13.08.2014

{Gehört}: Dünengrab | Sven Koch

Sven Koch
Dünengrab
Tjark Wolf & Femke Folkmer (1)
Friesenkrimi
Audible GmbH, 2013
Spieldauer: 13 Std., 47 Min (ungekürzt)
Sprecher: Reinhard Scheunemann
Regulärer Preis: 24,95 €
im Premium-Abo 23,23 € oder 1 Guthaben
im Flexi-Abo 9,95 €
gehört über die Audible-App

Bewertung: 

Inhaltsangabe (Audible):

In dem kleinen Ort Werlesiel an der friesischen Küste verschwindet ein junges Mädchen nachts im dichten Seenebel. Femke Folkmer, Chefin der kleinen Polizeiinspektion, glaubt nicht an einen normalen Vermisstenfall. Aber auch die Schauergeschichte, die die Küstenbewohner sich erzählen, hält sie für eine Mär. Kriminalist Wolf verstärkt ihr Team. Doch statt der Vermissten finden die Ermittler den versteckten Friedhof eines Serienmörders...

>> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

©2013 Droemersche Verlagsanstalt (P)2013 Audible GmbH

Meine Meinung:

Ein Friesenkrimi mit Atmosphäre und einem interessanten Ermittler-Duo

Der Krimi fängt schon gleich schaurig an – erinnert an The FOG irgendwie – als im Küstennebel eine junge Frau völlig verängstigt und arg mitgenommen Hilfe suchend an Fokko Boers Tür klopft, dann aber wieder verschwindet und den alten Mann verwirrt zurück lässt. Fokko ruft die Polizei, nicht ahnend, dass ihn dieser Vorfall erneut ins Rampenlicht rückt.

Die Polizei-Chefin Femke Folkmer und das aus Oldenburg zur Verstärkung geholte Team Tjark Wolf und sein Kollege Fred nehmen die Ermittlung zu dem Fall der vermissten jungen Frau auf, und was sie im Laufe ihrer Ermittlungen aufdecken, lässt einem die Haare zu Berge stehen.

Durch den gekonnten Szenenwechsel zu der vermissten Frau Vikki Rickmers und ihren Peiniger erfahren wir, dass Vikki noch lebt und was ihr währenddessen widerfährt. Das schürt die Spannung, denn die Zeit läuft davon.

Die Charaktere der beiden Hauptermittler Femke und Tjark sind gut ausgearbeitet, wir erfahren einiges über ihr Leben, Fred bleibt bis auf seine Schwäche für Kuchenteilchen und den privaten Hausbau eher außen vor. Über die Bewohner von Werlesiel erfahren wir hingegen nicht allzu viel. Aber sie scheinen bis auf den Brauereibesitzer hilfsbereit und sprechen entweder platt oder mit diesem friesischen Zungenschlag. Letzten Endes war ich schon fast der Meinung, Tjark habe recht mit seiner Vermutung.

Am Ende gibt es dann noch eine spannende und nicht erwartete Wendung.

Zum Sprecher:
Reinhard Scheunemann hat den Krimi gut eingelesen. Am besten sind ihm die platten und norddeutsch gesprochenen Sätze gelungen, der leicht sächsische Dialekt von Schröder nicht ganz so gut, aber das ist auch wirklich nicht einfach. Auch raue Seebären nimmt man ihm ohne weiteres ab. Dass sogar die femininen Stimmnuancen gut gelangen, finde ich schon bemerkenswert. Allerdings hat er mir zu langsam gesprochen. Ich habe auf 1,25facher Geschwindigkeit gehört, das war dann in etwa so, wie ich selbst lese.

Fazit:
Ein durchaus guter Friesenkrimi mit überraschender Wendung, viel Spannung, Atmosphäre und einem interessanten Ermittlerteam. Ich gebe 08/10 Punkte.

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