14.05.2011

Kurzrezi: Der Kuss der Schlange – J. Nasaw

coverJonathan Nasaw
Der Kuss der Schlange
Psychothriller
Heyne
TB, 444 Seiten
ISBN: 3453432533

Bewertung:

Klappentext:

Lily leidet unter einem schweren Kindheitstrauma und flüchtet manchmal in fremde Persönlichkeiten. In einer psychiatrischen Klinik lernt sie den Serienkiller Maxwell kennen, dem nach seiner Heilung der Prozess gemacht werden soll. Dabei droht ihm die Todesstrafe. In Lily findet er eine kongeniale Partnerin. Da beide noch einige Rechnungen offen haben, planen sie die Flucht. Eine beispiellose Mordserie beginnt.

Jonathan Nasaws Romane drehen sich seit dem ersten Band “Die Geduld der Spinne” um eine multiple Persönlichkeit namens Maxwell. Dieser Mann ist ein Serienkiller, doch wenn er in seine ursprüngliche Persönlichkeit zurück findet, ist er ein hilfsbedürftiges Kind, das keiner Menschenseele etwas zu Leide tun könnte. “Der Kuss der Schlange” ist inzwischen der 4. Band. Den 5. habe ich mir vor kurzem aus der Mayerschen mitgenommen Zwinkerndes Smiley

Dass ich für dieses Buch nur 5 Tage Lesezeit benötigt habe, sagt schon einiges aus. Es war äußerst spannend. Es war wie in einem guten Psychothriller abends im Fernsehen – ich konnte bildlich gesprochen, kaum weg zippen, noch auf Toilette gehen und konnte mich nur mit Mühe losreißen, um wenigstens 6 Stunden Schlaf zu bekommen.

Die einzelnen Handlungsstränge laufen parallel und der Autor richtet unseren Blick auch alle paar Seiten auf eine andere Sequenz. Und das ist auch das einzige Manko, das ich gefunden habe. Mir persönlich waren die Wechsel etwas zu häufig. Manchmal schon nach nur 5 Seiten. Aber es war sehr interessant etwas mehr über multiple Persönlichkeiten zu erfahren. Da gibt es nämlich 2 Unterschiede. In manchen Körpern (Systeme genannt) existieren mehrere Persönlichkeiten in Co-Bewusstheit zusammen, d.h. also, dass sie sich auch ein Gedächtnis teilen. Dann wiederum gibt es Systeme mit mehreren Persönlichkeiten, wo immer die Persönlichkeit gerade die Oberhand hat, die gebraucht wird, doch alle anderen haben von der Existenz dieser keinen blassen Schimmer. Und immer wenn in solch einem System eine Persönlichkeit erwacht, kann sie sich nicht erinnern, wie sie an diesen Ort gekommen ist, was sie für Klamotten trägt usw.

Doch etwas haben wohl alle multiplen Persönlichkeiten gemeinsam. Alle sind während ihrer Kindheit (manchmal ihrer frühesten Kindheit) missbraucht worden oder haben andere traumatische Erfahrungen machen müssen, so dass es für sie der einzige Ausweg war, ihr Bewusstsein abzukapseln, um nicht verrückt zu werden, während sie Unmenschliches ertragen mussten.

Manchmal stockt mir der Atem, wenn ich lese, was Menschen kleinen Kindern antun können… Für mich eigentlich unvorstellbar!

Ich werde mir wohl gleich den Folgeband vom SuB holen

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