17.12.2011

Ausgehört [Rezi] 19 Minuten – Jodi Picoult

Jodi Picoult
19 Minuten
Thriller
Dauer: 9 Std., 44 Min. (gekürzt)
gelesen von: Tom Schilling, Oliver Brod, Ulrike Hübschmann

Bewertung:

Inhaltsangabe (Audible):

19 Minuten dauert Peters Houghtons Amoklauf, mit dem er sich für sein ganzes Leben rächen will. Er wurde von seinen Mitschülern drangsaliert und verspottet, sie haben ihn gequält und gehänselt - bis er nicht mehr konnte.

Jodie Picoult entwirft das packende Psychogramm eines Amokläufers. Eines 17-jährigen Mörders, der sich seiner Schuld bewusst ist, aber keinen anderen Ausweg mehr sieht. Neben Peter selbst, kommen die einzelnen Betroffenen zu Wort: Josie, die das Massaker überlebt hat und sich an nichts erinnern kann. Ihre Mutter Alex, die als Richterin den Fall übernimmt. Und schließlich Peters Mutter Lacy, die fassungslos und voller Entsetzen der Tat ihres Sohnes gegenüber steht. Hätten sie alle die Tat verhindern können?

(c) + (p) 2008 Der Hörverlag

Ein sehr nachdenklich stimmendes Hörbuch, bei welchem mir auch sehr gefallen hat, dass es von verschiedenen Lesern vorgetragen wurde. Sehr gut gewählt war die Stimme für die Passagen von/über Peter, irgendwie hatte ich immer die Vorstellung eines pickeligen Jungen dabei, der schüchtern und traurig wirkt.

Es handelt sich um einen Schüler-Amoklauf in einer fiktiven Kleinstadt. Kinder können grausam sein… Wir hören viele Blickwinkel und erfahren nach und nach von den Ereignissen, die zu dieser Tat geführt haben, lernen all die Menschen kennen, die mittel- oder unmittelbar mit dem Fall zu tun haben und merken nach und nach, wie sich unsere Sichtweise verändert.

Und schließlich stellte sich mir die Frage, ob ich als Mutter meinen Kindern alles Gute mitgeben konnte, aber auch die Fähigkeit, Entscheidungen zu fällen und die Konsequenzen dabei abzuwägen. Nicht alles einzustecken, aber auch nicht Vergeltung zu verüben. Liegt es überhaupt an uns, was aus unseren Kindern wird? Was können wir tun, um eine solche Situation überhaupt nicht erst entstehen zu lassen? Wie hätte Lacy zum Beispiel besser handeln können/sollen – oder Alex? Lag es überhaupt in ihrer Macht?

Nachdenkliche 8 Punkte, eine “2+”, sind meine subjektive Bewertung.

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