28.07.2014

{Gelesen}: Die Vernichteten | U. Poznanski

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Ursula Poznanski
Die Vernichteten
Eleria-Trilogie (3)

Dystopie, Jugendbuch
Loewe Verlag, 2014
Platz 30 Wo 31/2014 der Spiegel-Bestseller-Liste
HC, 528 Seiten, 18,95 €
Kindle-Edition: 14,99 €
ASIN: B00K9RYK82
gelesen auf dem Kindle Paperwhite

Bewertung: 

Inhaltsangabe (Amazon):

Das grandiose Finale einer außergewöhnlichen Thriller-Trilogie - ein meisterhaftes Verwirrspiel.
Nun kennt Ria das schreckliche Geheimnis um das Virus, das so rasend schnell tötet. Weiß, dass es die Sphären und ihre Bewohner vernichten soll, aus Rache für den Raub zahlreicher Clan-Kinder. Ein entsetzliches Vorhaben. Doch zum Glück gibt es ein Heilmittel. Und dieses wird von Quirin bewahrt. Quirin, der jedoch nicht von dem tödlichen Plan abzubringen und mit einem Mal wie vom Erdboden verschluckt ist.
Trotz widriger Umstände macht Ria sich auf den Weg, das Heilmittel zu finden und das Leben von Clans und Sphärenbewohnern zu schützen. Doch dann offenbart sich ihr etwas, womit sie nicht gerechnet hat. Etwas von solcher Grausamkeit, dass es fast unvorstellbar scheint. Etwas, das alles, was sie bisher an Verschwörungen aufgedeckt hat, bei Weitem übertrifft.

Meine Meinung:

Wieder ein Buch, das ich nicht aus der Hand legen konnte, vor allem im letzten Drittel, so dass ich bis kurz vor Mitternacht weitergelesen und es beendet habe… Und was habe ich auf den Abschluss der Trilogie gewartet!

Bisher habe ich noch keine schlechte Bewertung auf den Blogs für dieses Buch gesehen (ihr wisst, ich sehe mir immer nur die Anzahl der Sterne an und lese Rezensionen erst, wenn ich das Buch auch kenne), alle waren bisher sehr von dem Buch angetan, genau wie ich. Und das hat auch seinen Grund, denn Ursula Poznanski brilliert in ihrer Trilogie nicht nur durch eine hervorragende Sprache, einen Schreibstil, der die Spannung beständig hält und im letzten Drittel noch weiter auf die Spitze treibt, die hat ihre Charaktere auch sehr gut ausgearbeitet und gibt uns die Gelegenheit, durch die Augen Rias zu sehen und zu fühlen, gerade weil sie aus der Perspektive der 1. Person schreibt.

Nicht nur Gefahr und Action sind beständige Begleiter, auch die unterschiedlichsten Gefühle, und Ria muss sich nicht nur einmal entscheiden, ihre Kombinationsgabe einsetzen und sich für ihre Freunde einsetzen. Selbstlos gibt sie alles.

Eine Trilogie, die man unbedingt gelesen haben sollte, wenn man etwas für Dystopien übrig hat, denn sie ist eine der besten! Allerdings sollte man nicht mit dem dritten Band beginnen, ich halte es für wichtig, von vorn zu beginnen.

Eleria-Trilogie:
1. Die Verratenen – 10/10 Punkte
2. Die Verschworenen – 10/10 Punkte
3. Die Vernichteten – 10/10 Punkte

ich gebe 10/10 Punkte.

