwälzen einfach das Licht wieder an machte und weiter las Winking smile Es war einfach zu spannend…

Ein wenig war ich verwirrt, als ich nach dem Prolog (siehe mein Zitat) von Max las und der Nacht, als das Abenteuer der beiden Kinder im Märchenwald begann. War es ein Traum? Den Max träumte? Wobei, im Nachhinein noch einmal gelesen – so war es doch tatsächlich… oder? Nur war es kein Junge…

Der Autor schont uns Leser keineswegs, und auch seinen Ermittler nimmt er ziemlich hart ran. Er kommt kaum noch zum Schlafen und schlittert von einer persönlichen Katastrophe in die nächste und hat zudem einen äußerst schwierigen Fall zu lösen, bei dem aber auch nichts zu passen scheint und jemand vollkommen sauber hinter sich aufräumt. Und dann das schrecklichste Thema, das ich mir vorstellen kann und womit ich durch Hannibal Lecter vor Jahren zum ersten Mal in Berührung kam.

Mir hat der Thriller wieder viele Stunden atemberaubende Spannung beschert. Ich gebe 09/10 Punkte und bedanke mich noch einmal ganz herzlich für das Rezensionsexemplar Red heart

Erster Satz:

Der Junge ist nackt, als er erwacht.


Bücher des Autors als Martin Krist:
Paul Kalkbrenner

1. Wut
2. Gier
3. Trieb
4. Engelsgleich – rezensiert 18.12.2014 – 11/10 Punkte
5. Märchenwald – beendet 27.08.2016 – 09/10 Punkte

- Die Mädchenwiese – rezensiert 01.09.2012 – 10/10 Punkte
- Kalte Haut
- Drecksspiel – rezensiert 17.10.2013 – 10/10 Punkte
- Der Tod steckt im Detail – rezensiert 14.11.2015 – 10/10 Punkte

24.07.2016

{Gelesen}: Das Spiel des Sängers | Andrea Schacht


© Elke Röhrig (Sunsy)

Autor: Andrea Schacht
Titel: Das Spiel des Sängers
Genre: Historischer Roman
Verlag: Blanvalet, [28.06.2010]
HC, 640 Seiten, gebraucht ab 1,80 €
ISBN: 3764503483
TB, 640 Seiten, 9,99 €
ISBN: 3442374758
Kindle-Edition: 8,99 €
ASIN: B004P1J8VC
gelesen am Tisch und auf dem Sofa, ohne Leselotte

Inhaltsangabe:
Liebe, Mord und Minnesang…

Burg Langel im ausgehenden Mittelalter. Seit dem gewaltsamen Tod des Burgherrn Eberhard ist die Lehensnachfolge ungeklärt. Ritter Ulrich von der Arken will die Burg nun neu vergeben. Eine erlauchte Gesellschaft findet sich ein; ein jeder der Gäste erhebt Anspruch auf das Lehen. Bis man sich einig wird, soll Minnesänger Hardo Lautenschläger des Abends mit seinen Künsten für Unterhaltung sorgen. Niemand ahnt, welches Geheimnis Hardo mit Burg Langel verbindet – und mit der holden, aber spitzzüngigen Engelin van Dyke, die an Hardos abendlichen Gesängen so gar keinen Gefallen zu finden scheint
Meine Meinung

Andrea Schacht gehört zu den AutorInnen historischer Romane, die ich sehr schätze. Mit Witz und Humor schreibt sie einen Stil, der an die mittelalterliche Sprache durchaus erinnert, befasst sich hier mit Minne, aber auch Mord- und Unglücksfällen und der Aufklärung derselben, was gar nicht so einfach ist, denn die Menschen waren verschreckt, verstockt, furchtsam und hielten lieber den Mund, als die Wahrheit zuzugeben.

Spannung, Aberglauben, Unkeuschheit und ein außergewöhnliches Erzähltalent des Sängers haben mich auf Schritt und Tritt durch die Burg bei Köln begleitet und mir so manch schöne Stunde beschert. Der Erzählstil wechselt hier auch ein wenig. Teilweise wird von Hardo selbst berichtet, dann in der Ich-Form, oder aber die Geschehnisse mittels der dritten Person in Erzählform geschildert. Zum Schluss gibt es dann sogar noch einen Epilog von Engelin in der Ich-Form. Aber auch ein Personenverzeichnis findet sich im Anhang, um dem Leser das Unterscheiden der einzelnen Figuren zu erleichtern.

Das Spätmittelalter befindet sich im Wandel. Der Handel blühte, es gab immer mehr Ware aus fernen Ländern zu kaufen, und selbst die bürgerlichen Frauen fand man nicht immer nur im Haushalt, sondern auch in Kontoren, wo sie die Bücher ihrer Männer führten. Eine interessante Zeit.

