09.04.2015

Literaturplausch 3/12

Bei Frau Hauptsachebunt ist der nächste Literaturplausch erschienen, und ich freue mich, wieder mit dabei sein zu können Smiley

Ostern ist vorüber, und wir haben die Zeit vor allem zur Erholung genutzt. Ich habe viel gelesen – keine schlechte Möglichkeit, seine Zeit zu nutzen Zwinkerndes Smiley Die Rezensionen zu “Der goldene Thron” und “Stimmen” sind bereits online.

#reading

Begonnen habe ich vorgestern mit dem ersten Band “Gelöscht” der dystopischen Trilogie von Teri Terry und bin bisher ganz begeistert. Die Trilogie gibt es bei Skoobe, so dass mein Geldbeutel geschont bleibt, zumindest, was den Kauf neuer Bücher angeht.

#Zitat

Meine Erinnerungen sind weg, aber Teile von mir besitzen immer noch eine Art Gedächtnis. Mein Körper, meine Muskeln – und meine linke Hand mit dem Bleistift. Ich wusste sofort, was ich zu tun hatte, als der Stift erst einmal dort lag.
”Gelöscht” – Tery Terry

#newin

In den letzten Tagen habe ich mir tatsächlich nur ein neues Buch gekauft, nämlich den 3. Band der Beatrice Kaspary-Reihe von Ursula Poznanski “Stimmen”. Aber ich habe mir noch eine Investition gegönnt, die ich in nun auf Herz und Nieren prüfe, nämlich einen Icarus Illumina in weiß.

Icarus Illumina

Seit Jahren nun bin ich schon begeisterte eBook-Leserin. Meine Bücher kaufe ich nicht nur bei Amazon, manchmal auch bei eBook.de und außerdem bin ich Mitglied in der Online-Bibliothek Skoobe.de mit einer Leseflatrate. Bislang lief das Lesen also auf verschiedenen Geräten, entweder dem Kindle Paperwhite der alten Generation oder über eine App auf dem iPad Mini. Nachteil beim Lesen auf dem Tablet ist, dass der Akku während des Lesens recht schnell zur Neige geht, die Qualität ist dafür super.

Ich habe mich nun zu einem Kompromiss bereit gefunden, bei der Qualität (gestochen scharfe Buchstaben und farbige Cover) eventuell einige Abstriche zu machen, dafür aber ein Gerät für alle eBooks zu erhalten, mit welchem ich jedes Format lesen kann, egal, wo ich sie gekauft oder geliehen habe. Also ein Gerät für alles. Wichtig ist mir dabei, dass der Akku ein paar Tage hält, wenn ich viel lese. Nun bin ich am Testen Smiley

#Rezension

Damit ich nichts vergesse, habe ich mir angewöhnt, immer möglichst sofort nach dem Lesen eine kurze Rezension zu schreiben. Da sind die Gedanken noch frisch, und die Worte fließen rascher über die Tasten. In diesem Jahr waren das nun schon 39 Stück. Ihr findet sie hier zusammengefasst über den Reiter “Gehört & Gelesen” nach Jahren sortiert. Vielleicht ist ja die eine oder andere Anregung für euch dabei Zwinkerndes Smiley

Ich danke euch fürs Vorbeischauen, wünsche euch noch einen warmen, sonnigen Abend und freue mich, wenn ihr das eine oder andere mitnehmen konntet.

07.04.2015

{Gehört}: Extinction |Kazuaki Takano

Autor: Kazuaki Takano
Titel: Extinction
Genre: Science Fiction, Wissenschaftsthriller
Übersetzer: Rainer Schmidt
Verlag: C. Bertelsmann Verlag, [02.01.2015]
TB, 560 Seiten, 14,99 €
ISBN: 3570101851
Kindle-Edition: 11,99 €
Der Hörverlag, [02.01.2015]
Spieldauer: 19 Std., 30 Min (ungekürzt)
Sprecher: Sascha Rotermund
Regulärer Preis: 10,95 €
im Premium-Abo 10,19 € oder 1 Guthaben
im Flexi-Abo: 9,95 €

Bewertung: 

Inhaltsangabe (Audible):

