31.01.2016

{Gehört}: Böse Lügen | Sharon Bolton

Autor: Sharon Bolton
Titel: Böse Lügen 
Genre: Psychothriller
Übersetzer: Marie-Luise Bezzenberger
Verlag: Manhatten [19.10.2015]
TB, 464 Seiten, 14,99 €
Kindle-Edition: 11,99 €
RADIOROPA Hörbuch, [27.10.2015]
Spieldauer: [759] (ungekürzt)
Sprecher: Cathrin Bürger 
Reg. Preis/im Premium-Abo/im Flexi-Abo:
13,95 € / 12,99 € bzw. 1 GH / 9,95 €

Bewertung:

Inhaltsangabe (Audible):

Vier verschwundene kleine Jungen. Drei Geständnisse. Zwei Lügner. Ein Killer.In einer kleinen Gemeinschaft wie der auf den Falklands gehen keine Kinder verloren. Und wenn doch, so kann es sich nur um einen tragischen Unfall handeln, schließlich sind die rauen Küsten der Inselgruppe nicht ungefährlich. Doch als zum dritten Mal ein kleiner Junge verschwindet, glaubt kaum noch jemand an einen Zufall. Die Bewohner müssen befürchten, daß einer von ihnen ein Mörder ist.

Meine Meinung:

Der Name Sharon Bolton ist ein Garant für spannendes Lese- oder wie hier Hörvergnügen. Und auch dieses Mal wurde ich sehr gut unterhalten, wenn die Spannung auch mehr unter der Oberfläche blieb und das Ganze mehr ein Psychodrama als ein Thriller ist.

Die Autorin erzählt Begebenheiten auf den Falkland Inseln, die sich in einer eher kleinen Gemeinde zugetragen haben. Es verschwinden innerhalb einer relativ kurzen Zeit mehrere kleine Kinder, und so langsam kommt der Verdacht auf, dass es sich hier um Verbrechen handeln könnte, obwohl so etwas in der Gemeinde natürlich unmöglich sein kann. Abwechselnd erzählen drei Personen in der Ich-Perspektive, teilweise die gleichen Szenen aus anderem Blickwinkel, teilweise völlig andere. Stück um Stück erfährt der Leser/Hörer mehr über die Menschen und Schicksale der Inseln. Verdachtsmomente gibt es viele und Sharon Bolton versteht es meisterhaft, mit unseren Vermutungen zu spielen.

Auch die Sprecherin macht ihre Sache gut. Ihrer Stimme kann man ohne weiteres sehr gut lauschen, wenn sie auch keine große Stimmennuancierung vornimmt. Ich gebe dennoch nur 08/10 Punkte, weil ich einen Teil des Hörbuchs ein weiteres Mal hören musste, um zu begreifen, dass die Person, die gerade erzählt, nicht die gleiche ist, die ich auf der letzten Autobahnfahrt gehört habe. Ich war zu verwirrt. Besser wäre hier gewesen, drei Sprecher für die drei Erzähler zu verwenden.

160126 Böse Lügen

Weitere Bücher der Autorin:

Lacey Flint-Reihe

- Dunkle Gebete – rezensiert 09.04.2012 – 10/10 Punkte
- Dead End – rezensiert 20.11.2014 – 11/10 Punkte
- Ihr Blut so rein
- Schwarze Strömung

Einzelne Romane:

- Todesopfer
- Schlangenhaus
- Blunternte – rezensiert 28.01.2012 – 10/10 Punkte
- Böse Lügen – beendet 26.01.2016 – 08/10 Punkte

24.01.2016

{Gelesen}: GENESIS. Die verlorene Schöpfung | Thariot

klick zu Amazon.de

Autor: Thariot (Martin Langner)
(Kindle Unlimited All-Star)
Titel: GENESIS. Die verlorene Schöpfung 
Reihe: Genesis-Saga (1)
Genre: Science Fiction
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform [08.02.2014]
TB, 588 Seiten, 17,90 €
ISBN: 1514325330
Kindle-Edition: 4,44 €
ASIN: B00I60NPTY
hier: geliehen via Amazon Prime 

Bewertung:

Inhaltsangabe (Amazon):