Das Buch hat schon länger darauf gewartet, von mir verschlungen zu werden - da sieht man mal wieder, wie unhandlich so ein gebundenes großes Buch ist, man nimmt es nicht mehr so gern mit, sondern greift lieber zum eReader.

Ich gebe 09/10 Punkte.

Zitat:
»Ein Handelsherr aus Köln mit seiner Tochter erreichten die Burg kurz vor Euch, Meister Hardo.«
Heilige Apollonia von den Zahnschmerzen, was für ein Auftrieb.
»Ein erlauchter Kreis, Herr Ulrich. Und zu welchem Zweck treffen wir uns hier?«
»Um Eurer Kunst zu lauschen, Meister Lautenschläger. Singt uns Euer minniglich Lied, und erzählt uns Heldenmären, um uns zu erbauen.«

© Elke Röhrig (Sunsy)

Bücher der Autorin:

Bücher der Reihen um die Begine Almut und ihre Tochter Alyss:
1. Der dunkle Spiegel – beendet 22.08.2006 – 09/10 Punkte
2. Das Werk der Teufelin – beendet 25.08.2006 – 10/10 Punkte
3. Die Sünde aber gebiert den Tod – beendet 28.06.2008 – 10/10 Punkte
4. Die elfte Jungfrau – rezensiert 21.10.2009 – 09/10 Punkte
5. Das brennende Gewand – rezensiert 10.03.2014 – 10/10 Punkte
1. Gebiete sanfte Herrin mir – beendet 30.04.2016 – 08/10 Punkte
2. Nehmt Herrin diesen Kranz
3. Der Sünde Lohn
4. Mit falschem Stolz
5. Das Lied des Falken 

Einzelromane:
- Das Spiel des Sängers - beendet 24.07.2016 - 09/10 Punkte 

>Diesen Beitrag habe ich innerhalb von 3 Tagen langsam auf dem Tablet erstellt.<

20.05.2016

{Gelesen}: Kein Rauch ohne Feuer | Peter Robinson

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Autor: Peter Robinson
Titel: Kein Rauch ohne Feuer 
Reihe: DCI Alan Banks (14)
Genre: Englischer Krimi
Übersetzer: Andrea Fischer 
Verlag: Ullstein [Januar 2008]
HC, 464 Seiten, neu ab 11,00 €
ISBN: 3550084986
TB, 461 Seiten, neu ab 8,95 €
ISBN: 3548268196
auch als gekürzte Hörbuchfassung erhältlich
hier: gelesen vom physischen SuB 

Bewertung:

Klappentext:

Die Nacht ist hell erleuchtet, als auf dem abgelegenen Seitenarm eines Kanals in Yorkshire zwei Hausboote lichterloh brennen. In den Flammen kommen ein exzentrischer Künstler und eine junge drogenabhängige Frau ums Leben. Für den erfahrenen Inspector Alan Banks gibt es keinen Zweifel, dass es sich um Brandstiftung handelt – doch für wen war das Inferno bestimmt?

“Die Alan-Banks-Krimis sind zurzeit die beste Serie auf dem Markt … Lesen Sie einen und sagen Sie mir, ob ich Unrecht habe.”
(Stephen King)

Meine Meinung:

Wieder einmal konnte ich ein Buch von meinem physischen SuB lesen und diesen somit um 1 reduzieren Winking smile, was macht es da schon, dass mir ein paar in der Reihe dazwischen fehlen? Wenn ich mir so meine Bewertungsskala ansehe (sh. unten), war dies sicherlich eine gute Entscheidung.

Dieser Band hat mir bislang am besten gefallen. Zwar werden frühzeitig Fährten gelegt, die mich als Leser nicht unbedingt verwirrten, mich vielmehr bereits in die richtige Richtung schubsten, doch war das Buch von Anfang bis Ende spannend und ließ mich kaum inne halten.

Während wir Inspector Banks natürlich kennen, um seine gescheiterte Ehe und die Kinder wissen und auch einige seiner Kollegen begegnet sind, haben wir es selbstredend mit einem neuen, abgeschlossenen, Fall zu tun und somit auch mit einigen neuen Personen. Alle Charaktere sind auch für Leser, die erst hier einsteigen sollten, sehr gut ausgearbeitet und durch viele gedankliche Rückblenden detailliert beschrieben, die Gegend kommt vielen von uns, die viel britische Literatur lesen, bekannt vor, so dass es ein Vergnügen ist, den Ausführungen des Autors zu folgen.

In diesem Fall geht es um Brandstiftung und Mord. Schrecklich, wie schnell ein Haus allein durch Brandbeschleuniger bis auf die Grundmauern abbrennt und sobald das Feuer ausgebrochen ist, eigentlich niemand mehr hinein kann, um zu helfen. Selbst, wenn sofort die Feuerwehr gerufen wird, dauert es immer noch einige Minuten, bis sie wirklich vor Ort ist (logisch), und zwar löschen, aber niemanden mehr retten kann. Verdächtige gibt es natürlich ein paar, aber ist es wirklich einer von ihnen gewesen? Was ist das Motiv? Was verbindet die Brände und Opfer miteinander?

