14.02.2013

Kurzrezi: Das Hades Labyrinth – R. Wekwerth

cover


Rainer Wekwerth
Das Hades Labyrinth
Dark Fantasy-Thriller
Amazon Media EU
Kindle-Edition: ca. 245 Seiten, 2,99 €
(am 15.07.2012 kostenlos)
ASIN: B007EB89UQ
gelesen auf dem Kindle Paperwhite

Bewertung:

Inhaltsangabe (Amazon):

In unterirdischen Tunneln und Höhlen schafft sich Adam eine eigene Stadt: Als junge Frauen entführt werden und im Nichts verschwinden, wird Hauptkommissar Daniel Fischer auf den Fall angesetzt. Er folgt den Spuren in die Tiefe und trifft auf einen Mann, der ihn an die Grenze des Menschseins führt ...

Jetzt im Nachhinein lese ich, dass es eine lektorierte Fassung geben soll, und Dank der automatischen Buchaktualisierung hätte ich eigentlich in den Genuss der überarbeiteten Fassung kommen sollen. Aber entweder war mein Kindle Paperwhite zu kurz online, um dies durchzuführen, oder ich hätte mir das Buch ein weiteres Mal herunterladen müssen… Damit muss ich mich dringend eingehender befassen, denn die Fassung, die ich gelesen habe, war grauenhaft fehlerträchtig. Und damit meine ich nicht nur orthographische Fehler.

Das hat mir doch sehr das Lesen vermiest. Wäre die Fassung also so gut lektoriert gewesen, wie man es von gedruckten Büchern gewohnt ist, hätte ich sicherlich noch einen Punkt mehr gegeben.

Im Großen und Ganzen deckt sich meine Einschätzung mit der von Suedmoors Rezension bei Amazon, nur dass ich die fantastischen Elemente nicht abwertend empfand.

Ich gebe 08/10 Punkte für diese spannende Story.

13.02.2013

Ausgehört: Die Herrenlose – W. H. Hodgson


William Hope Hodgson

Die Herrenlose
Gruselkabinett (53)
Hörspiel
Titania-Medien
über die Zeitschrift “Bücher” 2/2013 kostenlos
mp3-Download: 7,99 € oder
hier 6,99 €
Dauer: 1 Std., 06 Min
gespielt u.a. von: Stefan Kaminski und Friedrich Georg Beckhaus

Bewertung:

Inhaltsangabe (Titania Medien):

Nach einem schweren Sturm entdeckt die Besatzung des Schiffes Bheopte ein umher treibendes, herrenloses Wrack. Im Sonnenuntergang beschließen sie, dort an Bord nach dem Rechten zu sehen. Ein – wie sie erkennen müssen – lebensgefährliches Unterfangen…

Ein kurzes Hörspiel für zwischendurch, hervorragend gespielt und auch interessant und spannend, zumindest was im Rahmen eines so kurzen Zwischenspiels möglich ist. Was ich ja immer faszinierend finde, ist der Reichtum an Hintergrundgeräuschen. Man hat doch tatsächlich das Gefühl, auf hoher See zu sein.

Ich gebe 08/10 Punkte vor allem wegen der grandiosen schauspielerischen Leistung der Sprecher!

12.02.2013

Ausgehört: Der Name des Windes – P. Rothfuss


Patrick Rothfuss
Der Name des Windes
Königsmörder-Chronik (1)
Fantasy
Dauer: 28 Std., 8 Min (ungekürzt)
gelesen von Stefan Kaminski
Der Hörverlag – 2012
Download: 11,95 € oder im
Flexi-Abo: 9,95 €

Bewertung:

Inhaltsangabe (Audible):

"Vielleicht habt ihr von mir gehört" ...von Kvothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. Das Lager seiner Truppe findet er verwüstet, die Mutter und den Vater tot. Wer aber sind diese Chandrian, die weißglänzenden, schleichenden Mörder seiner Familie? Um ihnen auf die Spur zu kommen, riskiert Kvothe alles. Er lebt als Straßenjunge in der Hafenstadt Tarbean, bis er auf das Arkanum, die Universität für hohe Magie aufgenommen wird. Vom Namenszauber, der ihn als Kind fast das Leben gekostet hätte, erhofft sich Kvothe die Macht, das Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen aufzudecken.

