15.06.2010

Kurzrezi: Die Tote im Klosterbrunnen – P. Tremayne

Peter Tremayne
Die Tote im Klosterbrunnen
4. Band der Schwester-Fidelma-Reihe
Historischer Krimi
Aufbau Taschenbuch Verlag
TB, 439 Seiten
ISBN: 3746620651

Bewertung:  

Klappentext:

Irland 666: In einer irischen Schwesternabtei findet man im Klosterbrunnen eine junge Frau, nackt und enthauptet. Man ruft Schwester Fidelma, eine Nonne königlichen Geblüts, um das Verbrechen aufzuklären. Fidelma, die unabhängige und selbstbewusste Heldin dieser Krimiserie, agiert in einer Welt des frühen Christentums, in der keltische Mythen und Bräuche noch starken Einfluss haben. Toleranz und Aufgeklärtheit der gebildeten Frau sichern ihr Macht und Einfluss.

Ich gebe es zu, ich liebe diese Serie. Nicht immer habe ich so rechte Lust darauf, aber wenn, dann gibt es kein Halten mehr und ich kann nicht aufhören zu lesen. So auch diesmal wieder – nicht eine Masche habe ich gestern gestrickt. Stattdessen habe ich diese 439 Seiten fast nur am gestrigen Tag gelesen... heute lediglich den Rest in der Mittagspause, den ich gestern Nacht einfach nicht mehr geschafft habe, weil ich wenigstens noch 5 Stunden Schlaf haben wollte...

Das so faszinierende dieser Serie lässt sich nicht in wenigen Worten sagen, denn es sind so viele Dinge. Zum einen ist jeder Roman von Anfang bis Ende voller Spannung geschrieben. Da Schwester Fidelma, oft auch in Zusammenarbeit mit Bruder Eadulf ermittelt, bekommen wir alles hautnah mit. Jedes kleinste Indiz, jedes Gerücht, jede Verleumdung und außerdem jede Befragung bringt uns einen Schritt weiter. Nicht selten gerät Schwester Fidelma selbst in höchste Gefahr.

Wir erfahren einiges über das 7. Jahrhundert Irlands, können ein paar gälische Worte lernen, erfahren eine Menge über noch immer vorhandene keltische Bräuche und können nicht anders, als vor der Schwester den Hut zu ziehen. Eine intelligente Frau, selbstbewusst und äußerst klug, schafft sie es immer wieder jedes Rätsel aufzuklären und den Verbrecher zu identifizieren.

Was die Serie überdies noch zu etwas Besonderem macht, ist das Verhältnis von Schwester Fidelma zu Bruder Eadulf. Während des 7. Jahrhunderts war es nicht unüblich, dass in Klöstern Mönche und Nonnen zusammen lebten, heirateten und ihre Kinder aufzogen. – Noch sind die beiden nicht so weit, aber da ich bereits für die Histo-Couch ein Buch weiter hinten in der Reihe rezensiert habe, weiß ich, dass die beiden “sich noch kriegen”

In diesem Band jedenfalls gibt es zwei enthauptete tote Frauen, und ich bin lange, lange nicht darauf gekommen, wer der Täter war. Vielleicht, weil es zudem noch eine Verschwörung gab... Aber ich erzähle zu viel – Lest einfach selbst!

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