Ein spannender Krimi, der viel Menschliches enthüllt und einige aufregende Lesestunden beschert. Ich gebe 10/10 Punkte.

Zitat:

“Beim allgemeinen Screening entdeckte die Spektralanalyse sowohl im Blut von Thomas McMahon als auch bei Roland Gardiner Flunitrazepam. Ein Vergleich legt nahe, dass es sich in beiden Fällen um dieselbe Droge handelt.”
S. 266

160520 Feuer

Bücher der Reihe:

  1. Augen im Dunkeln – beendet 05.07.2009 – 08/10 Punkte
  2. Eine respektable Leiche – beendet 18.01.2010 – 09/10 Punkte
  3. Ein unvermeidlicher Mord – beendet 29.06.2010 – 08/10 Punkte
  4. Verhängnisvolles Schweigen – beendet 17.02.2013 – 09/10 Punkte
  5. In blindem Zorn – beendet 29.12.2008 – 09/10 Punkte
  6. Das verschwundene Lächeln – beendet 23.02.2014 – 09/10 Punkte
  7. Die letzte Rechnung – beendet 01.02.2015 – 09/10 Punkte
  8. Der unschuldige Engel – beendet 08.02.2015 – 09/10 Punkte
  9. Das blutige Erbe
  10. In einem heißen Sommer
  11. Kalt wie das Grab
  12. Wenn die Dunkelheit fällt
  13. Ein seltener Fall
  14. Kein Rauch ohne Feuer – beendet 20.05.2016 – 10/10 Punkte
  15. Eine seltsame Affäre
  16. Im Sommer des Todes
  17. Wenn die Dämmerung naht
  18. Inspector Banks kehrt heim

01.05.2016

{Gelesen}: Gebiete sanfte Herrin mir | Andrea Schacht

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Autor: Andrea Schacht 
Titel: Gebiete sanfte Herrin mir 
Reihe: Alyss (1)
Genre: Historischer Roman
Verlag: Blanvalet Taschenbuch [08.06.2009]
TB, 416 Seiten, 9,95 €
ISBN: 3442371236
Kindle-Edition: 8,99 €
ASIN: B004OL2TVO
auch als gekürzte Hörbuch-Ausgabe bei Audible erhältlich 

Bewertung:

Inhaltsangabe (Amazon):

Start einer neuen Mittelaltersaga um Alyss, die Tochter der Begine Almut
Ein Raubmord in Köln! Die junge Alyss tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter Almut und beginnt zu ermitteln, und was sie in Erfahrung bringt, erschüttert sie in ihren Grundfesten …
Begine Almut hat ihren Spürsinn und ihre Scharfzüngigkeit an ihre Tochter Alyss vererbt.
Spannend und gewitzt, lässt Alyss nicht locker, bis sie den Mörder eines Tuchhändlers gestellt und überführt hat

Meine Meinung:

Wer historische Romane ohne Schlachten, dafür aber mit detektivischen Einlagen und Lokalkolorit (wir befinden uns in Köln) mag, ist bei Andrea Schacht an der richtigen Adresse. Die Bücher der Reihe um die Begine Almut habe ich richtiggehend verschlungen. Mit viel Witz und Charme ermittelten der Benediktiner Ivo vom Spiegel und die Begine Almut Bossart und wurden schließlich ein Paar. Ihre Gene leben weiter, und deren Tochter Alyss muss den Dingen ebenso auf den Grund gehen wie ihre Eltern.

Besonders hervorzuheben ist in diesen Reihen die altertümliche Sprache, die weder aufgesetzt klingt noch zu schwer zu verstehen ist. Sie passt ganz einfach genau in diese Zeit. Andrea Schachts Romane basieren immer auf historischen Fakten und Hintergrundwissen. Ihre Protagonisten sind natürlich erdacht, aber so manche historische Persönlichkeit spielt dennoch hin und wieder mit bzw. wird erwähnt. Auch historische Begebenheiten wie die neue Stadtverfassung, die 1396 in Kraft tritt, finden Erwähnung, ohne den Leser zu langweilen.

Ohne zu spoilern kann ich gar nicht sagen, warum ich dieses Mal nur 08/10 Punkte vergebe, obwohl ich auch bei diesem Buch ab dem 2. Drittel gefangen war und die Geschichte genoss. Nur so viel: Es gibt ein bis zwei “Dinge”, die meines Erachtens nicht so recht passen und keine direkte Relevanz hatten. Vielleicht sind sie aber für die Reihe von Bedeutung und erklären sich in einem der späteren Bände. In diesem ersten Band jedenfalls kamen sie mir unpassend vor und haben mich etwas verwirrt.

