09.11.2009

Ausgehört: Der Tote im Salonwagen - B. Akunin

Boris Akunin
Der Tote im Salonwagen
Russischer Krimi zu Zarenzeiten
Dauer: 8 Stunden, 7 Minuten
gelesen von: Johannes Steck

Bewertung:   

Inhaltsangabe (Amazon):

Russland leidet unter einer Reihe von Anschlägen der terroristischen Kampfgruppe KG. Als General Chrapow heimtückisch in der Maske des Staatsrats Fandorin erstochen wird, fühlt sich dieser - der Echte - in seiner Ehre gekränkt. Ein Ansporn mehr, den Verräter zu suchen, der geheime Informationen an die Terroristen weitergibt.
Dieser politische Krimi, schildert die einzigartige Atmosphäre der russischen Revolutionsbewegung in ihren Anfängen.

Hervorragend ist hier der Sprecher. Das Buch selbst hätte mich nicht so sehr gefesselt, hätte ich es selbst gelesen, aber Johannes Steck hat jede einzelne Person so gut allein mit seiner Stimmgebung charakterlich darstellen können, dass ich immer sofort wusste, wo ich gerade war und wen ich vor mir hatte. Sehr interessant fand ich die Einblicke in die Anfänge der Revolution und das Benutzen und Ausspielen einzelner Figuren im großen Spiel um die Macht, und dass Boris Akunin seinen Staatsrat Fandorin einen asiatischen Diener haben ließ, der ihn in asiatischen Kampfsportarten trainierte. Trotzdem würde ich nie so weit gehen, ihn mit James Bond vergleichen zu wollen. Da liegen dann doch Welten dazwischen...

Begonnen habe ich nun mit Kein böser Traum von Harlan Coben.

08.11.2009

Fertig ist er, der erste Moebius

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Hier erst einmal festgesteckt, so weit es möglich war, damit sich die Spitze nicht so wellt. Ich habe zwar keinen Styroporkopf oder dergleichen, aber ich denke, ich kann den Möbius auch selbst einmal tragen, bevor ich ihn verschenke, einfach um die Tragemöglichkeiten einmal fotografisch festzuhalten

moebius1c

Schaldaten

Material: Schoppel Zauberball “Fuchsienbeet”
Nadeln: Harmonische 4,0 mit 1,20 m-Seil
Anleitung: Moebius “Wave of Color” von Birgit Freyer im KAL der Yahoo-Group Knitting Delight
Verbrauch: 81 g
für die Geschenkekiste

Weihnachtswichteln

Habt ihr Lust, seid ihr dabei? Noch bis 15.11.2009 habt ihr die Möglichkeit, euch anzumelden. Wo? - Hier:

Ich jedenfalls mache mit

Handstulpen 12/2009

handstulpen2009.13

(auch hier wieder - bei flickr über den Lupen-Button größer zu sehen)

Auch wenn ich eigentlich vermehrt am Möbius stricke, so hab ich doch auch immer noch etwas Kleines auf den Nadeln, was ich auch unterwegs stricken kann. diesmal sind mir wieder ein Paar Handstulpen von den Nadeln gefallen.

Stulpendaten

Material: Drachenwolle mit Bambus und Seide
Nadeln: 2,5er Bambus
Anschlag: offener Anschlag mit 45 M
Anleitung: Not just more Socks, S. 28
Größe: uni
Verbrauch: 28 g

Cochem an der Mosel

cochem

(bei Klick auf die Collage gelangt ihr zu flickr - dort auf die Lupe klicken, dann könnt ihr es auch doppelt so groß sehen)

Um es vorweg zu nehmen: Cochem ist ein wirklich schönes Städtchen. Viel Fachwerk, jede Menge Geschäfte - vor allem für Frauen interessant, denn ein Schuh- und auch Taschenladen folgte dem nächsten - und garantiert viel Sehenswertes.

Unser erster Betriebsausflug ging doch etwas anders vonstatten als ursprünglich geplant. Aber so ist das ja meistens, darum lasse ich am besten alles auf mich zukommen Zunächst hatte unser Chef noch einen Termin, so dass wir leider eine ganze Ecke später weg kamen als gedacht. Da eine Kollegin leider verhindert war, fuhren wir zu siebt in 2 Pkw’s. Derjenige mit unserem Chef fuhr später los und kam früher an, jener, in dem ich saß, stand in einem schönen langen Stau. So kamen wir zu spät, um die Moselfahrt antreten zu können. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, gingen wir zunächst einen Cappu trinken, sahen uns ein wenig die Innenstadt an - die Geschäfte machen da schon Punkt 18.00 Uhr dicht! - holten uns einen Backfisch, um eine ordentliche Grundlage zu haben und trafen uns dann am Festzelt zum Cochemer Federweißenfest.

Was wir nicht wussten, Cochem ist sehr Köln-orientiert, das Federweißenfest hatte also ganz schön was von Karneval Eigentlich so gar nix für meiner einer. Drum hab ich ordentlich mitgemacht, mitgesungen und geschunkelt, was das Zeug hielt, bis ich heiser war und taub von der ständig zunehmenden Lautstärke der aufgedrehten Boxen. Die Band spielte mit wenigen Pausen von 19.00 bis 01.00 Uhr und hatte das Reißerische zum Animieren und Mitmachen. Und unser Chef hat, so scheint es, die Weinkarte von oben nach unten bestellt. Flaschenweise. Zu siebt haben wir dann im Laufe des Abends 11,5 Flaschen alle gemacht... Es war lustig und richtig schön. Wir sind einfach ein klasse Team. Zwar ging es mir dann am nächsten Morgen alles andere als gut, der eine Bissen vom Brötchen wurde zu Zement in meinem Mund, und ich hab mich doch lieber noch eine Stunde hingelegt, anstatt vielleicht auf eigene Faust bis zur Burg zu gelangen, aber anderen ging es nicht viel besser. Das Frühstück jedenfalls, ein echtes italienisches (und mir schmeckt dieser Kaffee überhaupt nicht!) wurde auch von anderen verschmäht.

