19.07.2019

{Gelesen}: Die mechanischen Kinder 1: Die Jagd beginnt | Luzia Pfyl

190719 Frost&Payne1
Autorin: Luzia Pfyl
Titel: Die mechanischen Kinder 1: Die Jagd beginnt
Reihe: Frost & Payne (1-3)
Genre: Steampunk, Fantasy, Sci-Fi
Verlag: Greenlight Press
eBook: [22.05.2017], 368 Seiten,
Teile erscheinen digital etwa alle zwei bis drei Monate
in dieser Version als TB erschienen
hier: gelesen auf dem Kindle Paperwhite
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Inhaltsangabe (NetGalley):

Die ehemalige Diebin Lydia Frost eröffnet eine Agentur für Verlorenes und Vermisstes. Ihr neuster Auftrag führt sie ausgerechnet zurück zur berüchtigten Madame Yueh und den ‚Dragons‘, der Organisation, von der sie sich gerade erst hart ihre Freiheit erkämpft hat. Als gäbe das nicht schon genug Probleme, muss sie auch noch den Pinkerton Jackson Payne ausfindig machen. Doch der Amerikaner hat seine eigenen Aufträge. Frost steht plötzlich im Kreuzfeuer und muss sich zwischen Paynes Leben und ihrer Freiheit entscheiden.

Meine Meinung:

Vielen Dank, NetGalley.de, ohne eure Mail wäre ich nie auf diese Reihe aufmerksam geworden, und herzlichen Dank, dass ich die Teile 1-6 in zwei eBooks lesen darf. Ich könnte mir durchaus vorstellen, die anschließenden Teile zu kaufen, denn mir hat das Buch gut gefallen.

Wir befinden uns in London im späten 19. Jahrhundert, doch blieb in diesem London die Theorie um den Äther (wird hier Aether geschrieben) keine Theorie mehr, sondern resultierte als 5. Element in verschiedenen wissenschaftlichen Entwicklungen, wie z.B. den Luftschiffen (Zeppelin), während der Ausbau der London Underground (Tube) stark vernachlässigt wurde und die Luft voll von Kohlestaub war.

Die Idee ist großartig, die Umsetzung bisher gut. Auch wenn ich kopfüber in die Geschichte gepurzelt bin und mich zunächst zurecht finden musste, machte die Lektüre Spaß. Die Figuren sind noch ausbaufähig, noch sind sie nicht so detailliert dargestellt, aber ich vermute, dass wir Leser immer mehr während des Lesens erfahren werden. Lydia und auch Jackson sind halt ein bisschen zurückhaltend, was ihre Vergangenheit angeht.

Potential ist also vorhanden, und die Geschichte interessiert mich. Flüssig geschrieben mit leichtem Spannungsbogen ist die Story eine Art Detektivroman mit fantastischen Elementen.

Das Glossar habe ich erst am Ende des Buches entdeckt, deshalb habe ich mir einige Begriffe von Wikipedia erklären lassen. Die Leser sind also gut beraten, eventuell gleich mal hinten nachzuschlagen ;)

Ich gebe 07/10 Punkte.

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Digitale Teile dieser Reihe:

1. Die Schlüsselmacherin
2. Die mechanischen Kinder
3. Die Bibliothek des Apothekers
– gelesen am 19.07.2019 – 07/10 Punkte
4. Staub und Kohle
5. Das Protokoll
6. Chop Suey
7. Pinkerton
8. Nummer 23
9. Shakespeare im Park
10. Der graue Baron
11. Schachmatt
12. Das mechanische Herz
13. Das neue Land
14. Der Tote im Sumpf – erscheint am 25.07.2019

{Gehört}: Weißer Tod | Robert Galbraith

190717 CormoranStrike4
Autorin: Robert Galbraith (J.K. Rowling)
Titel: Weißer Tod
Reihe: Cormoran Strike (4)
Übersetzer: Wulf Bergner, Christoph Göhler, Kristof Kurz
Genre: Thriller, Detektivroman, Krimi
Verlag: Random House Audio, [27.12.2018]
Sprecher: Dietmar Wunder
Spieldauer: [1.296 Hörminuten], ungekürzt
Whispersync for Voice verfügbar
auch im eBook- und HC-Format erschienen
hier: gehört über die Audible-App

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Inhaltsangabe (Audible):

Der private Ermittler Cormoran Strike ist zutiefst beunruhigt: Ein verstörter junger Mann bittet ihn um Hilfe bei der Aufklärung eines Verbrechens, das er - so glaubt er - als Kind mit angesehen hat. Billy hat offensichtlich psychische Probleme und kann sich nur an wenig im Detail erinnern, doch er und seine Worte klingen glaubwürdig. Bevor Strike ihn allerdings ausführlich befragen kann, ergreift der Mann panisch die Flucht.