Nichts desto Trotz ist auch der Auftakt der neuen Reihe wert, gelesen zu werden. Ich gebe 08/10 Punkte.

Zitat:

“Strolche und Schelme, beide. Aber keine bösen Buben.”
”Nein, das nicht. Aber Strafe muss sein.”
”Es gehört einiges dazu, mit dem Wagen bei der Geschwindigkeit durch das Tor zu kommen.”
”Sicher. Aber Strafe muss sein.”
”Frieder wird im Stehen essen müssen.”
”Fürchte ich auch. Aber Strafe muss sein.”
S. 202, 21. Kapitel

160430 Herrin

Bücher der Reihen um die Begine Almut und ihre Tochter Alyss:

1. Der dunkle Spiegel – beendet 22.08.2006 – 09/10 Punkte
2. Das Werk der Teufelin – beendet 25.08.2006 – 10/10 Punkte
3. Die Sünde aber gebiert den Tod – beendet 28.06.2008 – 10/10 Punkte
4. Die elfte Jungfrau – rezensiert 21.10.2009 – 09/10 Punkte
5. Das brennende Gewand – rezensiert 10.03.2014 – 10/10 Punkte

1. Gebiete sanfte Herrin mir – beendet 30.04.2016 – 08/10 Punkte
2. Nehmt Herrin diesen Kranz
3. Der Sünde Lohn
4. Mit falschem Stolz
5. Das Lied des Falken

(Quelle: Histo-Couch)

23.04.2016

{Gelesen}: Das Herz eines Highlanders | Karen Marie Moning

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Autor: Karen Marie Moning 
Titel: Das Herz eines Highlanders 
Reihe: Die Highlander-Saga (2)
Genre: Mystery, Romantik, Legende, Liebesroman
Übersetzer: Thomas Mück 
Verlag: Ullstein TB [2005]
HC, 415 Seiten, gebraucht ab 0,38 €
ISBN: 3828979025
TB, 414 Seiten, gebraucht ab 0,01 €
ISBN: 3548251919 

Bewertung:

Inhaltsangabe (Amazon):

Sein Clan besitzt übernatürliche Kräfte, doch der Krieger Gavrael McIllioch wird vom dunklen Schicksal seiner Vorfahren verfolgt. Mit allen Mitteln versucht er, sich und seine Leute vor den bösen Mächten zu schützen. Doch dann soll seine große Liebe, die wunderschöne Jillian St. Clair, an einen Fremden verheiratet werden. Gavrael muss sich entscheiden - zwischen der Sicherheit seines Clans und der Übermacht einer einzigartigen Liebe.

Meine Meinung:

Die Autorin präsentiert uns eine 8teilige Reihe von ganz besonderen Liebesromanen. Die ersten beiden Bände wurden sogar noch im 20. JH geschrieben! Das Besondere steckt genau wie bei den Romanen von Juliet Marillier in den Legenden und Märchen der Kelten, die die Grundlage für die wunderschönen Geschichten und romantischen Liebesromane voller Leidenschaft bilden. Und da haben die Kelten ja wirklich einiges zu bieten! Hier geht die Legende vom Berserker sogar auf den Wikingergott Odin zurück.

Mich hat seinerzeit nicht nur die Cover der Reihe, sondern auch die Themen Schottland, Highlands und Zeitreise magisch angezogen. Ich musste sie haben, auch wenn nun inzwischen 10 Jahre zwischen dem gelesenen 1. und nun 2. Band liegen. Erst einmal alle Reihen sammeln und im SuB horten, dachte ich mir. Zum Lesen habe ich ja noch jede Menge Zeit Winking smile Inzwischen habe ich wirklich zu kämpfen, um meinen angesammelten SuB tatsächlich abzubauen, denn es kommen doch tatsächlich jeden Monat jede Menge neuer Bücher dazu, ob nun gekauft, geliehen oder vom Verlag bzw. Autoren als Leseexemplar bereitgestellt. Doch nun habe ich wieder Blut geleckt, und es werden garantiert keine 10 Jahre vergehen, bevor ich Band 3 in die Hand nehme.

Wer die Highland-Saga von Diana Gabaldon und die Bücher von Juliet Marillier liebt, sich leicht verzaubern lässt und romantischer Leidenschaft einiges abgewinnen kann, wird diese Reihe sicherlich auch mögen. Mich jedenfalls hat das zweite Buch wieder in seinen Bann gezogen. Geradezu berauscht habe ich Seite um Seite gelesen und auf ein Happy End gelauert. Natürlich habe ich als erfahrene Leserin Einiges frühzeitig durchschaut, das schmälerte den Genuss jedoch keinesfalls. Und, was einige Leserinnen interessieren dürfte – man muss Band 1 nicht gelesen haben, um sich an diesem Band erfreuen zu können. Ich habe ihn zwar gelesen, aber wie gesagt vor 10 Jahren, und ich habe nicht noch einmal nachgeschaut (hätte ich aber können, wenn ich hier nicht zurecht gekommen wäre).