Als nächstes war eine Stadtführung geplant. Unser Chef hatte eine um 11.00 Uhr gebucht. Wir standen rechtzeitig am vereinbarten Treffpunkt, genau wie eine Reihe anderer Touristen - wer nicht kam, war der Stadtführer... Somit haben wir einfach noch einen kleinen Gang in die Altstadt unternommen und sind noch zum Kapuzinerkloster hoch gestiegen. Leider war es dann zur Burg doch etwas weit und uns etwas Angeschlagenen graute davor.

Der Abschluss bildete dann ein Mittagessen in einem Örtchen einige km außerhalb von Cochem in einem Gasthaus. Sehr lecker, und auch ich habe zumindest Reis, Salat und Soße aufgegessen, vom Fleisch ein Stück.

Das nächste Event unserer Kanzlei wird dann die Weihnachtsfeier im Dezember sein. Diesmal geht es wieder zu einem Sternekoch, so dass wir das kleine Schwarze überstreifen müssen Zum Glück werde ich anschließend noch nach Hause fahren müssen und außerdem darf ich ja auch wegen meiner bevorstehenden Augen-OP keinen Alkohol trinken, so dass es mir danach viel besser gehen wird .

Gestern war ich jedenfalls wieder so weit, alle mit meinem Satz: “Ich trinke niiiiie wieder Alkohol” zum Lachen zu bringen - Ich frage mich nur, warum mir das keiner abgenommen hat?

05.11.2009

Betriebsausflug

Morgen Mittag lassen wir ausnahmsweise einmal alle den Hammer fallen, beginnen unseren ersten Betriebsausflug mit einem kleinen Sekt und fahren dann nach Cochem an der Mosel . Unser Chef hat wirklich keine Kosten und Mühen gescheut, denn wir übernachten sogar dort in einem Hotel und kommen erst am Samstag nach dem Mittagessen wieder zurück.

Morgen Abend verbringen wir beim Federweißen und Zwiebelkuchen auf dem “Federweißenfest”, und ich hoffe, dass wir die geplante Moselfahrt antreten können und Zeit für die Stadtführung haben und vielleicht auch die Reichsburg besichtigen können. Doch das hängt davon ab, ob wir rechtzeitig ankommen (wir müssen über Köln), und natürlich vom Wetter.

Aber wie auch immer, wir sind eine dufte Truppe und werden viel Spaß zusammen haben. Und wir haben uns schon mal vorgenommen, von innen zu desinfizieren , damit kein Keim, keine Bazille und kein Virus irgendwelchen Nährboden findet und sich einnisten könnte

Doch jetzt werde ich erst einmal ein paar Nudeln essen und mich dann mit dem zweiten und letzten Clue vom Möbius-Schal “Wave of Color” auf die Couch zurück ziehen   - bis später...

03.11.2009

Ausgehört: Das Bildnis des Dorian Gray - O. Wilde

Oscar Wilde
Das Bildnis des Dorian Gray
Klassiker - Mystery
Dauer: ungekürzt - 9 Std., 14 Min
gelesen von: Jan Josef Liefers

Bewertung:

Inhaltsangabe:

Das Bildnis des Dorian Gray ist der einzige Roman des irischen Schriftstellers Oscar Wilde. Die Hauptfigur, der reiche und schöne Dorian Gray, besitzt ein Porträt, das statt seiner altert und in das sich die Spuren seiner Sünden und Vergehen einschreiben. Während Gray immer maßloser und grausamer wird, bleibt sein Äußeres dennoch jung und makellos schön.

Der Roman gilt als Oscar Wildes Prosa-Hauptwerk. Themen sind die Moralität von Sinnlichkeit und Hedonismus im Viktorianismus, die Dekadenz der englischen Oberschicht und der Ästhetizismus – eine literarische Strömung des Fin de siècle. Die Handlung sowie die eingearbeiteten Kunstbemerkungen lassen sich als Proklamation des Ästhetizismus lesen, doch ebenso als dessen Kritik. (Wikipedia)

Ich bin fasziniert. Von Oscar Wilde habe ich während meiner Jugend Vereinzeltes gelesen, Salomé gesehen, seinen einzigen Roman aber bisher nicht gekannt. Spätestens bei der “... Liga der außergewöhnlichen Gentlemen” mit Sean Connery wurde ich wieder an das Buch erinnert. Und letztens hätte ich es mir auch beinahe gekauft (warum ich davon abgekommen bin, weiß ich gar nicht mehr so genau... möglicherweise ein Zeitproblem?). Und wer weiß, vielleicht kaufe ich es mir ja nun doch noch gedruckt...

An dem Hörbuch hat mich eigentlich alles gefesselt. Jan Josef Liefers (mir vor allem durch “Knockin’ on Heaven’s Door” bekannt) liest den “good old English style” einfach grandios. Er hat es geschafft, mich ins 19. Jahrhundert zu katapultieren. Obwohl das Buch streckenweise seine Längen hat, wenn z.B. Tischgespräche vor allem philosophischer Natur geführt werden, war da doch immer die Spannung zu erfahren, was weiter geschah, denn ich kannte nur das Gerüst.  - Hier mal wieder ein Klassiker, den es zu lesen oder/und zu hören lohnt.

Als nächstes werde ich Der Tote im Salonwagen von Boris Akunin hören.