01.05.2016

Monatsrückblick: April 2016

Ausgehend von der Monatsaufgabe der SuB-Abbau-Extrem-Challenge sollten nur Bücher unter 300 Seiten gelesen werden. Rolling on the floor laughing Das Zusatzlos hab ich ja dann wohl schon mal NICHT ergattern können, denn von den insgesamt 12 gelesenen Büchern (jahaaa !!! 12 ganze Bücher !!!) haben gerade mal 2 weniger als 300 Seiten. Alle anderen waren dicker.

Meinen ohnehin kaum noch zählbaren SuB an gedruckten und digitalen Büchern habe ich im Laufe des Aprils um ganze 7 Stück aufgestockt. Eines war via Amazon Prime geliehen, eines für lau geladen, und 5 Rezensionsexemplare habe ich erhalten. Hätte also die Monatsaufgabe gelautet, kein Geld für Bücher auszugeben – ich hätte bestanden Open-mouthed smile

Detailliertere Angaben zu den Daten der erhaltenen und gelesenen Bücher könnt ihr meiner Aufstellung der SuB-Abbau-Extrem-Challenge entnehmen. Oben in der Tabelle seht ihr die gelesenen Bücher mit einigen Angaben. So waren die Genre wieder schön gemischt.

Im Ganzen waren es 4870 Seiten, also ca. 162 Seiten pro Tag. Klingt unglaublich, aber eigentlich nicht verwunderlich, denn bis auf die Tage mit Migräne habe ich während des grippalen Infekts, den ich größtenteils im Bett verbrachte, fast ausschließlich gelesen.

Zwei Bücher waren Überflieger, und zwar:

►►►   Klickt ihr jeweils auf meine Excel-Tabellen, könnt ihr sie in Originalgröße sehen und lesen ;)
bei Klick auf die Cover gelangt ihr zu meinen Rezensionen

Direkt Flops gab es keine, nur zwei Bücher, die nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut waren (Näheres oben in der Tabelle.

Kommen wir zu den Hörbüchern. Wie schon in den Monaten davor versuche ich immer 4 Hörbücher zu hören. Also quasi pro Woche eines, abhängig vom Umfang des Originals. Da ich schon Mitte April 4 Hörbücher gehört habe, habe ich mich wieder an ein Mammutwerk, den 5. Teil des Armageddon-Zyklus’ von Peter F. Hamilton “gemacht”, und durch den Infekt (Ohrenschmerzen) dann pausieren müssen. Somit bleibt es bei 4 Hörbüchern, 2.705 Hörminuten in 23 Tagen, also 118 Minuten/Tag.

Einen Überflieger habe ich zu vermelden, und zwar:

Bei diesem Buch scheiden sich einmal wieder die Geister, wie so oft. Für mich war es einfach umwerfend, genau mein Ding!

Ansonsten gab es nur gute und sehr gute Hörbücher in diesem Monat. “Der Basar der bösen Träume” von Stephen King bekam die volle Punktzahl.

►►►   Die für meine Statistik benutzten Programme sind BookCook für meine Bücher und DatuBIX für meine Hörbücher, jeweils in Vollversion.

{Gelesen}: Gebiete sanfte Herrin mir | Andrea Schacht

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Autor: Andrea Schacht 
Titel: Gebiete sanfte Herrin mir 
Reihe: Alyss (1)
Genre: Historischer Roman
Verlag: Blanvalet Taschenbuch [08.06.2009]
TB, 416 Seiten, 9,95 €
ISBN: 3442371236
Kindle-Edition: 8,99 €
ASIN: B004OL2TVO
auch als gekürzte Hörbuch-Ausgabe bei Audible erhältlich 

Bewertung:

Inhaltsangabe (Amazon):

Start einer neuen Mittelaltersaga um Alyss, die Tochter der Begine Almut
Ein Raubmord in Köln! Die junge Alyss tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter Almut und beginnt zu ermitteln, und was sie in Erfahrung bringt, erschüttert sie in ihren Grundfesten …
Begine Almut hat ihren Spürsinn und ihre Scharfzüngigkeit an ihre Tochter Alyss vererbt.
Spannend und gewitzt, lässt Alyss nicht locker, bis sie den Mörder eines Tuchhändlers gestellt und überführt hat