Das Buch ist perfekt zum Träumen, fantasievoll geschrieben, spannend, und diesmal sogar ohne Zeitreise und Feen.

Ich gebe 09/10 Punkte.

Zitat:

Keltische Legende
Der Legende nach können die Kräfte des Berserkers – übernatürliche Stärke, Tapferkeit, Männlichkeit und Klugheit – von einem Mann für den Preis seiner Seele erworben werden…
Erster Satz

160423 Highlander2

Bücher der Reihe:

1. Zauber der Begierde – beendet 09.05.2006 – 11/10 Punkte
2. Das Herz eines Highlanders – beendet 23.04.2016 – 09/10 Punkte
3. Küss mich, Highlander
4. Die Liebe des Highlanders
5. Der dunkle Highlander
6. Der unsterbliche Highlander
7. Im Zauber des Highlanders
8. Das Geheimnis der Highlands

28.03.2016

{Gelesen}: Verführung in Manhattan | Nora Roberts

Die Osterfeiertage sind fast vorüber, aber für mich haben sie sich mehr als gelohnt! Ich habe nicht nur meine Wohnung auf Vordermann gebracht und Besuch empfangen, ich war auch 2x beim Sport, habe mir einen Kaninchenbraten bereitet, war am sonnigen Samstag lange spazieren, habe eine weitere Folge OUTLANDER gesehen und gelesen, was das Zeug hält. Somit habe ich 3 ganze Bücher innerhalb der 4 Tage verschlungen. Gar nicht mal schlecht Winking smile

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Autor: Nora Roberts
Titel: Verführung in Manhattan 
Reihe: Die Stanislaskis (2)
Genre: Liebesroman
Übersetzer: Louisa Christian 
Verlag: MIRA Taschenbuch [10.09.2015]
TB, 304 Seiten, 9,99 €
ISBN: 3956492315
Kindle-Edition: 5,99 €
ASIN: B00585KB2O
hier: gelesen im Ohrensessel, Gewinn 

Bewertung:

Inhaltsangabe (Amazon):

Nichts in ihrem behüteten Leben hat Sydney Hayward darauf vorbereitet, die Leitung des Familienkonzerns zu übernehmen. Doch die Geschäftsfrau stürzt sich voller Tatendrang in die neue Aufgabe – deshalb hat sie auch keine Zeit für Ablenkungen. Egal, wie groß die Versuchung auch sein mag. Und Mikhail Stanislaski stellt ihre Standhaftigkeit sehr auf die Probe. Dabei ist der temperamentvolle Künstler ein Musterexemplar eines Machos. Aber sobald Sydney seine starken Hände auf ihrer Haut spürt, scheint die Pflicht vergessen. Dennoch ist sie nicht bereit, erneut jemandem ihr Herz zu öffnen. Da hat Sydney allerdings Mikhail unterschätzt: Er ist ein Mann, der keine halben Sachen macht!

Meine Meinung:

Dieses Taschenbuch war mit in dem Bundle, das ich bei einer Blogtour gewonnen habe. Zu spät habe ich gesehen, dass es bereits der 2. Band einer Reihe ist, aber letzten Endes dürfte es nicht viel ausmachen, dass mir der erste Band noch nicht geläufig ist. Ich hatte durchaus den Eindruck, das Buch losgelöst von den anderen lesen zu können.

Nora Roberts hat in dieser Geschichte die Mentalität und das Temperament der Ukrainer sehr gut eingefangen. Mir haben vor allem die Szenen bei der Familie richtig gut gefallen. Beim Lauschen hatte ich fast das Gefühl, auch in einer italienischen Familie stehen zu können, da nimmt sich das Temperament und die Ausstrahlung offenbar nicht viel. Sydney ist keinesfalls die erste Frau, die sich kopfüber in einen Mann mit einem solchen Temperament verliebt.

Dieses Buch lädt in erster Linie zum Träumen ein. Ein solches Luftschluss hat bestimmt jedes junge Mädchen schon geträumt, und da die Story ein Happy End hat, nimmt man das Buch auch immer wieder gerne zur Hand. Es liest sich wie gehabt locker und leicht, man ist versucht, dem einen oder anderen gern mal gegen das Schienbein zu treten, also inmitten der Geschehnisse und genießt ein paar prickelnde, atemberaubende Stunden. Ich jedenfalls habe die Lektüre sehr genossen und gebe daher 09/10 oder 87/100 Punkte.

