07.08.2016

{Gelesen}: Das Böse in uns | Cody McFadyen (ReRead)

160807 SmokyBarrett3

Autor: Cody McFadyen
Titel: Das Böse in uns
Reihe: Smoky Barrett (3)
Übersetzer: Axel Merz
Genre: Thriller
Verlag: Bastei Lübbe [26.06.2010]
HC: 446 Seiten, [01.01.2008], ab 5,99 €, ISBN: B0027M6D8C
TB: 448 Seiten, [24.04.2010], 9,99 €, ISBN: 3404164210
Kindle-Edition: 428 Seiten, 8,49 €, ASIN: B0133MBUKA
hier: gelesen auf dem Kindle Paperwhite
gek. Hörbuch – zur Rezi – 09/10 Punkte

klick zu Amazon.de

Inhaltsangabe (Amazon):

Ein Flug nach Virginia. Alles wie gewohnt. Die Passagiere fühlen sich wohl. Auch Lisa. Bis sich ihr Nachbar zu ihr herüberlehnt und flüstert: "Lisa, ich werde dich jetzt töten." Nach der Landung findet die Besatzung Lisas Leiche. Die FBI-Agentin Smoky Barrett hat lediglich einen Hinweis: ein silbernes Kreuz mit der Zahl 143 im Körper der Toten. Zählt der Mörder seine Opfer?
Smoky hat es offenbar mit einem Serienkiller zu tun. Denn im Internet tauchen brutale Videos von Hinrichtungen auf. Die Filme verraten, dass jedes Opfer Sünden begangen hatte, die wie ein Schatten auf seiner Seele lasteten: Mord, Kinderschändung, Vergewaltigung. Mit seinen Taten will der Mörder die Schuld seiner Opfer sühnen.
Smoky Barrett steht als Nächste auf seiner Liste. Denn auch sie hat ein finsteres Geheimnis.

Meine Meinung:

Der dritte Band aus der Smoky Barrett-Reihe unterscheidet sich zu seinen Vorgängern dahingehend, dass der Autor hier auf ausführliche Beschreibungen der Morde und bestialische Brutalität verzichtet. Zwar handelt es sich auch hier um Serienmorde, die keinesfalls ohne Blutvergießen ablaufen, aber sie werden weder detailreich geschildert noch haben wir es hier mit Badewannen voller Blut zu tun.

Cody McFadyen ist durch seine ersten beiden Bände dafür bekannt, nicht zimperlich mit seinen Morden umzugehen, und so manchen Leser mag das abgeschreckt haben, doch bei diesem 3. Band besteht meiner Meinung nach diese Gefahr nicht. Zudem kann er auch allein gelesen werden, denn alle wichtigen Details zu den Ermittlern, die wir bereits im ersten Band erfahren haben, werden hier noch einmal kurz angerissen und somit eine Art Zusammenfassung geliefert.

Dieses Mal vergebe ich einen Punkt weniger als beim Hören des gekürzten Hörbuchs damals, denn es hat mich beim Lesen durch den religiösen Fanatismus und Irrsinn nicht so sehr fasziniert wie damals beim Hören. Zudem bin ich, trotzdem ich mich nicht mehr in allen Einzelheiten an das Buch erinnern konnte, dennoch viel eher auf Möglichkeiten und Spuren gestoßen als die Ermittler selbst. Hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Gerade an die Szene am Ende des Buches konnte ich mich aber noch sehr gut erinnern.

Dass Serienmörder einer verqueren Logik folgen, scheint klar, denn wie sonst sollten sie Morde vor sich selbst rechtfertigen. Noch verzwickter wird es, wenn der Mörder aus religiöser Überzeugung tötet, obwohl doch das 5. Gebot lautet: Du sollst nicht töten.

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, so dass ich immerhin noch 08/10 Punkte geben kann, wenn auch keine 9 wie damals Winking smile

Und ich bin schon gespannt, was die anderen aus unserer Leserunde bei Twitter #SmokyIsBack dazu sagen werden…

Bücher der Reihe:

  1. Die Blutlinie – 20.04.2010 gehört = 11/10 Punkte, nun gelesen – 10/10 Punkte

  2. Der Todeskünstler – gehört 02.07.2010 – 09/10 Punkte, gelesen – 09/10 Punkte

  3. Das Böse in uns – rezensiert 28.06.2010 – 09/10 Punkte, gelesen – 08/10 Punkte

  4. Ausgelöscht – rezensiert 11.03.2011 – 10/10 Punkte

  5. Die Stille vor dem Tod (erscheint September 2016)

03.08.2016

{Gelesen}: Paris, du & ich | Adriana Popescu

20160803 Paris2

© Elke Röhrig (Sunsy) – Screenshot vom iPad mini

AutorIn: Adriana Popescu
Titel: Paris, du & ich
Genre: Jugendbuch, Liebesroman
Verlag: cbj, [25.07.2016]
TB: 352 Seiten, 14,99 €, ISBN: 3570172325
Kindle-Edition: 353 Seiten, 11,99 €, ASIN: B01F744L8U
hier: geliehen via Skoobe 
gelesen auf dem iPad Mini

klick zu Amazon.de

Inhaltsangabe (Amazon):