Meine Meinung:

Wer historische Romane ohne Schlachten, dafür aber mit detektivischen Einlagen und Lokalkolorit (wir befinden uns in Köln) mag, ist bei Andrea Schacht an der richtigen Adresse. Die Bücher der Reihe um die Begine Almut habe ich richtiggehend verschlungen. Mit viel Witz und Charme ermittelten der Benediktiner Ivo vom Spiegel und die Begine Almut Bossart und wurden schließlich ein Paar. Ihre Gene leben weiter, und deren Tochter Alyss muss den Dingen ebenso auf den Grund gehen wie ihre Eltern.

Besonders hervorzuheben ist in diesen Reihen die altertümliche Sprache, die weder aufgesetzt klingt noch zu schwer zu verstehen ist. Sie passt ganz einfach genau in diese Zeit. Andrea Schachts Romane basieren immer auf historischen Fakten und Hintergrundwissen. Ihre Protagonisten sind natürlich erdacht, aber so manche historische Persönlichkeit spielt dennoch hin und wieder mit bzw. wird erwähnt. Auch historische Begebenheiten wie die neue Stadtverfassung, die 1396 in Kraft tritt, finden Erwähnung, ohne den Leser zu langweilen.

Ohne zu spoilern kann ich gar nicht sagen, warum ich dieses Mal nur 08/10 Punkte vergebe, obwohl ich auch bei diesem Buch ab dem 2. Drittel gefangen war und die Geschichte genoss. Nur so viel: Es gibt ein bis zwei “Dinge”, die meines Erachtens nicht so recht passen und keine direkte Relevanz hatten. Vielleicht sind sie aber für die Reihe von Bedeutung und erklären sich in einem der späteren Bände. In diesem ersten Band jedenfalls kamen sie mir unpassend vor und haben mich etwas verwirrt.

Nichts desto Trotz ist auch der Auftakt der neuen Reihe wert, gelesen zu werden. Ich gebe 08/10 Punkte.

Zitat:

“Strolche und Schelme, beide. Aber keine bösen Buben.”
”Nein, das nicht. Aber Strafe muss sein.”
”Es gehört einiges dazu, mit dem Wagen bei der Geschwindigkeit durch das Tor zu kommen.”
”Sicher. Aber Strafe muss sein.”
”Frieder wird im Stehen essen müssen.”
”Fürchte ich auch. Aber Strafe muss sein.”
S. 202, 21. Kapitel

160430 Herrin

Bücher der Reihen um die Begine Almut und ihre Tochter Alyss:

1. Der dunkle Spiegel – beendet 22.08.2006 – 09/10 Punkte
2. Das Werk der Teufelin – beendet 25.08.2006 – 10/10 Punkte
3. Die Sünde aber gebiert den Tod – beendet 28.06.2008 – 10/10 Punkte
4. Die elfte Jungfrau – rezensiert 21.10.2009 – 09/10 Punkte
5. Das brennende Gewand – rezensiert 10.03.2014 – 10/10 Punkte

1. Gebiete sanfte Herrin mir – beendet 30.04.2016 – 08/10 Punkte
2. Nehmt Herrin diesen Kranz
3. Der Sünde Lohn
4. Mit falschem Stolz
5. Das Lied des Falken

(Quelle: Histo-Couch)

27.04.2016

{Gelesen}: Abwesenheitsnotiz | Lisa Owens

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Autor: Lisa Owens
Titel: Abwesenheitsnotiz 
Genre: Gegenwartsliteratur, Roman
Übersetzer: Brigitte Jakobeit, Karen Witthuhn 
Verlag: Piper [01.04.2016]
HC, 288 Seiten, 18,00 €
ISBN: 3492057470
Kindle-Edition: 13,99 €
ASIN: B01860TPVK
hier: Leseexemplar des Verlags – DANKE !!!
gelesen auf dem Kindle Paperwhite 3 

