19.12.2009

Eiskalt und mit Schnee bedeckt

  so ist das hier im Pott zur Zeit. Also das ideale Winterwetter . Der Laird wird heute Nachmittag mit unseren Freunden einen Weihnachtsmarktbummel machen, und da ich fleißig meine Augen tropfen muss, kann ich nicht mitgehen.

Mein Tag sieht daher folgendermaßen aus:

  • 07.00 Uhr vermag ich durch meinen schmerzenden rechten Arm keine Stellung mehr zu finden, in der ich weiter schlafen kann und stehe daher auf, entferne die durchsichtigen Augenklappen, die ich nachts zum Schutz festkleben muss, tropfe das erste Mal und setze mich ins kuschelwarme Wohnzimmersofa, nehme meinen iPod zur Hand und den Steckschal von der Knitting Delight Group. Nachdem ich bereits 2x getropft habe und “Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch” ausgehört ist, bemerke ich, dass ich überlesen habe, die 15. Reihe 10x zu stricken und beginne die Ribbelei (etwas gefrustet, denn Sunsy hat natürlich KEINE Rettungsleine gezogen).
  • etwa 09.30 Uhr erwacht der Laird zum Leben, wir duschen, frühstücken ausgiebig und befassen uns anschließend jeder mit seinem Computer.
  • Zwischen dem Tropfen, einigen Tassen Kaffee und dem Anwerfen der ersten Maschine Wäsche für heute gehe ich meine Adventskalender durch und stelle fest, dass ich durch meine OP am 17. einen Download bei Chip.de verpasst habe, den ich gern gehabt hätte... tja Pech - Abstriche muss frau halt machen... Dafür entdecke ich einen weiteren Adventskalender, in dem es eine Anleitung für ein Tuch gibt zusätzlich zu diesem hier.
  • immer hübsch tropfen und nebenbei räume ich die Reste aus meinem Bücherregal in der Küche in den allerletzten Karton, den wir noch haben. Der Laird ist derweilen beim TT-Laden und entscheidet sich für einen neuen Belag.
  • Ich werde zusehen, die Ordner und Bücher aus der Anrichte in der Diele auf die restlichen im Flur stehenden Kartons zu verteilen oder notfalls irgendwo zu stapeln (wobei mir noch nicht gänzlich klar ist, WO eigentlich dieses irgendwo liegt?), damit wir morgen die beiden Möbel vertauschen können und ich dann von neuem anfangen werde können, Kartons auszupacken und Bücher einzusortieren
    Ihr seht schon: So richtig fertig ist auch unsere neue Bücherwand im Wohnzimmer noch nicht eingeräumt. Es liegt einfach daran, dass wir Unmengen an Büchern, DVD’s und CD’s haben, die möglichst so neu sortiert werden sollen, damit wir auf Anhieb alles finden, wobei “das Bessere” im Wohnzimmer und das in unserer Bewertung oder dem Aussehen der Bücher nach zu urteilen Schlechtere in der Diele und der Küche zu finden sein sollte. Und ich kann erst dann mit dem Tausch der beiden besagten Möbelstücke beginnen, wenn der Laird seine x Kartons ausgepackt hat - was nun (fast) geschehen ist.
  • zwischendurch immer fein tropfen und möglichst am Computer oder/und der Couch ausruhen beim Stricken, Lesen (ich hab das Buch zumindest schon mal auf den Couchtisch gelegt ) und Hörbuch-Hören.
  • Irgendwann werde ich mir dann den Rest Spaghetti mit Spinat von gestern aufwärmen (ja, ich mach sowas... mir ist das immer gut bekommen) und eine weitere Ladung Wäsche bei der WaMa in Auftrag geben. Mal sehen, wie weit ich heute mit dem Steckschal komme

Ich wünsch euch allen einen schönen Samstag und bedanke mich ganz herzlich für all eure Kommentare zu meinem OP-Bericht. Wie ihr seht, geht es mir bereits glänzend, ich sehe schon fast wie ein junger Adler und bin auch wieder fähig, zu lesen und zu stricken

18.12.2009

Zahnstein-Entfernen ist schlimmer...