Elias' Welt ist sieben Jahre alt. Sieben sehr kalte Jahre, die viele seiner Geschwister nicht überlebten. Was vor dem Absturz geschah, weiß er nicht, seine Erinnerungen beginnen mit dem Tag, an dem der Computer ihn aus dem Tiefschlaf holte.
Seitdem vergeht kein Tag an dem er nicht auf der Suche ist. Auf der Suche nach einem Platz zum Überleben und einem rothaarigen Mädchen, von dem er beinahe jede Nacht träumt.
Als eines Tages eine Rettungsmission in der Arktis auftaucht, realisiert Elias genau zwei Dinge: Er ist alles andere als ein normaler Mensch und seine Retter würden keine Sekunde zögern ihn zu töten.
Die Welt der talentierten Ärztin Anna hingegen kennt keine Entbehrung. Trotzdem wendet sie sich von ihrer privilegierten Karriere ab und stürzt sich in das Abenteuer ihres Lebens.
Um zu den ersten Menschen zu gehören, die eine fremde Sonne aufgehen sehen, ist sie bereit jeden Preis zu zahlen. Jeden.

Meine Meinung:

Inzwischen bin ich ja doch um einiges wählerischer und kritischer geworden, so dass es nur wenige Bücher auf meine Überflieger-Scala schaffen, aber dieser erste Teil dieser fantastischen Sci-Fi-Saga hat ohne Wenn und Aber die Hürde mit Bravour genommen. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich überwältigt und kann es kaum erwarten, mir Band 2 zu holen (aber nicht mehr in diesem Monat [würde mein Ziel beim SuB-Abbau Extrem gefährden]).

Was ich schon bei diesem ersten Band unter anderem herausragend finde ist, dass es eine vollkommen runde Story ist. Offene Fragen werden beantwortet und am Ende schließt sich der Kreis. Kein Cliffhanger, obschon man weiß, dass es zwei Fortsetzungen gibt und man natürlich eine Ahnung hat, wohin zumindest eine von ihnen führen wird.

Spannung ist von Anfang an da, es knistert und lässt einen nicht los. Hätte ich nicht so viele Termine und zur Zeit wirklich wenig Freizeit, die ich zum Lesen nutzen kann – ich hätte das Buch in einem Rutsch durchlesen wollen, und wenn es sein muss auch die ganze Nacht hindurch. Allen Sci-Fi-Fans kann ich es also wärmstens ans Herz legen. Eine unbedingte Leseempfehlung von mir!

Mehrere Erzählstränge wechseln sich ab, und so finden wir uns einmal in der Vergangenheit, dann in der Zukunft, auf der Erde, im All in Raumschiffen und auf Proxima wieder und fiebern mit den einzelnen Protagonisten. Wissenschaftliche Parameter werden via Fußnoten erläutert, so hatte ich immer das Gefühl, dass die Entwicklung durchaus im Bereich des Möglichen und nicht rein fiktiv ist.

Eine ungeheuerliche Leistung. Und ganz ehrlich, ich setze die Saga durchaus auf die gleiche Stufe mit “Star Wars”, den Büchern von Peter F. Hamilton und Richard Morgan sowie dem “… Marsianer”. Ein Lesevergnügen Ultra Plus Open-mouthed smile

Ergo kann ich nicht anders und gebe 11/10 Punkte!

Zitat:

Freiheit. Ein flüchtiges Gefühl. Fragil. Und wert, sich später daran zu erinnern. Elias war ein Jäger, kleine Luftblasen stiegen über ihm empor, er liebte diesen salzigen Geschmack auf den Lippen über alles. Wenn er sich mit einem Gedanken an jeden ihm bekannten Ort bringen könnte, dann wäre das genau hier.

160124 Genesis1

Bücher der Reihe:

Die Genesis-Saga
1. Genesis. Die verlorene Schöpfung – beendet 24.01.2016 – 11/10 Punkte
2. Genesis. Brennende Welten 
3. Genesis. Post Mortem

19.01.2016

{Gehört}: Die Toten am Lyngbysee | Julie Hastrup

Autor: Julie Hastrup
Titel: Die Toten am Lyngbysee 
Reihe: Rebekka Holm (4)
>Nordic Killing, Teil 19<

Genre: Skandinavischer Krimi
Übersetzer: Hanne Hammer 
Verlag: Piper [10.11.2014]
TB, 432 Seiten, 9,99 €
Kindle-Edition: 8,99 €
Audible GmbH, [10.11.2014]
Spieldauer: [685 Minuten] (ungekürzt)
Sprecher: Vera Teltz 
Reg. Preis/im Premium-Abo/im Flexi-Abo:
19,95 € / 18,57 € bzw. 1 GH / 9,95 €