26.07.2014

{Gehört}: Teuflisches Spiel | Linda Castillo

Linda Castillo
Teuflisches Spiel
Kate Burkholder (5)

Psychothriller
Argon Verlag, 2014
Übersetzerin: Helga Augustin
TB, 352 Seiten, 9,99 €
Spieldauer: 10 Std., 02 Min (ungekürzt)
Sprecherin: Tanja Geke
ASIN: B00KKSHMYY
Regulärer Preis: 20,95 €
im Premium-Abo 19,50 € bzw. 1 Guthaben
im Flexi-Abo 9,95 €
gehört über die Audible-App

Bewertung: 

Inhaltsangabe (Audible):

Als das gleißende Scheinwerferlicht des entgegenkommenden Fahrzeugs sie blendet, bleibt ihnen nicht einmal mehr die Zeit, um zu schreien. Auf der regennassen Straße im ländlichen Ohio sterben in dieser Nacht drei Menschen. Ein amischer Vater und zwei seiner Kinder. Als Polizeichefin Kate Burkholder die traumatisierte Witwe trifft, kommen ihr erste Zweifel: Es ist eine Freundin aus Jugendtagen, deren Schönheit schon damals das Schlechte magisch anzog. War der Tod ihrer Familie wirklich ein Unfall, oder steckt noch etwas anderes dahinter?

>> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

©2014 S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main. Aus dem Amerikanischen von Helga Augustin (P)2014 Argon Verlag GmbH

Meine Meinung:

Linda Castillo und Tanja Geke sind ein supergutes Gespann, etwa vergleichbar mit Stephen King und David Nathan. Wirklich ein Hörgenuss. Und das ist mit der Grund, warum ich nicht aufhören konnte und lieber noch weiter geputzt habe, um auch noch den Rest hören zu können. Es ging einfach nicht anders. Kennt ihr das?

Sonst habe ich ein solches dringendes Bedürfnis eigentlich nur bei Büchern, dass ich nicht aufhören kann und die halbe Nacht weiterlesen muss, weil ich sonst nicht schlafen kann. Nun ist mir das schon zum zweiten Mal bei einem Hörbuch aus der Kate Burkholder-Reihe passiert, dass ich nicht nach der Autofahrt oder dem Abwaschen abgeschaltet habe, sondern weiter hören musste. OK, hilfreich war vielleicht auch, dass ich allein zuhause war und somit nicht unterbrochen wurde.

Der Plot, der diesem Hörbuch zugrunde liegt, hat wieder mit der amischen Gemeinde zu tun, ist furchtbar grausam, und ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wer dazu fähig sein könnte. Nie im Leben hätte ich vermutet, wer hinter der grausamen Tat steht. – So viel zum Inhalt.

Was ich bisher versäumt habe zu erwähnen ist, dass wir Leser oder Hörer eine Menge über das Leben der amischenen Gemeinden erfahren, die bekanntlich ganz einfach leben und weder Elektrizität noch wissenschaftliche Errungenschaften erlauben. Sie leben noch wie unsere Vorfahren autark, kutschieren mit selbst gezimmerten Kutschen in die nächste Stadt und führen ansonsten ein sehr ruhiges, arbeitsreiches Leben. Es ist nur natürlich, da sie sich nicht völlig aus der Welt ausklinken können, dass die Jugendlichen begehrliche Blicke auf für uns ganz normale Dinge werfen und auf Abwege geraten können. Linda Castillo greift immer mal wieder solche Probleme in ihren Büchern auf und gibt uns auch ein paar sprachliche Brocken des Pensilvania Deutsch’ zu lesen/hören, eine Sprache, die wohl in den amischen Gemeinden zumindest in Ohio weit verbreitet ist.

Auch die Beziehung der Polizei-Chefin Kate Burkholer und dem FBI-Agent John Tomasetti entwickelt sich weiter, und ich gehe nicht mit der Meinung konform, die ich kürzlich bei Twitter gelesen habe, dies sei kein Krimi, sondern eine Liebesgeschichte (gezwitschert zum 4. Teil der Reihe). Für mich ist dies eine Psychothriller-Reihe mit einer sich langsam entwickelnden Beziehung zwischen zwei Ordnungshütern. Doch diese spielt sich eher am Rande ab. Vorherrschend ist immer der Fall – oder wie in diesem Buch die Fälle, denn es sind die Überreste einer Leiche entdeckt worden, die Kate persönlich betreffen und ihr ganzes Leben, ihre Karriere beeinflussen können und das bereits seit 17 Jahren tun.