Um Billys Geschichte auf den Grund zu gehen, folgen Strike und Robin Ellacott - einst seine Assistentin, jetzt seine Geschäftspartnerin - einer verschlungenen Spur, die sie durch die zwielichtigen Ecken Londons zu einem geheimen exklusiven Zirkel innerhalb des Parlaments und einem prachtvollen, doch düsteren Herrenhaus auf dem Land führt. Zugleich verläuft auch Strikes eigenes Leben alles andere als gradlinig: Er hat es als Ermittler zu Berühmtheit gebracht und kann sich nicht länger unauffällig hinter den Kulissen bewegen. Noch dazu ist das Verhältnis zu seiner früheren Assistentin schwieriger denn je - zwar ist Robin für ihn geschäftlich mittlerweile unersetzlich, ihre private Beziehung ist jedoch viel komplizierter ...

Fesselnd gelesen von Dietmar Wunder.

©2018 Robert Galbraith. Übersetzung von Wulf Bergner, Christoph Göhler und Kristof Kurz (P)2018 Random House Audio

Meine Meinung:

Ich hoffe wirklich, dass dies noch nicht das Ende der Reihe war. Möglichkeiten gibt es noch einige, und ich würde mich freuen, wenn die Story außerhalb der Fälle weitergehen würde. Ehrlicherweise war ich zu Beginn der Hörbücher sehr skeptisch, ob denn die Bücher an die Harry Potter-Reihe heranreichen würden, doch ich muss zugeben, dass sie das auf alle Fälle können, auf einer völlig anderen Ebene natürlich, denn hier ist keineswegs Magie im Spiel, dafür detektivisches wie schriftstellerisches Können. Fairer Weise erhalten natürlich auch die Übersetzer ihr Lob, denn ohne deren hervorragende Umsetzung ins Deutsche hätte ich mit meinen spärlichen Englischkenntnissen keine solche Freude empfunden, wie ich es tat.

Die Idee, einen invaliden Kriegshelden zum Protagonisten zu küren und eine solch interessante und facettenreiche Frau an seine Seite zu stellen, ist brillant. Da ich nun die Verfilmung zumindest der ersten 3 Bücher in Form der ersten Staffel erstanden habe und zugestehen muss, dass zumindest das erste Buch fast getreulich 1:1 umgesetzt wurde, und auch visuell mitverfolgen kann, wie beschwerlich und schmerzvoll die Detektivarbeit mit einer Beinprothese sein muss, bin ich nicht weniger beeindruckt, welch Fantasie, Vorstellungskraft, Ideenreichtum und was noch alles dazu gehört, J. K. Rowlings unter dem Pseudonym Robert Gailbraith unter Beweis stellt. Ich ziehe meinen Hut und hoffe wirklich auf eine Fortsetzung.

Auch dieser Fall hat es wieder so vielschichtig in sich, dass ich lange Zeit keinen blassen Schimmer hatte, worauf alles hinausläuft. Es ist unglaublich, dass die beiden Detektive anhand so mangelhafter Informationen und Indizien überhaupt in der Lage sind, solch komplizierte Fälle zu lösen.

Auch der Sprecher Dietmar Wunder tut wieder sein Bestes, allerdings ist mir hier vermehrt aufgefallen, dass er Englische Eigennamen falsch ausspricht. Anfangs dachte ich noch, dass so mancher Name wie z.B. Rokeby tatsächlich anders gesprochen wird, als ich es getan hätte, aber dieses mal waren es dann doch zu viele weitere Namen. Warum? – Sein Französisch und Latein hingegen klingen in meinen Ohren perfekt, wobei ich diese Sprachen überhaupt nicht spreche. Ist also nur mein Gefühl.