Zitat:

“Mutter, dazu habe ich wirklich keine Zeit.”
”Sydney, Liebes, für eine Tasse Tee hat man immer Zeit.”
2. Kapitel, Seite 41

160328 Manhattan

Bücher der Autorin in meinem Bücherregal:

Die Sehnsucht der Pianistin – beendet 26.02.2016 – 08/10 Punkte
Das schönste Geschenk – beendet 25.03.2016 – 08/10 Punkte
Verführung in Manhattan – beendet 28.03.2016 – 09/10 Punkte

26.03.2016

{Gelesen}: Das schönste Geschenk | Nora Roberts

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Autor: Nora Roberts
Titel: Das schönste Geschenk 
Reihe: (Einzelroman)
Genre: Liebesroman
Übersetzer: Annette Keil 
Verlag: MIRA Taschenbuch [10.09.2015]
TB, 304 Seiten, 9,99 €
ISBN: 3956492331
Kindle-Edition: 5,99 €
ASIN: B00GRUG01U
hier: gelesen ohne Hilfsmittel im Lesesessel
Vielen Dank für den Buchgewinn!

Bewertung:

Inhaltsangabe (Amazon):

Für Sharon erfüllt sich ein Herzenswunsch: In einem idyllischen Städtchen erbt sie ein Haus, in dem sie ihr lang erträumtes Antiquitätengeschäft eröffnen will. Allerdings muss das Gebäude zuerst saniert werden. Wie gut, dass ihr Nachbar Victor Banning vom Fach ist. Sofort engagiert sie den attraktiven Handwerker für die Reparaturen. Aber die Zusammenarbeit gestaltet sich schwierig. Denn seit ihrer ersten Begegnung weiß Sharon, dass Victor der Mann ist, auf den sie immer gewartet hat. Im Gegensatz zu Victor, der nicht an tiefe Gefühle zu glauben scheint. Kann Sharon ihn überzeugen, dass sie die Richtige für ihn ist?

Meine Meinung:

Eine junge Frau kehrt in ihren Heimatort zurück, um ihr Haus umzubauen und einen kleinen Antiquitätenladen zu eröffnen. Der Beruf der Lehrerin scheint nichts für sie zu sein, sie meint, sie würde wie ihre Schüler sonst die Schule schwänzen. Und sie möchte Spaß bei ihrem Beruf haben.

Als sie den “Neuen” kennenlernt, der das Haus vom alten Farley gekauft hat und noch dazu ihr Nachbar ist, weiß sie instinktiv, dass dies ihr Mr. Right ist. Und sie ist nach sehr kurzer Zeit schon fest entschlossen, diesen Mann zu heiraten, obwohl er grob und unfreundlich daher kommt.

Nora Roberts lässt vor unseren Augen Sharon als lebenslustige, vitale, freundliche, hilfsbereite, fleißige und völlig natürliche junge Frau entstehen, die weiß was sie will und gewillt ist, dafür zu kämpfen. Victor dagegen lässt sie sich entwickeln. Anfangs ist er ein ungehobelter Klotz, doch der versierte Leser ahnt schon, dass dies nur Fassade ist und hinter dieser ein zutiefst verletzter Mann steckt, der darauf wartet, erweckt zu werden.

Beide begegnen sich, und die erste Begegnung trifft sie wie ein Schlag. Das Verlieben auf den ersten Blick. Doch Victor hat Geheimnisse. Kann aus den beiden etwas werden?

Ohne große Handlung und ohne mehr als eine Handvoll Personen skizziert Nora Roberts diese sich entwickelnde Liebesgeschichte und hat mich ganz einfach einen Nachmittag und Abend durchlesen und das Buch auslesen lassen. Es hat mir gefallen, weil ich genau das erwartet habe: eine leichte Lektüre für zwischendurch ohne großen Anspruch auf etwas Besonderes, denn ihr Schreibstil ist flüssig und die Beschreibungen der heißen Szenen nicht kitschig. Einziger mir aufgefallener Negativpunkt: Die beiden sagen zu oft die berühmten drei Worte. Damit sollte man sparsamer umgehen…

Ich gebe 08/10 Punkte.

Zitat:

“Das”, erklärte Donna großspurig, “war Victor Banning.”
”Ja”, sagte Sharon und atmete unwillkürlich tief aus. “Das habe ich mir gedacht.”
”Jetzt kannst du dir vielleicht vorstellen, was ich gemeint habe. Er sieht großartig aus, aber als freundlich kann man ihn nicht bezeichnen.”
”Nein.” Mehr sagte Sharon nicht dazu. sie ging zur Tür. “Bis später, Donna.”
”Sharon!”, rief Donna ihr lachend hinterher. “Du hast deinen Kaffee vergessen.”
Seite 18

160326 Geschenk

Bücher der Autorin in meinem physischen SuB:

Die Sehnsucht der Pianistin – beendet 26.02.2016 – 08/10 Punkte
Das schönste Geschenk – beendet 25.03.2016 – 08/10 Punkte
Verführung in Manhattan

08.03.2016

[Gelesen]: Zweimal ist einmal zuviel | Janet Evanovich

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Autor: Janet Evanovich
Titel: Zweimal ist einmal zuviel 
Reihe: Stephanie Plum (2)
Genre: humorvolle Gangsterkomödie
Übersetzer: Anna Seifert, Regina Rawlinson 
Verlag: Goldmann Verlag [01.05.1999]
TB, 320 Seiten, 8,95 €
ISBN: 3442428785
Kindle-Edition: 7,99 €
ASIN: B005K7YW6Q
hier: gelesen auf dem Kindle Paperwhite

Bewertung:

Inhaltsangabe (Amazon):

Nichts beschwingt den Gang eines Mädchens mehr, als eine Pistole in ihrer Handtasche. Stephanie Plum ist wieder auf der Jagd nach den Gaunern der Großstadt. Zwei Fälle beschäftigen sie gerade: das Verschwinden des Angeklagten Kenny Mancuso und ein Fall von Sargdiebstahl. Gemeinsam mit Grandma Mazur - die alte Dame genießt Beerdigungen wie andere Leute Sahnetorten - macht sie sich auf die Suche - quer durch die Hinterhöfe Trentons und Omas liebste Beerdigungsunternehmen...

Meine Meinung:

Humorvolle, leichte und sogar spannende Unterhaltung, das hat man mit den Büchern der Stephanie Plum-Reihe. Ein spritziger Mix mit einem klitzekleinen Schuss erotischem Knistern. Die Bücher lesen sich einfach mit einem Grinsen im Gesicht, zumal es immer neue Fälle gibt, an denen sich die sympathische Protagonistin als Kopfgeldjägerin fast die Zähne ausbeißt, wären da nicht ihre Freunde und die Familie. Grandma Mazur ist eine Type für sich, ich habe sie sofort ins Herz geschlossen.

in diesem Buch habe ich ein Weilchen gerätselt, was wohl mit dem Titel gemeint sein könnte. Was geschah in diesem Buch zweimal? Einiges. Zum Beispiel bekommt Stephanie 2 Sendungen zugestellt, die Leichenteile enthalten, wobei ein dritter in ihrem Kühlschrank lauert… Oder sind die Autos gemeint? Erst wird der Jeep gestohlen, dann dem Buick der Reifen zerstochen… Eine dritte Attacke brachte lediglich eine kleine Schramme am Buick. Oder sind die zufälligen kurzen Begegnungen mit dem Kautionsflüchtling gemeint? Ihr seht schon, ich bin mir nicht ganz sicher.

Nichts desto trotz habe ich das Buch sehr genossen. Ich muss ja nicht immer mit einer Wendung überrascht werden, die ich nicht vermute.

Kurz: Dieses Buch ist eine willkommene Lektüre für zwischendurch und verdient eigentlich etwas mehr als 08/10 Punkte, aber ganze 09 sind es dann doch noch nicht. Zum Glück gibt es noch jede Menge Bücher in dieser Reihe Winking smile

Zitat:

»Ich hätte auswandern sollen, als noch Zeit dazu war. Ich hätte in der Navy bleiben sollen.«
Ich sah zu seinem Auto hinüber. Ein Teil des Kotflügels fehlte, und die Stoßstange lag auf der Erde. »Es ist gar nicht so schlimm. Wahrscheinlich fährt es sogar noch.«
Wir betrachteten das hellblaue Monster. Es hatte nicht den kleinsten Kratzer abbekommen.
»Ist eben ein Buick«, sagte ich entschuldigend. »Ich habe ihn geliehen.«
Morelli würdigte mich keines Blickes.
»Scheiße.«

Bücher der Reihe:

01. Einmal ist keinmal – beendet 11.11.2015 – 09/10 Punkte
02. Zweimal ist einmal zu viel – beendet 07.03.2016 – 08/10 Punkte
03. Eins, zwei, drei und du bist frei
04. Aller guten Dinge sind vier
05. Vier Morde und ein Hochzeitsfest
06. Tödliche Versuchung
07. Mitten ins Herz
08. Heiße Beute
09. Der Winterwundermann – beendet 11.12.2015 – 07/10 Punkte
10. Reine Glückssache
11. Kusswechsel
12. Die Chaos Queen
13. Kalt erwischt
14. Liebeswunder und Männerzauber
15. Ein echter Schatz
16. Glücksklee und Koboldküsse
17. Kuss mit lustig
18. Kuss mit Soße
19. Der Beste zum Kuss
20. Küsse sich, wer kann
21. Kuss Hawaii
22. Küssen und küssen lassen
23. Küss dich glücklich
24. Zusammen küsst man weniger allein