Wie bereits eingangs erwähnt hat Tanja Geke wunderbar gelesen. Wenn die Person, für die sie gerade spricht, betrunken ist, lallt sie gekonnt, wenn sie außer Atem ist, dann hört sie sich auch genauso an. Und die Emotionen, die Klangfärbung, die sie in ihre Stimme packen kann – wirklich 1A!

Ich kann die Reihe wirklich sehr empfehlen und gebe auch für Band 5 10/10 Punkte.

24.07.2014

{Gehört}: Tödliche Wut | Linda Castillo

Linda Castillo
Tödliche Wut
Kate Burkholder (4)

Psychothriller
Argon-Verlag, 2013
Übersetzerin: Helga Augustin
TB, 352 Seiten, 9,99 €
Spieldauer: 09 Std., 50 Min (ungekürzt)
Sprecherin: Tanja Geke
ASIN: B00E1NUREQ
Regulärer Preis: 20,95 €
im Premium-Abo 19,50 bzw. 1 Guthaben
im Flexi-Abo 9,95 €
gehört über die Audible-App

Bewertung: 

Inhaltsangabe (Audible):

Sadie Miller wird vermisst, ein aufmüpfiger Amisch-Teenager aus Painters Mill. Ihre Familie ist verzweifelt, verbittet sich aber jede Einmischung von außen. Als Kate Burkholder, die Spezialistin für Amisch-Delikte, gerufen wird, ahnt sie Schlimmes. Denn das Szenario ist nicht neu, mehrere Mädchen der Glaubensgemeinschaft sind in der Vergangenheit spurlos verschwunden. Hat die Gemeinde etwas zu verbergen? Stecken perverse Amisch-Hasser hinter allem? Oder gibt es eine viel harmlosere Erklärung? Scheinbar nicht, denn schließlich findet sich Sadies Tasche - in einer riesigen Blutlache.

>> Diese ungekürzte Hörbuch-Fassung wird Ihnen exklusiv von Audible präsentiert und ist ausschließlich im Download erhältlich.

©2013 Fischer Taschenbuch Verlag, einem Unternehmen der S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main. Die amerikanische Originalausgabe erschien 2012 unter dem Titel "Gone Missing" bei St. Martin's Press LLC, New York, N.Y. 2012 by Linda Castillo (P)2013 Argon Verlag GmbH, Berlin

Meine Meinung:

Dieses Mal hat sich Linda Castillo fast schon selbst übertroffen. Wieder in der ersten Person als Kate Burkholder geschrieben, fällt es dem Leser/Hörer leicht, sich in Kate hinein zu versetzen und mit ihr zusammen auf Verbrecherjagd zu gehen.

Religiöser Fanatismus, der in Wahnsinn gipfelt; vor allem amische Mädchen, die sich nicht mit der amischen Lebensweise abfinden wollen, sondern über die Stränge schlagen und Tomasetti, der ans Zusammenleben denkt, das sind die Eckpfeiler dieser Story. Mädchen verschwinden scheinbar spurlos und Kate Burkholer ist persönlich betroffen, weil eines der Mädchen zu ihrer Familie gehört. Mühsam setzen Kate und ihre Leute die Puzzleteile zusammen und hoffen, den Entführer entlarven zu können, denn dass die Mädchen tatsächlich weggelaufen sein könnten, kann niemand wirklich glauben.

Sämtliche Charaktere sind glaubwürdig gezeichnet und dargestellt und werden von Tanja Geke gekonnt professionell mit eigenen Stimmnuancen gelesen, fast schon gespielt. Und zum Schluss gibt es noch eine Wende, die einen Schock bereithält, den ich schon befürchtet hatte…

Für diesen 4. Fall in der Burkholder-Reihe vergebe ich daher die volle Punktzahl.