Nichts desto Trotz gebe ich die volle Punktzahl für viele Stunden Hörgenuss.

Bücher der Reihe:

1. Der Ruf des Kuckucks – beendet 10.01.2019 – 09/10 Punkte
2. Der Seidenspinner – beendet 11.02.2019 – 08/10 Punkte
3. Die Ernte des Bösen – beendet 05.07.2019 – 10/10 Punkte
4. Weißer Tod – beendet 17.07.2019 – 10/10 Punkte

11.07.2019

{Gelesen}: Das Labyrinth des Fauns | Cornelia Funke

190711 Faun
Autoren: Cornelia Funke & Guillermo del Toro
Übersetzer: Tobias Schnettler
Illustrator: Allen Williams
Titel: Das Labyrinth des Fauns
nach “Pans Labyrinth”
Genre: Jugendbuch, Horror
Verlag: Fischer Kinder- u. Jugendbuch e-Books, [02.07.2019]
Kindle-Edition: ASIN: B07J63TJ3C, [273 Seiten]
hier: gelesen auf dem Kindle Paperwhite
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Inhaltsangabe (Amazon):

Der neue Roman von Cornelia Funke - poetisch, sprachgewaltig, monumental. Inspiriert von Guillermo del Toros grandiosem oscarprämierten Meisterwerk »Pans Labyrinth« schafft Bestsellerautorin Cornelia Funke eine Welt, wie nur Literatur es kann.
Spanien, 1944: Ofelia zieht mit ihrer Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater stationiert ist. Für den grausamen Hauptmann ist der dichte Wald lediglich ein Versteck für untergetauchte Widerstandskämpfer. Für Ofelia wird er eine Zufluchtsstätte vor dem unbarmherzigen Stiefvater: ein Königreich voller verzauberter Orte und magischer Wesen. Ein geheimnisvoller Faun stellt dem Mädchen drei Aufgaben. Besteht sie diese, ist sie die lang gesuchte Prinzessin des Reiches. Immer tiefer wird Ofelia in eine phantastische Welt hineingezogen, die wundervoll ist und grausam zugleich. Kann Unschuld über das Böse siegen?
Ein Roman, der zeigt, welche Magie entstehen kann, wenn zwei Meister der Imagination zusammentreffen: kraftvoll und wunderschön geschrieben von Erfolgsautorin Cornelia Funke – ein literarisches Gesamtkunstwerk, das Herzen und Verstand verändert.

Meine Meinung:

Als ich sah, dass es ein neues Buch von Cornelia Funke gibt - ich liebe ihre Tintenherz-Bücher -, habe ich mich riesig aufs Lesen gefreut. Das Jugendbuch im Vorfeld als Bestseller zu bezeichnen, ist allerdings schon etwas gewagt, vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich "nur" um eine Nacherzählung des von Guillermo del Toro prämierten Films handelt, den ich offenbar zumindest teilweise gesehen zu haben scheine. Zumindest sind mir einige Szenen ziemlich präsent

Erwartet habe ich ein Märchen, gelesen dann doch eher ein düsteres Szenario einer Horrorvision.

Ich habe wirklich lange überlegt, wie ich dieses Buch "finden" soll. Völlig gemischte Gefühle meinerseits treten hier zutage. Zum einen ist der Schreibstil jugendlich und schnörkellos, die Geschichte, vor allem in der Detailliertheit seiner Grausamkeit aber eher nicht für zu junge Menschen geeignet. Überhaupt empfinde ich das Buch als viel zu grausam für ein Märchen, selbst für mich als Erwachsenen. Es ist sehr düster und leider auch sehr detailreich beschrieben. Ein Buch, das droht, einen hinunterzuziehen.

Interessant und faszinierend sind die als Geschichten eingefügten Teile der Story, um dem Leser die Zusammenhänge zu schildern.

Die Beschreibung der magischen Wesen war sehr gekonnt und durch die eingefügten Zeichnungen sehr bildhaft nachzuvollziehen. Mit den allgemein üblichen Beschreibungen von z.B. Feen haben diese allerings nichts zu tun. Und selbst einen Faun habe ich durch Narnia anders vor Augen, als er hier beschrieben wird.