Da bin ich wieder und bin froh und glücklich, mich dafür entschieden zu haben, mir mittels der Lasik-Methode die Augen lasern zu lassen. Jedem, der sich auch mit diesem Gedanken trägt, kann ich nur sagen: Zahnstein entfernen ist schlimmer! Das einzige, worauf ich nicht vorbereitet gewesen bin, war der Geruch, denn in dem Moment, wo der Laser in action trat, roch es intensiv nach verbrannten Haaren

Aber alles der Reihe nach - und diejenigen, die sich nicht für dieses Thema interessieren, klicken nun einfach weg oder scrollen hinunter

Die Brille hatte ich ja schon am Mittwoch, nachdem meine Pupillen erweitert waren, in die Ecke gepfeffert (also natürlich nicht buchstäblich... sie liegt in dem harten Etui gut verstaut in meiner Kommode) und bin als Blindfisch zu meinem Laird ins Auto gestiegen und habe mich nach Köln fahren lassen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich ohne Kontaktlinsen und Brille kein einziges Autobahnschild wirklich lesen konnte, selbst nicht, wenn es fast direkt über mir hing - ich konnte mir nur anhand der Umgebung, der Gestaltung der Abfahrten etc. zusammenreimen, wo wir gerade waren.

Dann wurde ich in dem Augenlaserzentrum Care Vison begrüßt, zahlte meinen Obolus und wurde behandelt. Es wurde sogar ein Erinnerungsfoto mit dem Doktor gemacht, das ich sicherlich bald bekommen werde . ich bekam eine grüne Mütze auf, unter die all meine Haare geschoben wurden, grüne Überschuhtüten, bekam zwei Schaumzitronen in die Hände, die kneten hätte können und eine Rolle unter die Kniekehlen. Das war sehr gut, denn aufgeregt war ich ja doch, dann sammelt sich das Blut immer genau da, wo es nicht gebraucht wird und alles andere wird eiskalt... Der Arzt klebte meine Wimpern fest, schob eine Klemme ins Auge und fixierte die Lider so, dass die Augen offen blieben und ich nicht blinzeln konnte. Ich bekam Tropfen in die Augen und dann kam der Apparat über mich, und ich fixierte einen grünen Punkt.

Nach Markieren, Messen und was weiß ich nicht alles, wurde der Sauger angesetzt, eine Scheibe herausgeschnitten, die dann umgeklappt wurde - zwischendrin wurde immer getropft - um den grünen Punkt sah es aus wie im Weltall, und ich fand alles eigentlich sehr interessant, ich war aufgeregt und irgendwie erwartungsvoll, aber hatte keine Angst. Dann wurde der Laser eingesetzt, es roch intensiv nach verbranntem Haar, die vorher angeschnittene Scheibe wurde wieder darauf gelegt, glatt gestrichen, wieder getropft - und es ging zum zweiten Auge...

Anschließend konnte ich schon wieder sehen. Etwas verschwommen zwar, aber es ging schon besser als zuvor, und ich hatte bis auf einen Druck im linken Auge, wo der Arzt mit der Klemme zweimal ansetzen musste, keine Beschwerden.

Ich bekam meine Medikamente mit einem Tropfenplan und konnte nach einer Nachuntersuchung - “sieht sehr gut aus” - wieder nach Hause. Unterwegs habe ich meist die Augen geschlossen, weil ich manchmal eine Art Kratzen oder Stich verspürte, als die Betäubung nachließ, aber wirklich nicht schlimm. Machte ich sie aber auf, konnte ich bereits wieder die Autobahnschilder lesen!!! Unglaublich! Und Abends zuhause sahen wir uns dann “Ice Age” an und ich konnte in der Werbepause die Schrift lesen! - Später noch konnte ich bereits wieder die Uhrzeit auf dem Display unseres Videorecorders sehen, ohne mich von der Couch erheben zu müssen. Echt der Wahnsinn!

Die Schwester meinte, dass der AHA-Effekt heute Morgen eintreten würde, dass ich dann wieder super sehen würde. Und sie hat nicht übertrieben. Ich sehe nur unmittelbar nach dem stündlichen Tropfen etwas verschwommen, ansonsten könnte ich sicherlich eine Taube auf dem Kirchturm erkennen

Gleich fahre ich wieder nach Düsseldorf zur Nachkontrolle und bin sicher, dass ich am Montag wieder ohne Brille zur Arbeit werde fahren können. Echt super. Ich bin begeistert! Meine Augen müssen sich jetzt nur daran gewöhnen, auf Nah umzuschalten. Das was sie ganz nah immer gut konnten, müssen sie nun wieder lernen. Deshalb werde ich sie was das Stricken angeht, noch etwas schonen. Besser ist.