Bewertung:

Inhaltsangabe (Audible):

Eine stark geschminkte Frau sitzt reglos auf einer Bank am Lyngbysee. Sie wurde ermordet, doch was das Motiv betrifft, tappt Rebekka Holm von der Mordkommission Kopenhagen lange im Dunkeln. War es Selbstmord? Eine Beziehungstat? Als kurz darauf eine zweite Tote auf derselben Bank entdeckt wird, muss sich die dänische Kommissarin darauf einstellen, dass es sich doch um einen Serienmörder handeln könnte, der gerade erst angefangen hat zu töten.

Meine Meinung:

Vera Teltz habe ich eigentlich als eine sehr gute Sprecherin im Gedächtnis. Bislang hat sie mir immer sehr gut gefallen. Bei diesem Hörbuch habe ich zum ersten Mal Schwierigkeiten gehabt, zu unterscheiden, von wem sie da gerade liest, denn die Stimme für den Mörder ist die gleiche wie die der Opfer, und da sich die Handslungsstränge abwechseln, war ich mitunter minutenlang verwirrt. Ich hätte mir ein wenig mehr Stimmenvielfalt gewünscht. Einzig den schleppenden Tonfall der Prostituierten und die Stimmen der Mütter (streng und ein wenig bevormundend) waren sofort von den anderen Stimmen zu unterscheiden.

Die Idee und das Motiv sind neu, die einzelnen Personen sehr gut aufgebaut – die Protagonisten entwickeln sich weiter und auch das Privatleben kommt nicht zu kurz –, und die Handlung bleibt spannend. Es gab auch bei diesem Hörbuch Situationen, bei denen ich gerade die Mütter hätte schütteln mögen. Wissen die denn nicht, was sie ihren Kindern mit ihren Äußerungen antun?

Alles in allem hat mir das Hörbuch wieder gut gefallen.

Ich gebe 08/10 Punkte.

160119 Lyngbysee

Bücher der Reihe:

1. Vergeltung – rezensiert 22.01.2015 – 08/10 Punkte
2. Blut für Blut – rezensiert 24.10.2014 – 08/10 Punkte
3. Todessommer – rezensiert 17.10.2015 – 08/10 Punkte
4. Die Toten am Lyngby – beendet 19.01.2016 – 08/10 Punkte
5. Stiller Hass (erscheint im März 2016)

17.01.2016

{Gelesen}: Das böse Kind | Sabine Kornbichler

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Autor: Sabine Kornbichler
Titel: Das böse Kind 
Reihe: Kristina Mahlo (3)
Genre: Kriminalroman
Verlag: Piper [19.10.2015]
TB, 384 Seiten, 12,99 €
ISBN: 3492308325
hier: Gewinn bei Blogtour
Kindle-Edition: 9,99 €
ASIN: B00XU07QW2
auch als ungek. HB bei Audible erhältlich 

Bewertung:

Inhaltsangabe (Amazon):

Eine junge Frau gerät scheinbar aus dem Nichts in Panik, rennt vor ein Auto und stirbt – ein tragisches Unglück, und doch kommt Nachlassverwalterin Kristina Mahlo der Fall seltsam vor. Was kann die freie Lektorin von einem Moment auf den anderen so sehr in Schrecken versetzt haben? Im Nachlass der Toten entdeckt Kristina Hinweise auf ein Ereignis, das jede Sekunde im Leben der jungen Frau bestimmt hatte. Und auf einen erbarmungslosen Täter, der allgegenwärtig scheint.

Meine Meinung:

Das dritte Buch in der Kristina Mahlo-Reihe ist hammerhart, umfasst eine umfangreiche Klaviatur der Gefühle und hat auch bei mir eine Menge Emotionen ausgelöst. Lange habe ich auf dieses Buch gewartet, nachdem mir Band 1 und 2 schon so gut gefallen haben. Hocherfreut habe ich dann auch noch ein signiertes Exemplar gewonnen und habe noch bis zur Leserunde #lrdbk warten wollen, welche am Montag dieser Woche begonnen hat. Hätte ich nicht so viele Termine nach der Arbeit gehabt, wäre ich wohl schon längst durch das Buch “durch” gewesen, so habe ich das Gros am Wochenende verschlungen.