23.07.2014

{Gelesen}: Stoner | John Williams

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John Williams
Stoner
Übersetzer: Bernhard Robben
Gegenwartsliteratur
Deutscher Taschenbuch Verlag, 2013
Platz 9 der Bestsellerliste – Woche 31/2014
HC, 352 Seiten, 19,90 €
TB, 9,90 €
auch als ungekürztes HB bei Audible erhältlich
Kindle-Edition: 15,99 €
ASIN: B00EJOGQZG
gelesen auf dem Kindle Paperwhite

Bewertung: 

Inhaltsangabe (Amazon):

>Stoner< ist einer der großen vergessenen Romane der amerikanischen Literatur. John Williams erzählt das Leben eines Mannes, der, als Sohn armer Farmer geboren, schließlich seine Leidenschaft für Literatur entdeckt und Professor wird – es ist die Geschichte eines genügsamen Lebens, das wenig Spuren hinterließ.

Ein Roman über die Freundschaft, die Ehe, ein Campus-Roman, ein Gesellschaftsroman, schließlich ein Roman über die Arbeit. Über die harte, erbarmungslose Arbeit auf den Farmen; über die Arbeit, die einem eine zerstörerische Ehe aufbürdet, über die Mühe, in einem vergifteten Haushalt mit geduldiger Einfühlung eine Tochter großzuziehen und an der Universität oft teilnahmslosen Studenten die Literatur nahebringen zu wollen.

›Stoner‹ ist kein Liebesroman, aber doch und vor allem ein Roman über die Liebe: über die Liebe zur Poesie, zur Literatur, und auch über die romantische Liebe. Es ist ein Roman darüber, was es heißt, ein Mensch zu sein.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist schon einige Wochen auf der Bestsellerliste, und ich habe es nicht zuletzt deswegen auserkoren gelesen zu werden, weil es zumindest teilweise über die Liebe zur Poesie und Literatur schlechthin berichtet. Ein Roman, der vollkommen ohne Spannungsbogen auskommt, in dem kaum etwas Großes geschieht, weil es um ganz normale Menschen geht mit ihren kleinen und großen Macken und einer Genügsamkeit, die es heute kaum noch gibt. Langsam plätschert deren Leben dahin und hält den Leser dennoch gefangen, denn es fällt leicht, William Stoner ins Herz zu schließen, mag er auch im Alter etwas verschroben werden.

John Williams wählte die personale Erzählweise in der Vergangenheitsform und konzentrierte sich auf William Stoner. Wir erhalten zwar auch kurze Einblicke in Situationen, die nur Edith betrifft (als sie zur Beerdigung ihres Vaters nach Hause fährt) und die Psyche von zum Beispiel seiner Frau und Tochter, aber immer aus Sicht Stoners.

Williams schreibt eher einen schlichten, schnörkellosen Stil, aber dieser passt perfekt zu der dargestellten Szenerie. Etwa 65 Jahre umfasst der Roman, und er webt all die wichtigen historischen Daten wie den 1. und 2. Weltkrieg mit ein, auch wenn dies Stoner selbst nicht berührt, denn er bleibt auch währenddessen Lehrkörper an immer der gleichen Universität.

Und hat mich Shakespeare schon in den Thursday Next-Büchern berührt, so tut er es in diesem mit seinem Sonett 73 ebenso, welches der rote Faden durch dieses Buch ist.

Ein leises Buch, das dennoch stark berührt, wenn ich selbst es auch nicht überragend empfand. Ein gutes solides Buch für zwischendurch, um sich wieder an die Alltäglich- und Nichtigkeiten zu erinnern. Ich gebe 08/10 Punkte.

20.07.2014

{Gelesen}: Es ist was faul | Jasper Fforde

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Jasper Fforde
Es ist was faul
Thursday Next (4)
Übersetzer: Joachim Stern
Fantasy
Deutscher Taschenbuch Verlag, 2011
TB, 448 Seiten, 9,95 €
Kindle-Edition: 8,99 €
ASIN: B005FOS82I
gelesen auf dem Kindle Paperwhite

Bewertung: 

Inhaltsangabe (Amazon):