Auf der Jagd nach dem neuen Menschengeschlecht... Ist das Ende des Homo Sapiens gekommen?
Jonathan Yeager wird im Auftrag der amerikanischen Regierung in den Kongo geschickt. Bei einem Pygmäenstamm sei ein tödliches Virus ausgebrochen. Die Verbreitung muss mit allen Mitteln verhindert werden. Doch im Dschungel erkennt Yeager, dass es um etwas ganz anderes geht: Ein kleiner Junge, der über unglaubliche Fähigkeiten und übermenschliche Intelligenz verfügt, ist das eigentliche Ziel der Operation. Kann es sein, dass dieses Geschöpf die Zukunft der Menschheit bedroht? Yeager weigert sich, das Kind zu töten. Er setzt alles daran, den Jungen in Sicherheit zu bringen. Eine gnadenlose Jagd auf die beiden beginnt.

©2011 / 2014 Kazuaki Takano / Verlag C. Bertelsmann, München. Übersetzung von Rainer Schmidt (P)2014 Der Hörverlag

Meine Meinung:

Kazuaki Takano ist ein unglaublich spannender und in sich schlüssiger Wissenschafts-Thriller gelungen, der zum Nachdenken vor allem über die Frage anregt, ob wir Menschen die höchste Evolutionsstufe bereits erklommen haben oder sie vielleicht sogar fürchten?

Es beginnt schon gleich mit einem aktuellen und brisanten Thema, nämlich der weltweiten Überwachung jeglichen digitalen Verkehrs. Auf diesem Wege nämlich erfährt die amerikanische Regierung von einem möglichen Virus, der bei einem Pygmäenstamm im Kongo ausgebrochen sein soll und reagiert umgehend. Eine Söldnertruppe wird zusammengestellt und auf ein Himmelfahrtskommando in das Gefahrengebiet mit einem unmissverständlichen Auftrag geschickt: Tötet alle!

Zeitgleich erhält Kento Koga von seinem verstorbenen Vater den Auftrag, in einer sehr kurzen Zeit ein wirksames Medikament gegen eine tödlich verlaufende Krankheit zu entwickeln, um damit 100.000 Kindern das Leben zu retten.

Während auf der einen Seite gnadenlos ums nackte Überleben gekämpft wird, teilweise sogar richtige Massaker präsentiert werden, werden wir auf der anderen Seite mit wissenschaftlichen Errungenschaften und Erkenntnissen auf vielen Gebieten wie Mathematik, Pharmakologie und Biologie bekannt gemacht.

Sympathieträger gibt es einige, die Spannung ist greifbar, denn die Zeit läuft hier wie da ab, viele falsche Entscheidungen werden vor allem auf Regierungsebene getroffen, doch auch einige entscheidende richtige. Wir begegnen Skrupellosigkeit genauso wie Selbstlosigkeit, und für mich steht fest: Man kann uns alle nicht über einen Kamm scheren.

Ein großartiges Buch und von Sascha Rotermund mit viel Engagement vorgelesen, so dass der Hörer hier knapp 20 Stunden perfektes Ohrenkino hat. Bravo! Von mir gibt es mehr als die volle Punktzahl, nämlich 11/10 Punkte für einen Überflieger Smiley

06.04.2015

{Gelesen}: Stimmen | Ursula Poznanski

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Autor: Ursula Poznanski
Titel: Stimmen
Reihe: Beatrice Kaspary (3)
Genre: Thriller
Verlag: Wunderlich, [06.03.2015]
TB, 448 Seiten, 14,95 €
ISBN: 3805250622
auch als gekürztes Hörbuch erhältlich
Kindle-Edition: 448 Seiten, 12,99 €
Rowohlt eBook, [06.03.2015]
ASIN: B00OPFCTVO
gelesen [auf dem Kindle Paperwhite]

Bewertung: 

Inhaltsangabe (Amazon):