Das Ende ist dann leider in meinen Augen auch nicht märchenhaft verklärend, auch wenn es beinahe so rüberkommt, sondern vermittelt brutale Realität. Eine Lebensgeschichte über Generationen nimmt ihren grausamen Lauf und endet, wie sie enden muss.

Im Nachhinein betrachtet, bin ich enttäuscht und fühle mich nach dem Lesen der Lektüre nicht wie sonst, sondern eher niedergeschlagen. Anderen empfehlen werde ich dieses Buch also nicht. Und somit gebe ich nach reiflicher Überlegung nur 04/10 Punkte, weil die Nacherzählung dieses düsteren Horrormärchens, welches Teile der Realität birgt, leicht zu lesen und auf ihre Art außergewöhnlich ist, aber mich als Leser niedergedrückt und verschreckt hat, denn ich lese, um dem Alltag zu entfliehen und in einer anderer Welt Zuflucht zu finden. Doch die Tür zu dieser Welt hätte ich gern geschlossen gehalten.

Ein Meisterwerk kann dies durchaus sein. Ich möchte das künstlerische Schaffen der beiden Autoren auf keinen Fall unter den Scheffel kehren. Kunst ist ja auch nicht immer schön und strahlend, sondern kann auch verschreckend und hässlich sein. Doch diese Art von Kunst ist nicht die, welche ich bevorzuge. Schade. Ich hatte anderes erwartet.

190711 Faun_

Bücher der Autorin:

1. Tintenherz – beendet 14.10.2006 – 11/10 Punkte
2. Tintenblut – beendet 06.05.2007 – 11/10 Punkte
3. Tintentod – beendet 28.08.2008 – 07/10 Punkte

- Herr der Diebe – beendet 03.10.2010 – 09/10 Punkte
- Das Labyrinth des Fauns – beendet 11.07.2019 – 04/10 Punkte

06.07.2019

{Gelesen}: Das Luna-Projekt: Die Fälle der Liga Foundation | Stephanie Richel

190701 Das Luna-Projekt
Autorin: Stephanie Richel
Titel: Das Luna-Projekt: Die Fälle der Liga-Foundation
Reihe: noch nicht
Genre: Urban Fantasy, Mystery
Verlag: BoD, [01.07.2019]
eBook, ISBN: 978-3-7394-4577-9, [472 Seiten], z.B. über Thalia.de
auch als TB erschienen
hier: Leseexemplar von der Autorin
lichen Dank!

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Inhaltsangabe (Amazon):

Michael Carsson hat gerade seine zweijährige Traineezeit innerhalb der Liga Foundation absolviert und kommt als neuer Kollege in das Mutterhaus Boston. Aktuell untersucht man dort den Tod einer Frau, deren entstellte Leiche an die Monster aus den klassischen Werwolf-Filmen erinnert. Weder Mensch noch Wolf. Das Team findet heraus, dass die Tote in ihrer Jugend Probandin im Luna Projekt war. Um so seltsamer ist die begonnene wenn auch nicht vollendete Verwandlung, denn das Projektziel lautete: den Teilnehmern durch genetische Manipulationen, die Fähigkeit zum Gestaltwandeln zu nehmen.
Jetzt, Jahrzehnte später, scheint sich ihre DNA-Struktur regeneriert zu haben. Für die ungeübten Wandler jedoch ist die physische und mentale Belastung lebensbedrohlich.
Bei seinen Recherchen lernt Michael die ehemalige Projektteilnehmerin Elizabeth Grafton kennen. Während sich auch bei ihr die ersten Symptome einer sich anbahnenden Verwandlung zeigen, ruft man das Bostoner Team zu einem Notfall nach Vermont…

Meine Meinung:

Beim Wülfrather Lesemarathon habe ich die Autorin dieses Buches persönlich kennengelernt, habe ihre Lesung genossen, erkannt, dass mich das Buch interessieren könnte und mich mit ihr sehr angeregt unterhalten. Am Ende bin ich mit einem Leseexemplar belohnt worden und habe mich in die Story fallenlassen. Und ich bin begeistert!