27.02.2016

{Gelesen}: Die Sehnsucht der Pianistin | Nora Roberts

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Autor: Nora Roberts
Titel: Die Sehnsucht der Pianistin
Reihe: (Einzelroman)
Genre: Liebesroman
Übersetzer: Elisabeth Schwarz 
Verlag: MIRA Taschenbuch [18.09.2015]
HC, 300 Seiten, nur gebraucht zu haben
ISBN: B001G9ET38
TB, 304 Seiten, 9,99 €
ISBN: 3956492307
Kindle-Edition: 5,99 €
ASIN: B005FEZ2SG
[gelesen mit Lesezeichen, aber ohne Leselotte

Bewertung:

Inhaltsangabe (Amazon):

Überall auf der Welt wird die Pianistin Vanessa Saxton stürmisch umjubelt. Und dennoch spürt sie eine Leere in sich. In den Konzertsälen fühlt sie sich zuhause, aber ihr Herz ist heimatlos. Erst der Tod ihres Vaters führt sie zurück in ihren Heimatort Hyattown. In dem verschlafenen Städtchen in Maryland scheint die Zeit stehengeblieben zu sein, alles sieht unverändert aus: ihr Elternhaus – und auch ihre damalige Highschool-Liebe, der attraktive Arzt Brady Tucker, übt immer noch eine faszinierende Anziehungskraft auf sie aus. Soll sie der leisen Stimme in sich glauben, dass sie endlich angekommen ist? Hat sie nach all den rastlos Jahren ihren Platz im Leben gefunden?

Meine Meinung:

Als ich bei einer Blogtour mit Liebesromanen von Nora Roberts als Leserin und Kommentatorin mitgemacht habe, hätte ich nie wirklich damit gerechnet, dass ich zu den glücklichen Gewinnerinnen gehören und gleich das komplette Buchpaket gewinnen würde Red heart Aber ich habe gewonnen und habe nun das Glück, in die Welt von Nora Roberts einzutauchen und für mich selbst zu beurteilen, ob ich diese Liebesromane mag oder nicht. Dafür noch einmal ein großes Dankeschön an den Verlag!

Nora Roberts Land” von Ava Miles war das erste Buch des Pakets, das ich gelesen und rezensiert habe. Das erste Buch von Nora Roberts selbst empfinde ich als “leisen” Liebesroman, in welchem es vorrangig um die Verarbeitung der Vergangenheit und fast schon Traumata aus selbiger geht und erst in zweiter Linie um die neu erwachte erste Liebe zu Vanessas Schulfreund Brady Tucker.

Eine gute Entscheidung, dieses Buch als erstes aus dem Paket zu ziehen, denn so ist der Einstieg auch ein leichter, einfacher ohne Kitsch und Klischee. Und das ist für mich sehr wichtig.

Nora Roberts Schreibstil, den ich ja schon von ihrem Pseudonym J. D. Robb aus der Eve Dallas-Serie kenne, lässt sich flüssig lesen und macht geradezu süchtig. Egal an welcher Stelle man das Buch zur Seite legt, man beschäftigt sich automatisch weiter mit den beiden und will wissen, wie sich Vanessa entscheidet. Obwohl es in diesem Roman eine sich sehr langsam entwickelnde Romanze ist ohne große Vorkommnisse, ist Spannung vorhanden. So erfährt Vanessa nicht nur, dass sie viele Briefe aus ihrer Heimat nie erhalten hat, ihre Mutter erzählt ihr auch endlich, was überhaupt vorgefallen war. Stress, Ärger und letztendlich sogar ein Magengeschwür werden durch die Tuckers geheilt, und Vanessa weiß schlussendlich, was sie will.

Anfangs war ich mir nicht sicher, ob so ein Magengeschwür wirklich innerhalb einer Woche lediglich durch Medikamenteneinnahme aufgelöst werden kann, aber das Internet gibt der Autorin recht Smile Ein wirklich lesenswertes Buch, wenn man nicht unbedingt Nervenkitzel beim Lesen braucht.

Für dieses wirklich richtig gute Buch ohne große Höhen und Tiefen gebe ich 08/10 Punkte.

Zitat:

Sie schloss die Augen. Wie leicht, wie erschreckend leicht wäre es, sich aufs Neue in ihn zu verlieben.
„Fühlst du dich schon besser?“
Besser? Sie wusste es nicht. Aber fühlen, ja, das tat sie, und sehr intensiv. Mit jeder Faser ihres Körpers spürte sie das Streicheln seiner Hände auf ihrem Rücken und den ruhigen Schlag seines Herzens.
Seite 97

160227 Pianistin

Bücher der Autorin in meinem SuB:

Die Sehnsucht der Pianistin – beendet 26.02.2016 – 08/10 Punkte
Das schönste Geschenk
Verführung in Manhattan