Kristina Mahlo ist Nachlassverwalterin. Ein interessanter Beruf, der in ihrem Fall nicht langweilig ist, denn die Schreibtischarbeit teilt sie sich mit Funda und erledigt sie eigentlich nur so nebenbei. Und sie befasst sich nicht nur mit den ureigensten Aufgaben einer Nachlassverwalterin, nein, sie mag auch den Dingen auf den Grund gehen. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass Martin, ein Privatdetektiv und Freund, ihr nahelegt, doch bei ihm einzusteigen.

In jedem Buch hat sie sich bisher in Gefahr begeben, weil sie den Tätern mit ihren Recherchen zu nahe kommt, doch habe ich sie in diesem Band überhaupt nicht blauäugig empfunden. Ich hätte ihr zwar gern zugerufen, sie möge sich absichern, bevor sie sich zu einer Verabredung begibt, so dass ihr im Falle des Falles jemand zu Hilfe kommen kann, aber dieses Mal ist zum Glück nicht viel mehr als ein Schrecken geschehen.

Alle Charaktere sind mit der Zeit gewachsen. Ich habe nicht nur Kristina bewundernd bei ihrern Recherchen begleitet und ihre Schlagfertigkeit honorierend zur Kenntnis genommen, auch Henrike und Funda sind bereits alte Bekannte für mich. Rohan blieb nur eine Randfigur, auch Simon ist dieses Mal kein Protagonist gewesen, dafür aber Martin. Und dieser hat mich ein wenig enttäuscht. Einem Privatdetektiv hätte ich in diesem Fall mehr zugetraut. Mir war von Anfang an klar, dass in Frankreich etwas passiert sein muss. Warum hat er Kristinas Befürchtungen so vehement abgewehrt?

Das Buch hat mich in Atem gehalten. Besonders das letzte Drittel ließ mich nicht los, und als ich das unten stehende Zitat las, habe ich selbst für mich resümiert, was Familie für mich bedeutet, denn ich habe das Glück, eine große Familie zu haben und mit Liebe aufgewachsen zu sein. Diese Liebe habe ich versucht, weiterzugeben und kann mit großer Freude verkünden, dass Familie für mich all das ist, was die Protagonisten angeben: Geborgenheit, jede einzelne Person – beginnend mit den leider schon verstorbenen Großeltern über meine Eltern, meinen Bruder mit Familie über meine Kinder und deren Familien bzw. Partnern – bis hin zu sehr viel Liebe. Ja, wirklich viel Liebe, denn Liebe ist die Antwort auf so viele Fragen und der Krückstock, wenn man mal nicht weiter weiß. Ohne Liebe möchte ich nicht sein.

Um so schrecklicher ist es, dass es Menschen zu geben scheint, die keine Liebe empfinden können. Wie trostlos muss doch ein solches Leben sein? Keine Macht der Welt kann diese Leere ausfüllen, da bin ich mir sicher.

Das Thema und der Titel dieses Buches haben mich längere Zeit beschäftigt. Jetzt, nachdem ich es gelesen habe, ist mir klar, warum es so heißt. Die Hintergründe, die zu diesen Taten geführt haben, werden mich nicht so schnell loslassen. Es ist nicht so leicht, das einfach abzuhaken und zur Tagesordnung überzugehen. Dazu war ich viel zu sehr involviert, habe Kristina über die Schulter geschaut und quasi hautnah miterlebt, was sie erlebt hat. – Ob sie sich im nächsten Buch wohl beruflich umorientiert?

Ich danke dem Piper-Verlag und Sabine Kornbichler für das wunderschöne signierte Buch und das große Vergnügen, das ich beim Lesen hatte.

Ich vergebe die volle Punktzahl – 10/10 Punkte.

160117 Das böse Kind b

Zitat:

Für mich war die Familie immer noch ein Ort der Geborgenheit. Als ich Martin fragte, was für ihn Familie bedeute, musste er nicht lange darüber nachdenken und antwortete mit einem Lächeln: meine Großeltern. Selbstverständlich fragte ich auch Funda. Ihre Antwort: Ganz viel Liebe!
Seite 376

160117 Das böse Kind a

Bücher der Reihe:

1. Das Verstummen der Krähe – rezensiert 26.08.2014 – 11/10 Punkte
2. Die Stimme des Vergessens – rezensiert 05.09.2014 – 09/10 Punkte
3. Das böse Kind – beendet 17.01.2016 – 10/10 Punkte

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