Ich danke an dieser Stelle auch noch einmal allen Verantwortlichen für dieses wundervolle Event. Wäre ich nicht zu diesem Lesemarathon gefahren – ich hätte so viele Autoren und Autorinnen, die mir bis dato unbekannt waren, verpasst. Viele Eindrücke und vor allem interessante Gespräche sowie eine Menge neuer Bücher sind mit mir gekommen und bereichern seither mein Leben. DANKE !!!

Doch nun zum Buch.

Was mich als allererstes fasziniert hat, ist die Sichtweise der Autorin zum Thema “Wandler”. In vielen anderen Büchern sind es letztendlich Werwölfe, aber völlig anders dargestellt. Mit der Vorstellung, dass es in einer anderen Ebene der Erde Gestaltwandler geben könnte, die mit einem Gen zur Welt kommen, welches für eine vollkommene Verwandlung sorgen kann, wenn sie dies möchten, also nicht ausschließlich bei Vollmond, auch nicht in eine Art Halbwesen, sondern komplett in einen richtigen Wolf, und dass es dann natürlich eine wissenschaftliche Institution gibt, die in der Vergangenheit an diesem besonderen Gen herumexperimentiert hat, komme ich sehr gut klar.

Die Liga Foundation ist für das Luna-Projekt verantwortlich, letztendlich. Es gab mehrere Teilnehmer, bei denen man offensichtlich erfolgreich dieses Wandlergen unterdrücken konnte und den Gestaltwandlern die Möglichkeit der Wandlung nahm. Doch dann taucht viele Jahre später plötzlich eine halb verwandelte Leiche auf, und die Liga Foundation beginnt zu versuchen, die ehemaligen Teilnehmer zu neuerlichen Untersuchungen zu überreden. Wird ihr dies gelingen?

Besonders über einen Haupt-Charakter: Michael Carsson erfahren wir im Laufe der Story immer mehr, vor allem in Rückblenden. Er ist die am detailliertesten dargestellte Figur, vielleicht ist er deshalb auch die Person, die mich am meisten angesprochen hat. Auch mit Ólafur Sjögren durchleben wir so manche Szene intimer, doch im Gegensatz zu Michael fühlte ich mich nie wirklich wohl in seiner Nähe. Andere Protagonisten wie Elizabeth Grafton und Jackman Amis erleben wir eher über ihre Ausstrahlung und Agitation als viel Hintergrundwissen.

Im Grunde kann man dieses Buch nicht auf ein bestimmtes Genre festnageln, wenn auch Fantasy und Mystery vorherrschen. Natürlich hat es auch einen Schuss zwischenmenschliche Beziehungen und birgt ein paar detailliertere Szenen auf diesem Gebiet, ohne dabei kitschig oder abgeschmackt zu wirken. Und es werden Nachforschungen angestellt, einen Mörder gilt es zu entlarven und natürlich für Michael vor allem wichtig: Elizabeth Grafton, eine ehemalige Probandin, zu retten.

Stephanie Richel schreibt einen flüssigen Stil, der sehr gut zu lesen ist und ein recht detailliertes Wissen und gute Recherchen offenbart. In mehreren Handlungssträngen, die sie gekonnt verwoben hat, lesen wir uns durch die Story und hoffen und bangen mit den Protagonisten. Langsam baut sich der Spannungsbogen auf, immer wieder versuchen die eigenen Vorstellungen zu erkennen, was und wer hinter dem Ganzen steckt. Und so manches Mal war ich mit meinen Vermutungen auf dem Holzweg.

Last but not least das Cover. Ist es nicht ein Hingucker? Zumindest für Naturbegeisterte wie mich. Ich liebe Wälder und bin oft in ihnen spazieren. Wie beim Essen das Auge mitisst, so hat auch das Cover Einfluss auf die Kaufbereitschaft. Dieses leicht düstere Bild des Waldes passt sehr gut zu diesem Buch und hat mich auf jeden Fall sofort angesprochen.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Ich kann es wärmstens empfehlen und gebe für mögliche weitere Bände steigerungsfähige 09/10 Punkte.

190701 Das Luna-Projekt-

Bücher der Autorin:

Das Luna-Projekt: Die Fälle der Liga Foundation – beendet 01.07.2019 – 09/10 Punkte

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