Der erste Tag der Königsmörder-Chronik ist ein meisterhafter Einstieg in eine neue Welt der Fantasy und Magie, mit eigenen Gesellschaftsformen und -schichten, unterschiedlichen Sprachen und Namen, und erzählt den Beginn der Geschichte eines hochbegabten Jungen, dem einige Steine in den Weg gelegt werden, und welchem es dennoch gelingt, sich zur Universität durchzuschlagen, um lernen zu können.

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, haben Tiefgang und sind vielschichtig, wirken auch anhand ihrer Fehler so real. Keine Schwarz-Weiß-Malerei, wenn es auch den einen oder anderen Charakter gibt, dem man nichts Gutes abgewinnen kann.

Kvothe wächst zu einer Art Held heran und muss lernen, sich zu beherrschen. Das fällt ihm nicht immer leicht, vor allem, wenn ihm sein Widersacher wieder einen Strich durch die Rechnung macht, aber bislang konnte er sich und andere retten, und irgendwie ging es immer weiter. Kvothe ist ein junger Mann, der sucht und während seiner Suche seinen eigenen Weg geht, ohne dabei über Leichen zu gehen. Er ist einem von Beginn an sympathisch.

Stefan Kaminski ist der ideale Sprecher für dieses Hörbuch. Er liest oder spielt es nicht nur, er LEBT das Buch, jede Stimmfärbung, jedes Schlucken, Krächzen oder heisere Flüstern geht unter die Haut und lässt uns mitten in diesem Geschehen sein. Ich bin begeistert!

Dieses Hörbuch ist mehr als nur sehr gut, es ist genial! Ich vergebe 11/10 Punkte

11.02.2013

Kurzrezi: Das Albtraumreich des Edward Moon – J. Barnes

cover


Jonathan Barnes
Das Albtraumreich des Edward Moon
skurrile britische Fantasy
Piper
HC, 399 Seiten, 15,90 €
TB: 9,95 €
ISBN: 3492701574
Herausgegeben: 08/2008
geliehen vom Laird
gelesen in der Leselotte

subjektive Bewertung:

Umschlagstext:

London, im Jahr 1901: Edward Moon hat seine besten Zeiten als Bühnenzauberer hinter sich. Seine wahre Vorliebe gilt jedoch dem Lösen von Kriminalfällen. Gemeinsam mit seinem Assistenten, einem zwei Meter großen, schlafwandelnden Giganten, wird er von Scotland Yard berufen, eine bizarre Mordserie aufzuklären. Die Ermittlungen führen Moon und den Giganten in die Unterwelt des viktorianischen London: ein Reich der Fliegenmenschen, Hellseher und Geheimbünde…

Als ich November 2008 dieses Buch als Geschenk kaufte und natürlich daran dachte, es eines Tages auch selbst lesen zu dürfen, ließ ich mich in erster Linie von der Illustration beeinflussen, denn sie erinnerte mich an ein Buch, das ich als Kind/Jugendliche gelesen und geliebt habe (nur leider komme ich weder auf den Titel, noch den Autor – sollte irgendjemandem meiner Leser plötzlich eine Idee hierzu kommen, wäre ich sehr glücklich über einen Tipp). Zum Zweiten spielt die Geschichte in England und zum Dritten gefiel mir der geschliffene Schreibstil auf Anhieb.

Es sollte noch gut 4 Jahre dauern, bis ich es mir tatsächlich in meine Leselotte klemmte und in mehreren Etappen las. Und jetzt, nachdem ich mich zu einer Bewertung durchgerungen habe, deckt sie sich mit der Mehrheit der bei Amazon veröffentlichten Rezensionen. Kommt auch nicht allzu häufig vor.

Leicht fiel es mir in keinster Weise, denn der humorvolle, geschliffene Schreibstil gefällt mir nach wie vor außerordentlich gut, allerdings hat mich das

»grässliche Konvolut von Unsinnigkeiten, bevölkert von wenig überzeugenden Charakteren, […] und durchweg bizarr«

nicht überzeugt. Und als der Erzähler auch noch einräumte, dass er zugeben müsse, uns soeben eine Lüge aufgetischt zu haben, bekam ich überhaupt keinen Sinn mehr in die Geschichte, und sie zerfiel wie später der Schläfer buchstäblich vor meinen Augen…

Daher war auch die Spannung eher unterschwellig vorhanden, als dass sie Purzelbäume schlug.

Ich gebe 06/10 Punkte und werde nun mit Sorgfalt das nächste Buch aus meinem SuB für die Leselotte heraussuchen.