15.11.2015

{Gelesen}: Heilige Mörderin | Keigo Higashino

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Autor: Keigo Higashino
Titel: Heilige Mörderin
Übersetzer: Ursula Gräfe
Genre: Kriminalroman
Verlag: Klett-Cotta, [21.02.2014]
HC, 320 Seiten, 19,95 €
ISBN: 3608980121
TB, 320 Seiten, 9,99 €
ISBN: 3492301630
Kindle-Edition: 321 Seiten, 9,99 €
ASIN: B00HRXYEY6
gelesen [auf dem Kindle Paperwhite 3]

Bewertung: 

Inhaltsangabe (Amazon):

Nach dem Tod ihres Mannes fällt der Verdacht sofort auf die schöne Ayane, die aber zum Zeitpunkt des Mordes verreist war. Wer hat also das Kaffeewasser mit Arsen vergiftet? Die Polizei tappt im Dunkeln. Ohne Kusanagis Wissen bittet seine junge Assistentin Utsumi den genialen Physiker Yukawa um Hilfe. Aber auch für das Superhirn scheint das Verbrechen nicht auflösbar zu sein. Zunächst jedenfalls ...
Keigo Higashino treibt wie schon in »Verdächtige Geliebte« sein hochraffiniertes Spiel mit Figuren und Lesern. Mit leichter Hand schafft er einen Kriminalfall wie ein Sudoku: Spannung bis zum Ende garantiert, die Auflösung rückblickend ganz logisch.

Meine Meinung:

Was für eine Erzählkunst! Was für ein Meisterwerk! Von Anfang an ist klar, wer die Mörderin ist, doch wann und wie sie das Verbrechen begangen hat, ist bis zuletzt ein absolutes Rätsel, an dem sich sogar der geniale Physiker “Galileo” fast die Zähne ausbeißt, denn die schöne Ayane hat ein wasserdichtes Alibi. Sie ist zur Zeit des Todes ihres Mannes bei ihren Eltern. Und es wäre schier unmöglich, diese weite Strecke hin und zurück zurückzulegen, den genau passenden Augenblick für die Vergiftung auszuwählen und sämtliche Spuren zu beseitigen. Und welches Motiv sollte sie haben?

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so fasziniert und ergriffen war ich von dem Fall. Dazu kommt die zuvorkommende, freundliche Art der Japaner, sich zu verbeugen, zu entschuldigen, einfach nett miteinander umzugehen. Es war das pure Lesevergnügen, der Kombinationsgabe der Ermittler zu folgen und nach und nach die Vorgehensweise des Mordes aufzudecken.

Der Schreibstil ist schnörkellos, geradezu einfach und flüssig, die Charaktere sehr gut ausgearbeitet und die Story einfach umwerfend gut. Ich kann das Buch wirklich jedem, der gute Krimis mag, ans Herz legen. Hier stimmt einfach alles. Heigo Higashinos japanischer Stil ist eine perfekte Abwechslung zu dem schnodderigen Umgangston im Westen heutzutage. Ein Genuss sondergleichen und für mich wieder mal ein Überflieger.

Ich gebe 11/10 Punkte.

Zitat:

Tatsuhiko strich sich das offenkundig dauergewellte Haar nach hinten. »Ach, deshalb wurde die Leiche gleich in die Rechtsmedizin überführt. Ich hatte mich schon gewundert, warum Sie das tun, wenn er nur an einer Krankheit gestorben ist. Aber einen Selbstmord konnte ich mir auch nicht vorstellen.«
»Aber einen Mord können Sie sich vorstellen?«

HeiligeMörderin

Bücher des Autors:

  • Mord am See
  • Verdächtige Geliebte – rezensiert 17.01.2013 – 09/10 Punkte
  • Heilige Mörderin – beendet 15.11.2015 – 11/10 Punkte
  • Böse Absichten – beendet 29.08.2015 – 10/10 Punkte

Kommentare:

  1. Hi Du :-)

    Ein Physiker, der Morde aufklärt? Das klingt ja mal genial. Und bei deiner Begeisterung für die Umsetzung muss ich den ersten Teil gleich mal auf meine Wunschliste schieben.

    LG
    Meike

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    Antworten
    1. Hi Meike :)
      Vielen Dank für deinen Kommentar :)
      Der Physiker hilft als Berater ;) Eigentlich sind es natürlich Polizeibeamte, die recherchieren, befragen und kombinieren. Aber wenn sie nicht weiter wissen, dann fragen sie "Galileo" - und der ist echt genial :D
      Bin gespannt, was du dazu sagen wirst!
      Liebe Grüße
      Elke

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    2. Ahhhh, also so eine Art asiatischer Sherlock Holmes? Damit ist das Buch auf der Wunschliste gerade noch mal ein ganzes Stück nach oben geklettert.

      Consultant Detective ftw :-)

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  2. Ich liebe gute Krimis :).

    LG Gwen

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