Romantik pur hatte sie geplant – eine Woche Paris bei ihrem chéri Alain. Doch angekommen in der Stadt der Liebe, muss die sechzehnjährige Emma feststellen, dass Alains »Emma« inzwischen »Chloé« heißt und sie selbst nun dumm dasteht: ohne Bleibe, ohne Kohle, aber mit gnadenlos gebrochenem Herzen. Ähnlich down ist Vincent, dem kurz vor der romantischen Parisreise die Freundin abhandengekommen ist, und den Emma zufällig in einem Bistro trifft. Zwei Cafés au lait später schließen die beiden Verlassenen einen Pakt: Sich NIE wieder so heftig zu verlieben. Und nehmen sich vor, trotz allem diese alberne Stadt der Verliebten unsicher zu machen, allerdings auf ihre Art. Paris für Entliebte – mit Chillen auf Parkbänken, Karussellfahren auf alten Jahrmärkten, stöbern in schrägen Kostümläden. Doch ob das klappt: sich in der Stadt der Liebe NICHT zu verlieben?

Meine Meinung:

Adriana Popescu schreibt mit die schönsten Liebesromane, die ich bisher gelesen habe. Vor allem “Ein Sommer und vier Tage” und dieser Roman hier haben es mir angetan. Sie haben mein Herz berührt.

Obwohl ich noch nie in Paris war und weit über 16 Jahre alt bin, habe ich mich mit Emma identifizieren, ihre Gedanken, Gefühle und Entschlüsse nachvollziehen und mich fast mit ihr in diese Stadt verlieben können.

Mir hat besonders gut die Darstellung der Charaktere gefallen. Mit 16, 17 ist man noch nicht wirklich erwachsen, man “lernt noch”, macht Fehler, ist gutgläubig und voller Enthusiasmus. Und man hat noch Mut, etwas Neues auszuprobieren, sich umzuentscheiden und “es darauf ankommen zu lassen”.

Als Emma kurzentschlossen in den Herbstferien den Austauschschüler Alain besuchen fährt, in den sie sich während seines Aufenthaltes in Stuttgart verliebt hat, kann ich förmlich ihr Herz zerbrechen hören, als Cloé öffnet und Alain eine Szene macht. Damit konnte sie nicht rechnen und muss am eigenen Leib erfahren, dass man nicht immer alles Schmeichelhafte glauben sollte, was gerade die schönen Männer von sich geben.

Als sie kurz danach Vincent kennenlernt, der so ganz anders ist, ebenfalls an einer zerbrochenen Liebe krankt und kaum Französisch spricht, tun sich die beiden zusammen als “Herzschmerzfreunde”. Sie wollen sich auf keinen Fall ineinander verlieben, und so begleiten wir die beiden, wie sie zusammen Paris erkunden, sich amüsieren, kennenlernen und…

Schön sind auch die Tagebuch-Briefe, die Emma an die Stadt Paris schreibt. Sie sind so gefühlvoll. Und auch die Songliste am Ende des Buches von den französischen Songs, die das Leben der beiden in Paris begleiten und jeweils die Kapitel überschreiben.

Kurz und gut – das Buch ist der Hammer! Für mich wiederum ein Überflieger! Ich gebe 11/10 Punkte.

Zitate:

„Hab Angst vor dem offenem Meer. Vor dunklen Gassen. Vor großen Hunden. Aber niemals – ich betone – niemals vor der Liebe. Die Liebe mag wehtun, aber sie ist wie eine Rose. Du bekommst sie nicht ohne Dornen.”

„»Einfach so. Man merkt, welche Menschen man gehen lassen und welche man festhalten muss. Man weiß nie, warum, man weiß immer nur, wen.«”

20160803 Paris1

Bücher der Autorin:

1.   Lieblingsmomente – beendet 21.08.2015 – 10/10 Punkte
1.5 Tristans Moment (kostenloses Bonuskapitel zu Lieblingsmomente)
      auch enthalten in:
2.   Lieblingsgefühle – beendet 25.08.2015 – 10/10 Punkte

- Ein Sommer und vier Tage – rezensiert 09.08.2015 – 11/10 Punkte
- Paris, du & ich – beendet 02.08.2016 – 11/10 Punkte
- Ewig und eins
- 5 Tage Liebe
- Versehentlich verliebt

01.08.2016

{Gelesen}: Leons Erbe | Michael Theißen

Autor: Michael Theißen
Titel: Leons Erbe
Genre: Psychothriller
Verlag: Bastei Entertainment [02.05.2016]
Kindle-Edition: 232 Seiten, 5,99 €, ASIN: B01CNZ9N98
hier: Rezensionsexemplar – VIELEN DANK !!!
gelesen auf dem Kindle Paperwhite

klick zu Amazon.de

Inhaltsangabe (Amazon):

Für Katja bricht eine Welt zusammen, als ihr Sohn Leon bei einem Autounfall ums Leben kommt. Es ist der zweite schwere Schicksalsschlag in kurzer Zeit. Erst vor sechs Monaten ist ihre Schwester spurlos verschwunden. Als Katja nach Leons Trauerfeier einen Anruf erhält, überschlagen sich die Ereignisse: Ein Notar ist im Besitz einer Kiste, die Leon seiner Mutter vererbt hat. Als Katja die Kiste öffnet, entdeckt sie darin ein Armband, das ihrer Schwester gehörte. Wie ist ihr Sohn in den Besitz dieses Armbandes gekommen? Und warum hat er es bei einem Notar hinterlegt? Was will Leon seiner Mutter aus dem Tod heraus damit sagen? Für Katja beginnt eine Suche nach der Wahrheit - nichtsahnend, dass sie damit die Tür zu einem dunklen Familiengeheimnis öffnet ...