Endlich da: Nach «Fünf» und «Blinde Vögel» der dritte Thriller von Bestsellerautorin Ursula Poznanski!
Er hatte die Zeichen gesehen. Er sah sie seit Jahren schon und hatte immer wieder versucht, die Menschen zu warnen, doch nie wollte jemand ihm glauben.
Sie hatten ein Opfer dargebracht.
Auf keinen Fall durften sie ihn hören.
Sie wissen, wer du bist.
Menschen, die wirr vor sich hin murmeln. Die sich entblößen, Stimmen hören: Die Psychiatriestation des Klinikums Salzburg-Nord ist auf besonders schwere Fälle spezialisiert. Als einer der Ärzte ermordet in einem Untersuchungsraum gefunden wird, muss die Ermittlerin Beatrice Kaspary versuchen, Informationen aus den Patienten herauszulocken. Aus traumatisierten Seelen, die in ihrer eigenen Welt leben. Und nach eigenen Regeln spielen …

Meine Meinung:

Der dritte Fall von Beatrice Kaspary hat es in sich. Dieses Mal geht es nicht um Geocaching oder Facebook wie in den beiden vorigen Fällen, sondern um Morde in einer psychiatrischen Klinik. Und da sie sehr bizarr wirken, könnte im Grunde jeder der Täter sein, zumindest jeder, der die Kraft und notwendige Skrupellosigkeit an den Tag legen könnte, Patienten ebenso wie medizinisches Personal. Es beginnt mit dem Mord an einem jungen Arzt, dem neben Genauigkeit nur gute Eigenschaften bescheinigt werden. Warum hat er sterben müssen? Und was bedeuten die seltsam angeordneten Utensilien auf seinem Körper?

Bea Kaspary konzentriert sich hoch engagiert auf diesen Fall. Nichts lässt sie außer Acht und beweist wieder einmal eine gute Kombinationsgabe und Intuition. Privat hat sie nicht nur weiterhin mit ihrem Exmann zu kämpfen, der jetzt sogar das alleinige Sorgerecht einklagen will, es ändert sich auch etwas an der Freundschaft zu ihrem Kollegen Florin Wenniger – aber mehr verrate ich nicht Zwinkerndes Smiley

Ich ziehe den Hut vor der Autorin. Es hat sich gelohnt, zwei Jahre auf den nächsten Thriller von ihr zu warten, denn die Umsetzung der interessanten Idee ist ihr auf ganz hervorragende Weise gelungen. Bis zur Auflösung habe ich nicht gewusst, wer dahinter steckt, habe bei weitem nicht alle Fäden erkannt und war selbst ziemlich überrumpelt. Die Spannung ist von Anfang an greifbar und nimmt zu keiner Zeit ab, sondern eher noch in einem rasanten Tempo zu, so dass ich buchstäblich das Buch nicht aus der Hand legen konnte und Anteil nahm am Geschehen und den Figuren.

Handlungsort ist wiederum Salzburg, doch die Szenerie, da absolut fiktiv, könnte ebenso in jeder anderen Stadt spielen. Auch ihrem Schreibstil bleibt die Autorin treu, flüssig, auktorial und da häufiger aus Beas Sicht, personal. Durch den auf dem Cover dargestellten Vogel – diesmal durch die Fensterfront eines Klinikums – ist der rote Faden durch die drei Bücher auch optisch sehr gut dargestellt.

Kurz: Ich bin begeistert und bringe das durch 11/10 Punkte zum Ausdruck Smiley

Zitat:

Das war das grausigste Detail an dem Bild, das sich ihnen bot, aber nicht das merkwürdigste. Viel seltsamer war das, was auf den Körper des toten Arztes drapiert worden war. Ein Kamm, der quer über seinem Bauch lag. Ein Kugelschreiber, der zwischen den Fingern seiner rechten Hand steckte, als sei er während des Schreibens gestorben. Und fünf quietschbunte, transparente …
«Plastikmesser?», sagte Florin ungläubig.

