30.07.2017

{Gelesen}: Sieh nichts Böses | Inge Löhnig

170730 Sieh nichts Böses
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Inhaltsangabe (Amazon):

Der Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort ist glücklich wie nie zuvor. Gerade ist er mit Gina von der Hochzeitsreise zurückgekehrt, die beiden freuen sich auf ihr erstes Kind.

Doch ein überraschender Fund reißt Dühnfort aus seiner privaten Idylle. An einem nebligen Novembertag spüren Leichensuchhunde bei einer Polizeiübung den halb verwesten Körper einer jungen Frau auf. Neben ihr liegt eine kleine Messingskulptur - ein Affe, der seinen Unterleib bedeckt. Seine Bedeutung: Tu nichts Böses.
Dühnfort findet heraus, dass es sich um eine seit Jahren vermisste Frau handelt. Er stößt auf einen weiteren ungeklärten Mord und kommt so einem niederträchtigen Rachefeldzug auf die Spur, der noch lange nicht beendet ist. Denn wieder verschwindet eine Frau.

Meine Meinung:

spannend, brutal, leider vorhersehbar

Mein herzlicher Dank geht an NetGalley.de und den Verlag für das mir zur Verfügung gestellte Leseexemplar! ♥♥♥♥♥

Das wunderschön gestaltete Cover mit dem maroden Bootssteg passt sich hervorragend in die Reihe der bisher erschienenen Bücher der Autorin ein. Ich finde es wirklich schön, dass man anhand des Covers, das einem ins Auge fällt schon weiß, worum es sich bei dem Buch handeln wird. So fällt die Entscheidung, es lesen zu wollen, quasi sofort.

In diesem Roman geht es in erster Linie um zu Tode geprügelte Frauen, und da hier so mancher Ehemann eine lockere Hand zu haben scheint, sieht es anfangs so aus, als könne einer dieser Männer der Mörder sein. Auch die Ermittler kommen zunächst zu diesem Schluss, und nehmen wenig später jemanden aufs Korn, bei dem bis auf das Motiv jedes Puzzleteilchen zu passen scheint, jedoch ist mir ziemlich rasch klar geworden, was alle zu übersehen scheinen, und so vermutete ich den Täter ein wenig neben der Spur und behielt Recht.

Aber es geht auch um die Beziehung zwischen Gina und Tino, um das erste Kind, die Wahrscheinlichkeit einer Behinderung und die damit verbundene schwere Entscheidung: Abtreibung oder Geburt?

Spannend geschrieben, wie immer, las ich mich durch die verschiedenen Stadien der Ermittlung und Termine bei Gina und bangte um die junge Hutmacherin, die in den Fokus des Täters gerät. Inzwischen sind mir der Espresso liebende Tino und seine Frau Gina sehr ans Herz gewachsen. Fast scheint es, als kennte ich mich in München bestens aus und fühle mich an deren Seite laufen. Regional-Krimis, auch wenn ich mich in den meisten Regionen nicht auskenne, gefallen mir sehr, und Inge Löhnig hat eine besondere Begabung, ihre Romane auch für nicht ortskundige Leser so plastisch zu gestalten, dass man die Umgebung direkt vor Augen hat und blind hinterherstolpern könnte.

Mir hat der 8. Dühnfort-Krimi wieder sehr gefallen – somit gebe ich die volle Punktzahl von 10 Punkten.

Zitat:

Seit sie vor zwanzig Minuten ins Auto gestiegen war, hatte Doro Gutsch schon so ein Gefühl. Es würde kein guter Tag werden, denn heute war Ronja so eigensinnig wie eine Primadonna, mit ganz eigenen Vorstellungen von der Choreographie.
Kapitel 1, erste Sätze

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Bücher der Autorin:

1. Der Sünde Sold – rezensiert 02.02.2012 - 09/10 Punkte
2. In weißer Stille – rezensiert 11.02.2012 - 09/10 Punkte
3. So unselig schön – rezensiert 21.02.2012 - 10/10 Punkte
4. Schuld währt ewig – rezensiert 25-03.2012 - 10/10 Punkte
5. Verflucht seist du – rezensiert 13.10.2013 - 06/10 Punkte
6. Deiner Seele Grab – rezensiert 31.07.2014 – 10/10 Punkte
7. Mörderkind – rezensiert 03.01.2015 – 08/10 Punkte
8. Nun ruhet sanft – beendet 24.03.2016 – 10/10 Punkte
9. Gedenke mein – beendet 17.04.2016 – 11/10 Punkte
10. Sieh nichts Böses – beendet 30.07.2017 – 10/10 Punkte

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