13.01.2016

{Gehört}: Die Frau des Teehändlers | Dinah Jefferies

Autor: Dinah Jefferies
Titel: Die Frau des Teehändlers 
Genre: Gegenwartsliteratur, Drama
Übersetzer: Angela Koonen 
Verlag: Bastei Lübbe [10.12.2015]
TB, 448 Seiten, 14,99 €
Kindle-Edition: 11,99 €
Der Hörverlag, [10.12.2015]
Spieldauer: [803 Minuten] (ungekürzt)
Sprecher: Merete Brettschneider 
Reg. Preis/im Premium-Abo/im Flexi-Abo:
25,95 € / 24,16 € bzw. 1 GH / 9,95 €

Bewertung:

Inhaltsangabe (Audible):

Ceylon in den 1920er Jahren. Die junge Engländerin Gwen Hooper trifft mit ihrem frisch angetrauten Ehemann Henry in den familieneigenen Teeplantagen ein. Dort bezieht das Paar eine traumhafte Villa, und Gwen fühlt sich wie im Paradies. Doch warum verhält sich ihr eigentlich sehr liebevoller Ehemann so seltsam? Und warum macht er ein Geheimnis um seine erste Ehefrau? Als Gwen schließlich Zwillinge zur Welt bringt, wird sie mit einer entsetzlichen Wahrheit konfrontiert, die sie zu zerstören droht.

Meine Meinung:

Dies ist ein Buch aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts, voller Emotionen, Rätsel, aber auch Geheimnissen und erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die ihre Heimat verlässt, um zu ihrem jüngst angetrauten Ehemann Lawrence nach Ceylon zu ziehen. Sie ist erst 19 Jahre alt und wirkt doch trotz ihrer Jugend sehr erwachsen. Sie wird der Haushaltsvorstand über nicht wenige Bedienstete, doch gerät sie mit der dort lebenden Schwägerin ständig aneinander.

Sehr viele Gefühle brodeln hier nicht nur unter der Oberfläche. Lawrence und Gwen Hooper z.B. verbindet eine große leidenschaftliche Liebe, obwohl er um einiges älter als sie ist. Seine Schwester Verity ist die wohl undurchsichtigste Person, hatte es im Leben nicht leicht, aber scheint sprunghaft zu sein und stellt ständig  Vorderungen. Erst viel später bekommen einige Andeutungen und Äußerungen ihrerseits Gewicht und zeigen das ganze Ausmaß ihrer armen Seele.

Es ist die Zeit des Umbruchs. Die dort lebenden Plantagenarbeiter und Bediensteten gehören zwei unterschiedlichen Bevölkerungsschichten an, sind unterschiedlicher Abstammung und sprechen verschiedene Sprachen. Während die Hausdiener noch zu den Privilegierten zählen, sind die Plantagenarbeiter die Ärmsten der Armen und werden ausgebeutet. Ihnen ist untersagt, zum Haus zu kommen. Tun sie es dennoch, werden sie schlimm bestraft. – Diese Zustände sind natürlich der jungen Gwen ein Graus, und obwohl sie um die Anordnungen weiß, kümmert sie sich um einen verletzten Arbeiter und auch um seine Tochter. Dies hat natürlich Folgen…

Alle Figuren sind gut ausgearbeitet, ihre Handlungen meist nachvollziehbar und die Story spannend geschrieben.

Merete Brettschneider liest sehr gut und trifft den teilweise intriganten und süffisanten Ton Veritys und den Christines perfekt. Es war ein Genuss, den Geschehnissen weiter zu folgen und den Geheimnissen auf den Grund zu gehen.

Ich gebe 08/10 Punkte.


Bücher der Autorin:

1. Bis wir uns wiedersehen
2. Die Frau des Teehändlers – beendet 13.01.2016 – 08/10 Punkte

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