Bücher der Reihe:

1. Fünf – beendet 28.02.2013 – 09/10 Punkte
2. Blinde Vögel – beendet 10.08.2013 – 09/10 Punkte
3. Stimmen – beendet 06.04.2015 – 11/10 Punkte

04.04.2015

{Gelesen}: Der goldene Thron | Katia Fox

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Autor: Katia Fox
Titel: Der goldene Thron
Reihe: Das kupferne Zeichen (3)
Genre: Historischer Roman
Verlag: Bastei Lübbe, [25.09.2010]
HC, 767 Seiten, ab 17,96 €
TB, 768 Seiten, ab 2,41 €
ISBN: 3404164407
Kindle-Edition: 694 Seiten, 3,99 €
ASIN: B00KKTHE9Q
gelesen [in der Leselotte]

Bewertung: 

Inhaltsangabe (Amazon):

"Fünf gekrönte Häupter und einen goldenen Thron sehe ich hier." Die Alte ließ Guillaumes Finger los und lächelte geheimnisvoll. "Das Schicksal Englands liegt in Eurer Hand." England, 12. Jahrhundert: Der junge Guillaume, vierter Sohn eines Barons, träumt davon, Ritter des Königs zu werden. Als es ihm gelingt, die Königin vor Rebellen zu retten, und sie ihn zum Fechtmeister des Prinzen ernennt, wird Guillaume zu einem der einflussreichsten Männer Englands. Doch mit dem Ruhm wächst die Zahl seiner Neider, und schon bald droht eine hinterhältige Intrige ihn zu Fall zu bringen ...

Meine Meinung:

Dieser 3. Band ist derjenige mit dem größten historischen Background. Es gibt nur wenige Personen und Freiheiten der Autorin, die dieses Buch zu einem Roman und nicht einer Biographie machen. Während sich Band 1 noch vor allem um das Leben der fiktiven schönen Schmiedin Ellenweore dreht, und in Band 2 der fiktive und illegitime Sohn von Ellen und dem Ritter Guillaume seinen Weg zum königlichen Falkner geht, erfahren wir nun zur Gänze alles Wissenswerte über den “besten Ritter” oder “Liebling der Könige”, der nicht weniger als fünf Königen treu gedient hat.

Wir begegnen König Henry II., dem jungen Henry, Richard Löwenherz, John Ohneland, erfahren viel über das Leben am Hof, die Intrigen, die Politik, die Verpflichtungen der Ritter, erleben so manche Schlacht, erfahren von Liebe, Hass und Sehnsüchten. Das Buch hat zwar mehr als 750 Seiten, und doch ist es für die Menge an Fakten eigentlich zu dünn. Oft gibt es nur ganz kurze Kapitel, die uns einen winzigen Einblick in eine neue Situation gewähren, dann geht es an anderer Stelle und zu anderer Zeit weiter.

Das Leben eines Ritters war hart und unbeständig. Jederzeit konnten die Ländereien, Hab und Gut, entweder vom König eingefordert oder durch Eroberungszüge verlustig gehen. Adlige Geiseln wurden genommen und oft schlecht behandelt, selbst die Königin und Gemahlin Henry II. wurde lange Jahre inhaftiert. Da die medizinische Versorgung zu dieser Zeit noch sehr bescheiden war und sich fast auf Blutegel und Kräutersud beschränkte, erlagen viele Männer ihren durch mangelnde Hygiene oft brandigen Verletzungen.

Guillaume le Maréchal oder William Marshal aber hat sein Leben lang England treu gedient und ist erst im hohen Alter, von vielen geliebt, gestorben.

So sehr mich das Leben des “besten Ritters” auch interessiert und beschäftigt hat, so fand ich doch die beiden Bücher, die nur an Historischen Eckpfeilern erdacht waren, interessanter. Mir hat das Buch gut gefallen, wenn ich mir auch mehr Ausschmückung und weniger Kämpfe gewünscht hätte.

Ich gebe 07/10 Punkte.

Zitat:

»Was macht er noch dort oben?«, hörte er den Kammerherrn mürrisch fragen. »Mittag ist längst vorüber.«
»Groß tut er«, rief einer der Knappen. »Sagt, er will bis zum Abendrot ausharren, dabei könnte er doch längst runter.«
Tancarville nickte verstehend. »Komm zu mir, wenn du hier fertig bist«, sagte er an Guillaume gewandt, drehte sich um und ging mit langen Schritten davon.

Bücher der Reihe:

1. Das kupferne Zeichen – beendet 09.04.2007 – 10/10 Punkte
2. Der silberne Falke – beendet 15.01.2010 – 11/10 Punkte
3. Der goldene Thron – beendet 04.04.2015 – 07/10 Punkte