17.12.2009

Ausgehört: Sie sehen dich - H. Coben

Harlan Coben
Sie sehen dich
Thriller 
Dauer: 12 Std., 40 Minuten (ungekürzt)
gesprochen von Detlef Bierstedt

Bewertung:

Inhaltsangabe (Audible):

Tia und Mike Baye haben ein Spionageprogramm auf dem Computer ihres sechzehnjährigen Sohns Adam installiert. Aus Sorge. Denn seit sich Adams bester Freund Spencer Hill sich das Leben genommen hat, zieht sich Adam so sehr in die Welt des Internets zurück, dass seine Eltern fürchten, ihr Sohn könnte ihnen komplett entgleiten.
Doch noch bevor sie ein klärendes Gespräch mit Adam führen können, beginnt der Horror für die Bayes: Adam kommt nicht von der Schule nach Hause, und am selben Tag filtert die Spy-Software eine alarmierende Nachricht aus seinem Maileingang: "Verhalte dich ruhig, dann passiert dir nichts!" In der Zwischenzeit stößt Spencers Mutter Betsy in einem Internetforum, das Spencers Mitschüler zu seinem Andenken eingerichtet haben, auf ein beunruhigendes Foto: Spencer in der Nacht seines Todes. Er war nicht allein & und er hatte Angst.
Auch wenn sie es nicht genau erkennen kann, ist sich Betsy sicher, dass es sich bei dem Unbekannten auf dem Foto um niemand anderen als Adam handelt. Schließlich muss sie zusammen mit den anderen Eltern erkennen, dass etwas zutiefst Böses in ihre Gemeinschaft Einzug gehalten hat. Wie weit sind Tia und Mike Baye bereit zu gehen - zum Schutz ihres Kindes?

>> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

Ich entwickle mich eindeutig zum Harlan-Coben-Fan - mir hat dieses Hörbuch jedenfalls sehr gut gefallen. Vielleicht nicht unbedingt nachvollziehbar für kinderlose Leser/Hörer, aber jede(r) mit Erfahrung im Umgang mit Jugendlichen findet in diesem Hörbuch garantiert auch die eine oder andere Weisheit in Form von philosophischen Gedankensprüngen. OK-OK, vielleicht nicht jedermanns Sache, aber Dank dieser vielen Gedankensprünge macht der Autor dem Leser eher die Beweggründe jedes Einzelnen begreiflicher.

übrigens: Wer auf Mord und Totschlag aus ist, kommt hier buchstäblich voll auf seine Kosten - buchstäblich!

Wieder mal ein schönes rundes Buch, bei dem am Ende noch die letzte Frage geklärt wird.

Und wie angekündigt kommt nun der Wunschpunsch von Michael Ende auf die Ohren - nach der OP

Zwischenstand

Ist doch seltsam, diese pupillenerweiternden Tropfen wirken sich auf die einzelnen Menschen unterschiedlich aus...

Ich erinnere mich noch, dass ich ungefähr vor 25 Jahren schon einmal “betropft” wurde und dann tatsächlich ganz schlecht sah, beim Straße-Überqueren regelrecht Angst hatte und mich an der Lenkstange des Kinder- oder Sportwagens hilfesuchend festklammerte, als die Ampel auf ein riesiges grünes Leuchten mit riesigem Strahlenkranz umschaltete...

Diesmal - niente. Meine Pupillen sind riesig, aber ich sehe (jetzt ohne Brille, ich hab sie tatsächlich in die nächste Ecke gepfeffert), eigentlich so wie vor dem Tropfen. Das heißt, im Nahbereich glasklar und ab etwa 70/80 cm beginnt der Gesichtsradius zu verschwimmen. Der Monitor liegt genau an der Grenze , allerdings hab ich gestern beim Nachhausefahren (der Laird hat mich abgeholt), noch nicht einmal die Autokennzeichen direkt vor unserem Wagen an der Ampel entziffern können...

OK, so hab ich gestern Abend einfach noch rasch ein 10. Handysöckchen genadelt und mich dann wieder an den Steckschal-KAL (der ja eigentlich schon abgeschlossen sein sollte) der Knitting Delight Group gemacht. Jetzt bin ich zumindest beim 2. und letzten Clue

Mein Hörbuch ist in wenigen Minuten auch ausgehört und ich kann dann ein neues anfangen... tja, und dann schaun wir mal. 12.30 Uhr fahren wir los, um pünktlich in Köln anzukommen. Ich denke, dass wir gegen 17.30 Uhr wieder zurück sein werden und bin wirklich gespannt, ob und wie ich da schon sehen kann... Da der Arzt die Lasik-Methode durchführen wird, wird die Wundheilung eh relativ kurze Zeit in Anspruch nehmen. Dann müssen sich meine Augen halt umgewöhnen. Bisher sah ich nah alles klar und weiter weg verschwommen, nun wird das zunächst umgekehrt sein und meine Augen müssen sich daran gewöhnen, auf den Nahbereich umzuschalten. Aber trotzdem ich über 40 bin, habe ich bislang keine Probleme mit Altersweitsicht und nehme nicht an, dass das plötzlich nach der OP eintreten wird. Ich nehme also an, dass ich so ab Montag etwa damit keine Probleme mehr haben dürfte... so der Plan

OK, ich geh dann mal noch ein bisschen stricken... weiß ja nicht, wann ich die Maschen wieder erkennen werde können