Nach jahrelangem Aufenthalt in der BuchWelt kehrt Agentin Thursday Next mit ihrem zweijährigen Söhnchen Friday und Hamlet, dem bekannten Dänenprinzen, in ihre Heimatstadt Swindon zurück. Im Haus ihrer Mutter warten schon andere Gäste auf sie: Lady Hamilton und Fürst Bismarck, der den deutsch-dänischen Krieg von 1864 zu vermeiden versucht. Ansonsten sind es keine guten Zeiten für Dänen: Der tückische Yorrick Kaine versucht sich auf einer Welle von anti-dänischen Ressentiments zum Diktator von England ernennen zu lassen, und wenn es Thursday Next nicht gelingt, den Swindon Mallets zum Sieg beim SuperHoop (der Krockett-Meisterschaft) zu verhelfen, werden Kaine und die Goliath Corporation die Welt in den Untergang führen. Eigentlich erstaunlich, denn Goliath bereut (angeblich) alle Sünden und möchte als Religionsgemeinschaft anerkannt werden. Und was noch schlimmer für Hamlet ist: Er kann nicht zurück in die BuchWelt! Ophelia hat sein Stück umgeschrieben #133; Wird Thursday Next die Welt retten können? Und wer passt auf ihren Sohn auf, während sie es versucht?

Meine Meinung:

Habe ich es schon erwähnt? “I am addicted”! Jasper Fforde hat mich mit seiner BuchWelt und spannenden Geschichte um die ChronoGarde überzeugt. Und wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich meinen, dass dieses Buch den Abschluss der Reihe bildet, denn am Ende werden einige Fäden zusammengeführt, und ich hab geheult wie ein Schlosshund… Aber nein, es kommen noch zwei weitere Romane, die schon darauf warten, von mir verschlungen zu werden.

--> Der Handlungsort: Dieses Mal sind wir wieder in Swindon, einer Kleinstadt im Südwesten Englands und begegnen den literarischen Figuren nicht in der Buchwelt, sondern – wahrscheinlich per Austauschprogramm – in der wirklichen Welt.

Thursday Next hat vor 2 Jahren in der Buchwelt entbunden und ist in die wirkliche Welt zurück gekehrt, um ihren genichteten Ehemann Landen Park-Laine entnichten zu lassen. Keine leichte Angelegenheit, denn sobald ein Genichteter entnichtet wurde, kann sich außer der einen Person, die ihn vermisst hat, niemand mehr daran erinnern.

--> Protagonisten: Protagonistin ist in erster Linie natürlich Thursday Next, aber uns begegnen auch andere bekannte Charaktere aus vorangegangenen Büchern, die keinesfalls nur Statisten sind, denken wir z.B. an Spike, den Vampirjäger, der ihr auch in diesem Buch wieder zur Seite steht oder ihren Vater, der inzwischen wieder für die ChronoGarde arbeitet.

Sehr amüsant fand ich das Croquette-Spiel aller Zeiten überhaupt, dessen Ausgang über das Schicksal der Welt entscheiden würde, die Prophezeiungen des Heiligen Zvlks, den Ausflug in die Zwischenwelt zum Fährmann über den Styx und noch vieles mehr.

Geschrieben ist auch dieses Buch wieder aus der Ich-Perspektive heraus als Thursday Next mit einer Ausnahme eines Gastspiels von Landen Park-Laine, der ein Kapitel ebenfalls aus der Ich-Perspektive erzählt.

Zitate:

“Aber warum sollten Beamte vom Wasserwerk zehn Lastwagen mit dänischen Büchern mitbringen?”, fragte Bowden. “Ein bisschen was zu lesen während der Wasserarbeiten?”
Pos 4591

“Warte!”, rief ich. “Was ist denn?” “Ich kann mich nicht konzentrieren, wenn diese vielen Leute dabei sind!” Landen sah sich im Schlafzimmer um, das vollkommen leer war. “Wovon redest du? Was für Leute?” “Na, diese ganzen Leute”, sagte ich und fuchtelte mit der Hand durch die Luft, “die uns gerade lesen.”
Pos 4695

“Schau mir ins Gesicht!”, schrie die Medusa, während wir im Staub hin und her rollten. “Schau mir in die Augen Kleines, und akzeptiere dein Schicksal!”
Pos 5388

Ein Schatz von einem Buch und für mich ein absolutes Highlight, nicht nur von 2014. Es bleibt mir somit nichts weiter übrig, als ganze 11/10 Punkte zu vergeben.