Meine Meinung:

Das Buch hat mich gefesselt. In der Ich-Form schreibt Michael Theißen als Katja und lässt uns ihre gesamte Gefühlswelt hautnah spüren. Nachdem ihre Schwester verschwunden ist, musste sie nun auch noch ihren Sohn durch einen schrecklichen Autounfall verlieren. Sie befindet sich kurz vor einem Nervenzusammenbruch, als sie beschließt, in Erfahrung zu bringen, was hinter all dem steckt, warum ihr Sohn so spät allein auf einer Landstraße war und ob ihre Schwester noch lebt.

Ihre Gedanken drehen sich oft im Kreis, sie stellt Überlegungen an, verwirft sie, verliert sich in Erinnerungen – sicherlich nachvollziehbar, aber für mich hemmte es ein wenig die Spannung. Und sie unternimmt in ihrer labilen gesundheitlichen Konstitution viel zu viel im Alleingang, obwohl sie bereits gewarnt wurde, dass sie in Gefahr sei. Aber der rote Faden ist vorhanden, und ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, um hinter das Geheimnis zu kommen. Währenddessen habe ich eine Menge Spekulationen angestellt, die sich zum Glück nicht bewahrheitet haben. Meine Fantasie scheint mitunter schrecklichen Vorstellungen zu folgen…

Auf das Ende wäre ich allerdings nie gekommen, und es gefällt mir auch nicht wirklich, aber es passt zu der Story.

Für ein Debüt ist dieser Psychothriller richtig gut. Und gerade für Leser, die eher kurze Romane mögen, ein Lesetipp.

Ich gebe 08/10 Punkte.

Zitat:

Plötzlich spürte ich eine Hand auf meiner rechten Schulter und schrie voller Panik auf. Doch als ich mich umdrehte, war ich beruhigt, obwohl ich eigentlich derzeit keine Nerven für ein Gespräch mit einer Lehrerin hatte.
»Oh, entschuldigen Sie, ich wollte Sie nicht erschrecken«, sagte Sabine Siegert und ging, wohl erschrocken von meiner Reaktion, einen Schritt zurück.
Seite 102, Pos. 1387, bei 44 %

160801 LeonsErbe

Bücher des Autors:

Leons Erbe – beendet 01.08.2016 – 08/10 Punkte

Monatsrückblick: Juli 2016

2016-07 gelesen

Hier kommt mein Monatsrückblick für Juli Smile : 9 Bücher mit insgesamt 4.143 Seiten, das macht ca. 134 Seiten / Tag mit einer durchschnittlichen Bewertung mit 8/10 Punkten.

Für meine Meldung beim SuB-Abbau Extrem heißt das bei 4 neu hinzugekommenen Büchern einen Abbau von 5, also gar nicht mal schlecht. Die Monatsaufgabe habe ich allerdings nicht erfüllt.

Das Buch mit der besten Bewertung war “Genesis Next” von Thariot. Dieser 4. Band der Genesis-Saga war mir die volle Punktzahl wert Open-mouthed smile. Der am schlechtesten bewertete war “Between the Lines. Wilde Gefühle” von Tammara Webber mit nur 06/10 Punkten.

Ihr findet jedes Buch rezensiert im Blog. Eine Liste aller gelesenen und gehörten Bücher mit Verlinkung zu den jeweiligen Rezensionen findet ihr unter dem Reiter “Inhaliert”.

Wenn ich gerade nicht lesen kann, aber gern wollte, greife ich gern zum Hörbuch. Im Juli habe ich vier Hörbücher gehört aus den Genren Mystery, Roman, Fantasy und Historisch. Am besten hat mir Tess Territsens “Totenlied” gefallen. Es hat mich dermaßen berührt und emotional aufgewühlt, dass ich ca. 10 Tatüs gebraucht habe. Ein absoluter Überflieger und daher 11/10 Punkte in meiner Bewertungsscala wert Smile.

Nicht gefallen und daher an Audible zurückgegeben hat mir “Die Winterprinzessin” von Sandra Lessmann. 04/10 Punkte konnte ich noch zusammenkratzen.

Zusammengerechnet habe ich 2.968 Minuten gehört, das sind in etwa 96 Minuten am Tag, also gute 1,5 Stunden.

Auf in den August! Meine Leseliste ist schon recht umfangreich. Ich bin gespannt, wie viele Bücher ich tatsächlich werde lesen und hören können Winking smile