10.04.2009

Rezi: Die Frau im Moor – E. Hart

Erin Hart
Die Frau im Moor
irischer Krimi
Heyne
TB, 463 Seiten
ISBN: 3453877527

Inhaltsangabe:

In einem Torfmoor im Westen Irlands wird der mumifizierte Kopf eines rothaarigen Mädchens gefunden. Wer ist sie? Warum musste sie auf so grausame Weise sterben? Der Archäologe Cormac Maguire und die Pathologin Nora Gavin wollen es herausfinden, doch die Dorfgemeinschaft verschließt sich ihnen. Sie stoßen auf großes Misstrauen und offene Ablehnung. Ohne es zu ahnen, sorgen sie in dem kleinen Ort für Unruhe und schüren alte Feindschaften. Sehr bald sind sie nicht nur mit den Rätseln der Vergangenheit, sondern auch mit den geheimnisvollen Geschehnissen der Gegenwart beschäftigt. So wird auf Drängen der beiden Ermittler auch die Suche nach einer Frau, die zusammen mit ihrem Sohn verschwunden ist, wieder aufgenommen. Nach und nach erkennen die beiden die Verbindungen, und ein Mörder gerät in Bedrängnis.

Das Buch hat bislang ziemlich geteilte Kritiken erhalten. Es wurde extra darauf hingewiesen, dass der Leser nicht zu viel von Naturwissenschaften verstehen sollte, um das Buch genießen zu können. Nun, dann verstehe ich entweder nicht viel davon oder aber ich habe andere Prioritäten, denn ich habe das Buch sehr genossen. Den einzigen Punktabzug gebe ich für nicht wenige Fehler im Druck, obwohl mein Buch kein Mängelexemplar ist. Die vielen grammatikalischen Fehler könnten auf eine unzureichende Übersetzung zurückzuführen sein, glaube ich aber ehrlich gesagt nicht, da selbst solche sprichwörtliche Redewendungen wie “aussehen wie der Tod auf Latschen” enthalten sind.

Wie gesagt hat mich nicht gestört, dass Nora Gavin und ihr Team nicht sofort herausgefunden haben, wie alt der Kopf des rothaarigen Mädchens war. Sicherlich ist die heutige Wissenschaft schon viel weiter und kann durch simple Tests dieses recht zügig datieren. Aber der Fund des Kopfes war lediglich der Auftakt des Buches, ein Erzählstrang, der sich immer wieder durch die Geschehnisse webt und sein Showdown dann am Ende erfährt. Wichtiger war in meinen Augen eher die Geschichte um die verschwundene Ehefrau mit ihrem Sohn aus der heutigen Zeit, und es hat mir Spaß gemacht, meine Mutmaßungen anzustellen und am Ende gar nicht soooo falsch zu liegen . Die vielen irischen Namen, die gälischen Fragmente (auch wenn das irische Gälisch etwas anders als das schottische ist), die bildhaften Darstellungen der Umgebung – all das habe ich ausgiebig genossen und bin fast ein bisschen traurig, dass ich das Buch schon ausgelesen habe… Außerdem war die langsame Annäherung von Nora und Cormac überhaupt nicht kitschig, sondern absolut nachvollziehbar.

Von mir also nur 1 Punktabzug und daher

Auf meinem Nachttisch liegt noch der Doppelband von Deborah Crombie, aus welchem ich erst das erste Buch gelesen habe. Daher folgt nun das zweite: Böses Erwachen.

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