19.07.2014

{Gehört}: Wenn die Nacht verstummt | L. Castillo

Linda Castillo
Wenn die Nacht verstummt
Kate Burkholder (3)
Psychothriller
Argon-Verlag, 2012
Übersetzerin: Helga Augustin
TB, 331 Seiten, 8,99 €
Hörbuchdauer: 10 Std., 1 Min (ungekürzt)
Sprecherin: Tanja Geke
Regulärer Preis: 20,95 €
im Premium-Abo: 19,50 € bzw. 1 Guthaben
im Flexi-Abo: 9,95 €
ASIN: B0085XMLQK
gehört über die Audible-App


Bewertung: 

Inhaltsangabe (Audible):

Abgeschlachtete Tiere auf der Weide, ein Farmer, der an sein umgekipptes Fuhrwerk gefesselt fast erfriert: In Painters Mill häufen sich die Verbrechen gegen die Amischen. Dann werden auf der Farm der Familie Slabaugh drei Leichen in der Güllegrube gefunden: Vater, Mutter und ein Onkel. Alle drei weisen schwere Kopfverletzungen auf. Ist auch dies ein Verbrechen aus Hass gegen die Glaubensgemeinschaft? Polizeichefin Kate Burkholder, die bis zu ihrem 18. Lebensjahr selbst eine Amische war, kennt die Menschen dort nur zu gut. Mit ihrem Freund John Tomasetti ermittelt sie in dem Fall, der sie bald auch mit den dunklen Kapiteln ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert.

©2012 Fischer Taschenbuch Verlag (P)2012 Argon Verlag GmbH

Meine Meinung:

Nachdem nun bereits der fünfte Band der Kate Burkholder-Reihe bei Audible ungekürzt erschienen ist, wird es Zeit, dass ich beim Hören aufhole und Band 3 und 4 höre, um wieder auf dem Laufenden zu sein.

Diese Reihe spielt in Painters Mill, einem kleinen Ort im US-Bundesstaat Ohio, wo es eine Amisch-Gemeinde gibt. Polizeichefin Kate Burkholder selbst stammt aus einer amischen Familie, hat sich aber entschlossen, nicht taufen zu lassen, sondern ein Leben außerhalb der Gemeinde zu leben, was nach ihrer Vergangenheit nicht ganz einfach ist. Ihr Freund und gelegentlicher Partner John Tomasetti ist ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt, und so erleben wir nicht nur, wie beide sich einfühlsam und mit vollem Einsatz um brisante Fälle kümmern, sondern können auch verfolgen, wie sich deren Beziehung weiterentwickelt.

In diesem Buch wird Kate ganz besonders gefordert, denn fast permanent klingelt das Telefon, und es werden Verbrechen gemeldet, die ausschließlich die amische Gemeinde betreffen. U.a. werden 3 Familienmitglieder in einer Jauchegrube gefunden. Kate versucht noch die Mutter zu retten, aber auch diese ist wohl durch die Methangase bereits leblos. Bei der Autopsie wird bei dem Vater eine Kopfverletzung entdeckt, die offenbar kurz vor dem Fall in die Grube geschehen sein muss.

Der Leser/Hörer identifiziert sich mit Kate nicht zuletzt, weil die Story aus der Ich-Perspektive heraus erzählt wird, fiebert und empfindet mit ihr und versteht durchaus den Drang zum Alkohol. Als sich das Blatt dann in nicht nur einer Hinsicht wendet, sind auch wir völlig verblüfft und aus der Bahn geworfen.

Zur Sprecherin:

Tanja Geke ist eine hervorragende Sprecherin. Ihre Stimmenvielfalt ist erstaunlich, ihr kauft man nicht nur einen alternden Mann mit Bauchansatz ab, sondern auch ein junges Mädchen oder kleine Kinder. Auch die Nuancierung, die sie Kate vorbehält, ein wenig schwermütig, passt einfach.