Bewertung:

Inhaltsangabe (Amazon):

Wenn Claire Flannery eines weiß, dann, dass sie für ihr Glück alleine verantwortlich ist. Claire ist Mitte zwanzig, lebt in London und hat einen Freund, der ziemlich viel arbeitet. Claire selbst hat sich gerade ausgeklinkt, ihren Job gekündigt. Weil der nicht zu ihr gepasst hat. Aber: Was passt eigentlich so richtig zu ihr? »Ich erinnere mich noch gut daran, wie es in deinem Alter war. Klar, ich hatte da schon vier Kinder, aber das moderne Leben ist anders, du hast so viele Möglichkeiten", sagt die Großmutter und trifft den Nagel auf den Kopf. So treibt Claire durch die Stadt, mal mit, mal gegen den Strom, und beobachtet, was anderen Leuten verborgen bleibt – die arbeiten ja gerade. Ob das auf Dauer gut geht? – Lisa Owens erzählt vom unwiderstehlichen Druck, sich selbst zu finden, und hat mit Claire Flannery die Flaneurin des 21. Jahrhunderts geschaffen.

Meine Meinung:

Ein ungewöhnliches Buch. Das zeigt sich bereits an der Struktur, denn manche Kapitel bestehen aus nur einem Satz und ähneln eher hingeworfenen Notizen, während andere ganze Situationen beschreiben. In der ersten Person und im Präsens geschrieben vermittelt es den Anschein, als sähe man die Welt durch die Augen der Protagonistin, was zuweilen befremdlich, oft ziemlich schräg und auch humorvoll ist.

Eine junge Frau in den Mitzwanzigern fühlt sich in ihrem Job nicht wohl und kündigt kurzerhand, um herauszufinden, was wirklich zu ihr passt. Nicht wenige reagieren skeptisch, manche gar neidisch (“wenn man es sich leisten kann”), und sie selbst driftet in einen Zustand ab, in dem sie sich selbst nicht mag. Immer sehr direkt, oftmals darum aneckend, aber weiterhin auf der Suche nach sich selbst, steht Claire für viele junge Menschen dieser Generation. Gewürzt mit einem Schuss Britischem Humor fällt es leicht, sich in Claires Gedankenwelt zu finden.

Mich hat das Buch zum Nachdenken angeregt. Im Grunde genommen ist dies nicht unbedingt nur ein gesellschaftliches Model der Mitzwanziger, sondern eines jeden Menschen. Es gibt immer wieder Mitmenschen, die plötzlich aus ihrem Lebensgefüge ausbrechen und ganz von vorn anfangen, die mit sich, ihrem Job oder/und ihrem Leben nicht zufrieden sind und einen völlig anderen Lebenszweig wählen. Dazu gehört großer Mut und eigentlich auch Selbstsicherheit. Schwierig wird es, wenn man Verantwortung für andere Menschen wie eigene Kinder trägt.

Den Gedankengängen Claires kann man durchaus folgen und nachvollziehen, wie sie warum reagiert. Sie hat allerdings auch Halt bei ihrem Freund Luke, der bedingungslos zu ihr hält.

Ich gebe 07/10 Punkte und bedanke mich herzlich beim Piperverlag und NetGalley für das Leseexemplar!

Zitat:

Traum
Eine Nachtfahrt auf der Autobahn, meine Scheinwerfer funktionieren nicht, aber alle vorbeifahrenden Wagen haben voll aufgeblendet, gleißende Bahnen zwischen nervig dunklen Abschnitten.
Pos. 81

160427 Abwesenheit

26.04.2016

{Gelesen}: Laufen. Essen. Schlafen | Christine Thürmer

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Autor: Christine Thürmer
Titel: Laufen. Essen. Schlafen 
Genre: Reisebeschreibungen
Verlag: Piper [01.04.2016]
TB, 288 Seiten, 16,99 €
ISBN: 3890294715
Kindle-Edition: 12,99 €
ASIN: B01BLDR7B4
hier: Leseexemplar des Verlags – DANKE !!!
gelesen auf dem Kindle Paperwhite 3 