Ich kann die Reihe wärmstens empfehlen und gebe für dieses Buch 09/10 Punkte.

16.07.2014

{Gehört}: Todesritual | Nick Stone

Nick Stone
Todesritual
Max Mingus (3)

Der Hörverlag, 2012
Thriller
Übersetzerin: Heike Steffen
Spieldauer: 17 Std., 51 Min (ungekürzt)
Sprecher: Christian Baumann
Regulärer Preis: 29,95 €
im Premium-Abo 27,90 € oder 1 Guthaben
im Flexi-Abo: 9,95 €
ASIN: B00904X91Y
gehört über die Audible-App

Bewertung: 

Inhaltsangabe (Audible):

Der ehemalige Detective Max Mingus arbeitet inzwischen als Privatermittler. Er ist verbittert und desillusioniert, denn alle Fälle, die an ihn herangetragen werden, sind schmierige Ehescheidungen. Bis zu dem Tag, an dem sein ehemaliger Chef auf brutale Weise ermordet wird. Max findet Beweise, dass eine frühere Aktivistin der "Black Power"-Bewegung ein sehr starkes Mordmotiv hatte - jedoch ist diese seit Jahren auf Kuba untergetaucht. Und so begibt sich Max in eine gefährliche Welt der dunklen Magie, des Verrats und des Todes...

©2012 Goldmann Verlag (P)2012 Der Hörverlag

Meine Meinung:

Dies ist das 3. Buch der Mingus-Trilogie. Das zweite Buch habe ich gar nicht gehört oder gelesen, das habe ich erst entdeckt, als ich die Fakten für meine Zusammenfassung zusammengetragen habe. Ich empfinde dies aber nicht als ein schlimmes Versäumnis, und nachholen werde ich Buch 2 nun auch nicht mehr.

Handlungsorte sind Miami und Cuba, und Max Mingus, inzwischen abgehalftert und antriebslos, unser Protagonist. Erst am Ende des Hörbuches werden die Zusammenhänge klar, bis dahin stolpern wir hinter Max Mingus her und fragen uns, was das Ganze eigentlich soll. Einen Sinn hinter den vielen gefährlichen Szenen konnte ich lange Zeit nicht erkennen. Gut, Max wird von 2 verschiedenen Frauen in besonderen Positionen verschiedener Länder benutzt, um eine Frau zu finden, die in Miami als Innenterroristin gehandelt wird. Inzwischen ist die Dame schon 72 und scheint wie vom Erdboden verschwunden zu sein. Doch ist Vanetta Brown wirklich die Mörderin seines Freundes Joe Listen?

Das erste Drittel des Buches ist voller Rückblinden aus der Erzählerperspektive, ich empfand es als sehr langatmig. Eigentlich beginnt der Spannungsbogen auch erst als Max Cuba betritt. Von da an überstürzen sich die Ereignisse und gipfeln in der Szene, als Max endlich die Zusammenhänge begreift, und das als es buchstäblich fast zu spät ist.

Das komplizierte Szenario erscheint mir rückblickend betrachtet mehr als ein wenig überzogen. Ich kann mir einiges beim besten Willen nicht vorstellen, ganz zu schweigen davon, dass es anscheinend für Touristen in Cuba dermaßen gefährlich zu sein scheint, dass man nicht nur Haiti als Urlaubsland meiden sollte, auch Cuba sollte man besser nicht besuchen, wenn man Nick Stone Glauben schenkt.

Zum Sprecher:

Habe ich bei Hörbuch #1 (Voodoo) noch auf 1,5fache Geschwindigkeit gestellt, habe ich diesmal die normale Geschwindigkeit gelassen, wenn ich auch an manchen Stellen gern etwas schneller gehört hätte. Aber es wird viel Spanisch gesprochen, und Christian Bauman scheint Spanisch sehr gut zu beherrschen. Selbst den spanischen Akzent kriegt er wunderbar hin. Insofern war ich mit seiner Leistung sehr zufrieden.

Alles in allem gebe ich 07/10 Punkte.

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