Bewertung:

Inhaltsangabe (Amazon):

Als Christine Thürmer gekündigt wird, beschließt sie, sich eine Auszeit zu nehmen und auf dem Pacific Crest Trail von Mexiko nach Kanada zu wandern – 4277 Kilometer. Eigentlich unsportlich und ohne Erfahrung bricht sie zu ihrem Abenteuer auf und schafft es tatsächlich bis ans Ziel. Und sie wandert weiter, läuft 2007 den Continental Divide Trail und 2008 den Appalachian Trail. Aus der gewissenhaften Geschäftsfrau wird eine Langstreckenwanderin, die fast ununterbrochen draußen unterwegs ist – zu Fuß, per Fahrrad oder Boot. Anschaulich und humorvoll beschreibt Christine Thürmer die Geschichte ihrer inneren Suche, ihre Erlebnisse und landschaftlichen Eindrücke auf den drei großen Trails und wie es ist, als Frau allein unterwegs zu sein.

Meine Meinung:

Ich ziehe meinen Hut. Ehrlich. Nicht nur, dass Christine Thürmer als Frau ihre Träume verwirklicht, sogar zum Aussteiger wird, um draußen in der Natur sein zu können; ganz nebenbei: ich könnte es nicht. Dabei wandere ich auch sehr gern, allerdings mit etwas mehr Komfort.

In diesem Buch arbeitet die Autorin ihre Erinnerungen auf und beschreibt ihre ersten 3 Trails in Amerika. Wie sie zur Langstreckenwanderin wurde, was es zu beachten gibt, ihre Gedanken, Gefühle und Entscheidungen. Sie nimmt uns quasi an die Hand und lässt uns ihre Erinnerungen miterleben. Und so erfahren wir nicht nur, dass die “thruhikers” mit ultraleichtem Gepäck reisen und fast 1/2 Jahr pro Trail am Lebenslimit leben, wir erhalten auch Einblick in das ganz besondere soziale Leben der Wanderer unter einander, von “trail angels” und malerischen Landschaften.

Wenn ich auch hin und wieder mit dem Gedanken gespielt habe, vielleicht mal einen der Trails in Schottland zu erwandern – nach diesem Buch weiß ich, ich lasse es. Ich bin da ganz realistisch. Allein mein knirschendes Knie nimmt mir die Entscheidung ab. Ganz abgesehen davon, dass ich eine Genießerin bin und für ein gutes Essen so Einiges geben würde. Aber monatelang von Müsli mit Wasser und jeder Menge Schokolade zu leben… nein, das ist absolut nichts für mich. Mal davon ab, dass mir auch so profane Dinge wie ein BH wichtig sind, und Wechselwäsche… und BÜCHER!!!

Aber ich habe das Buch mit Interesse gelesen und Christine bewundert, wie sie einfach alles hinter sich lassen kann und ein solches Leben ohne Sicherheit, dafür mit jeder Menge Gefahren, bevorzugt und ihren Traum verwirklicht. Es gehört viel Mut dazu, und Genügsamkeit.

Das Buch hat eine Menge Beiwerk. Nicht nur detaillierte Angaben zu den Trails sind zu Beginn jeder Wanderung angegeben, auch eine Karte gibt es dazu. Und am Ende wird der ausdauernde Leser mit Fotos belohnt, die zwar auf dem Kindle s/w gehalten, deshalb aber nicht weniger interessant sind. Sollte also jemand durch das Buch Lust bekommen haben, sich selbst auf die Reise zu begeben – er findet auch einige Angaben zu notwendigem Wissen bei der Vorbereitung.

Ich gebe 08/10 Punkte und bedanke mich beim Piper Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Leseexemplars.

Der Anfang:

Es ist stockdunkel draußen, ich bin nervös, und mir ist schlecht. Ich sitze in einem Pick-up und bin auf dem Weg von San Diego zur mexikanischen Grenze.

160426 Laufen

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